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Pressemeldung vom 16. Mai 2014

„Denkmäler der Tonkunst in Dresden“ - Reihe wird weiter fortgesetzt

Soeben ist beim Verlag Ries & Erler in Berlin die Partitur der „Festa di camera, I Lamenti d'Orfeo“ von Giovanni Alberto Ristori (1692-1753) im Rahmen der Reihe „Denkmäler der Tonkunst in Dresden“ erschienen. Damit ist die 11. Edition des Startprogramms vorgelegt worden, die sowohl als gedruckte Ausgaben vorrätig als auch zu Informationszwecken im Dokumentationsserver Qucosa der Sächsischen Landesbibliothek, Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, aufzurufen ist.

Ristoris Werk auf einen Text des Hofpoeten Giovanni Claudio Pasquini wurde zu Karfreitag 1749 im Dresdner Schloss uraufgeführt, weil an diesem Tage keine Oper stattfinden durfte. Orpheus beklagt sich bei seiner Mutter Kalliope, dass ihm hartherzig die Wiedererweckung seiner geliebten Euridice verweigert würde. Kalliope tröstet ihn, dass die Götter wenigstens seine Leier als Sternbild erleuchten lassen werden, auf dem der Name Ermelinda Talea prangen wird. Das aber ist der arkadische Künstlername der Kurprinzessin Maria Antonia Walpurgis, einer bayrischen Kaiserstochter, die mit Kurprinz Friedrich Christian verheiratet war und als Sängerin, Komponistin, Dichterin und Malerin die Künste am Dresdner Hof maßgeblich mitbestimmte. Während der  kurzen Amtszeit ihres Mannes, die 1763 nur drei Monate währte, war sie zudem sächsische Finanzministerin und mit den wichtigen Gestaltern des Retablissements nach Sachsens Niederlage im Siebenjährigen Krieg vertraut.

Im Rahmen der Denkmälerausgabe ist dieses nun das 3. Werk, das mit Maria Antonia Walpurgis verbunden ist: Die Editionen 4 und 5 sind Kompositionen von Bizzarri und Hasse auf Texte der Kurprinzessin, deren überragende Stellung am Dresdner Hof hiermit dokumentiert wird.

Gegenwärtig wird die erste Messe von Johann Gottlieb Naumann (1741-1801) vorbereitet, nach deren Aufführung der erst Dreiundzwanzigjährige 1763 von Maria Antonia Walpurgis als Kirchencompositeur berufen wurde und ihr damit den Aufstieg zum Hofkapellmeister verdankte.
Geistliche Werke von Naumann, ferner vom früheren Hofkapellmeister Johann Christoph Schmidt, dessen Opéra-ballets z. Z. vor der Veröffentlichung stehen, werden künftig Schwerpunkte der Editionstätigkeit sein.

Mit dem Werk von Ristori ist die Editionsreihe „Denkmäler der Tonkunst in Dresden“ weiter auf gutem Wege. Das Institut arbeitet ausschließlich mit Spenden und großem ehrenamtlichem Engagement. Jede finanzielle Unterstützung ist willkommen, um die Arbeit fortsetzen zu können. Umfassende Informationen finden Interessierte auf der Homepage www.musikschaetze-dresden.de.


Pressekonferenz am 22.08.2011, 11 Uhr, Musikschätze aus Dresden werden erforscht

 

Institut arbeitet reichen Quellenfundus auf


Dresdens Musikschätze werden gehoben von Mitgliedern des Instituts zur Erforschung und Erschließung Alter Musik in Dresden (Musikschätze aus Dresden) e.V.  Dieses An-Institut der Technischen Universität Dresden hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich für das reiche sächsische Musikerbe einzusetzen.
"Es geht vor allem um Werke aus der Zeit zwischen 1600 und 1800, also zwischen dem Frühbarock und der Frühromantik", sagt Dr. Reiner Zimmermann, Editionsleiter und Vorsitzender des Vereins.

Die Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) verfügt neben den Bibliotheken in Berlin, München und Wien über eine der größten und bedeutendsten Musiksammlungen im deutschsprachigen Raum. Der Fundus enthält viele tausende Werke in handschriftlicher und gedruckter Überlieferung. Teilweise sind die Werke durch die SLUB digitalisiert.

Es gibt heute vielfältige Bemühungen, diese Kompositionen der Öffentlichkeit bekannt zu machen. In diese Bemühungen will sich das Institut zur Erforschung und Erschließung der Alten Musik in Dresden e.V.  einbringen. Dabei soll nicht nur das in Bibliotheken und Archiven aufbewahrte Quellenmaterial musikhistorisch erforscht und bewertet werden. Unterstützt werden auch Aufführungen bedeutender Werke und ihre Veröffentlichung in Editionen. "Wir stellen die ersten Bände der Reihe >Denkmäler der Tonkunst in Dresden< unter Beteiligung von externen Fachleuten nun zur Verfügung", sagt Prof. Dr. Hans Günter Ottenberg, Lehrstuhl für Musikwissenschaften an der TU Dresden, der das Vorhaben konzipiert hatte und für die wissenschaftliche Begleitung des An-Instituts seitens der Universität steht.
Die Reihe wird als Online-Ausgabe erscheinen und ist über Qucosa, den Dokumentations- und Informationsserver der SLUB zum kostenlosen Downloaden verfügbar, um sie einem möglichst großen Interessentenkreis zugänglich zu machen.

Bei der öffentlichen Aufführung von diesen Werken denkt das Institut unter anderem an Orte wie die Frauenkirche sowie vornehmlich an das Dresdner Residenzschloss als einem Uraufführungsort vieler jetzt veröffentlichter Kompositionen. So werden die Musik und die Kunstschätze der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zu einem weiteren authentischen Anziehungspunkt für Dresden werden.

Gearbeitet wird auch am Aufbau einer Datenbank "Alte Musik in Dresden". So will das Institut, welches eng mit dem Lehrstuhl für Musikwissenschaft der TU Dresden zusammen arbeitet und weiteren Partnern in Wissenschaft und Praxis kooperiert, seiner Funktion als Forschungs-, Dokumentations- und Informationszentrum für Alte Musik in Dresden gerecht werden.

Das Institut dankt allen, die finanziellen und ideellen Beistand geleistet haben. Einen besonderen Dank schulden wir der RUDOLF-AUGUST OETKER STIFTUNG, die das Erscheinen der ersten Ausgaben ermöglicht hat.

Zur Pressekonferenz waren anwesend:
Dr. Reiner Zimmermann, Vorsitzender des Instituts „Musikschätze aus Dresden“,
Prof. Dr. Hans-Günter Ottenberg, Lehrstuhl Musikwissenschaft der TU Dresden und Stellv. Vorsitzender des Instituts „Musikschätze aus Dresden“,
Bernhard Hentrich, wiss. Mitarbeiter der HfM Carl Maria von Weber Dresden, Cellist sowie Stellv. Vorsitzender des Instituts „Musikschätze aus Dresden“,
Gaetano d’Espinosa, Dirigent, Italien/Dresden
Prof. Dr. Thomas Bürger, Generaldirektor der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB).


Kontakt:
Institut zur Erforschung und Erschließung
der Alten Musik in Dresden
(Musikschätze aus Dresden) e.V.
01097 Dresden, Königstraße 11
info@musikschaetze-dresden.de 
http://www.musikschaetze-dresden.de 
Ansprechpartner: Margita Herz,  mobil: 0173 9 320 310

Last modified: 12.06.2014 15:34
Author: MaD

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