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Projektsemester WS 2009/10

"Bewahrend entwickeln - neuer Sommer altes Meißen"

Wie in anderen Mittelstädten Ostdeutschlands so sind auch in Meißen eine große Anzahl historischer Bauten in den 20 Jahren seit dem Ende der DDR instand gesetzt, saniert, restauriert worden. Wie in anderen Mittelstädten sinkt auch in Meißen die Einwohner­zahl, die Bevölkerung wird älter und für die immer noch vielen leer stehenden Gebäude in schlechtem Zustand oder für Brachflächen ist es schwer, Nutzer und Nutzungen zu finden. Andererseits gibt es sicher auch in Meißen Ideen und Bedürfnisse, die in solchen Gebäuden, auf solchen Flächen verwirklicht und befriedigt werden können.

Hier setzen die Projekte der Studenten an: auf ausgewählten Grundstücken entlang eines „Porzellanweges“ von der Porzellanmanufaktur zur Albrechtsburg sollen für das Jubiläums­jahr der Manufaktur aus den Ideen der meißner Bürger Sommernutzungen entwickelt werden. Sie sollen die historischen Orte achten und sich auf diese beziehen. Ihre Geschichte und Potenziale sollen den Sommernutzern vermittelt werden. Wir wollen damit einen Anstoß auch für langfristige Nutzungen geben.


Projektverlauf (Übersicht)

 

01. Oktober 2009:              [Ideenaufruf]
13. - 15. Oktober 2009:       Workshop I „Meißen verstehen“
03. - 05. November 2009:    Workshop II „Meißen verhandeln“
08. - 09. Dezember 2009:    Workshop III, „Meißen gestalten“
14. Dezember 2009:            Abschlusspräsentationen der Ergebnisse der Studierenden vor Ort
11. Februar 2010:                offizielle Übergabe des Projektes an die Stadt Meißen
23. Juni 2010:                     die Ausstellung zum Porzellanweg wurde im Foyer des Meißner Rathauses eröffnet



Projektverlauf

1. Oktober  2009

Postkarte Ideenaufruf

An diesem Tag startete der Ideenaufruf an die Meißner Bürger. Mit einer Karte, die in verschiedenen Institutionen der Stadt ausgelegt wurde, ergänzt durch einen Beitrag in der Presse, wurde um Ideen für eine Sommernutzung gebeten. Der Ideenaufruf endete am 28. Oktober 2009. Die Aktion machte das Projekt in der Stadt bekannt. Eine Reihe Meißner besuchte die öffentlichen Vorträge im Prältenhaus.

     


13. – 15. Oktober 2009    Workshop I „Meißen verstehen“

Foto 3 Projektsemester 09/10
Studenten unterwegs in Meißen

Im einem ersten Workshop ging es um eine Annäherung an die Stadt Meißen. Die Studierenden lernten das Untersuchungsgebiet um den Porzellanweg kennen. Zunächst ging es um die persönliche Wahrnehmung des Ortes, seiner Stärken, seiner Besonderheiten und Potenziale, aber auch um seine Schwächen und vermisste Aspekte. Dieser erste Eindruck wurde in den folgenden Wochen bei weiteren Begehungen vor Ort, durch Literatur- und Aktenstudium überprüft, vertieft oder relativiert und in Themenplänen festgehalten. Zwei öffentliche Vorträge während des Workshops lieferten dafür Grundlagen.


Foto 1 Projektsemester 09/10
Dr. Christl stellt die Geschichte Meißens vor
Vergrößerte Darstellung



Dienstag, 13. Oktober 2009, 18:30 Uhr Vortrag: Meißen von den Anfängen Dr. Andreas Christl, Kreisbauamt LK Meißen, Sachgebietsleiter Denkmalschutz

Mittwoch, 14. Oktober 2009, 18:30 Uhr Vortrag: Stadtentwicklung Prof. Dr. Jürg Sulzer, TU Dresden, Fakultät Architektur



03. – 05. November 2009 Workshop II „Meißen verhandeln“

Foto 8 Projektsemester 09/10
Diskussionsrunde mit Meißnern und Studierenden
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Der zweite Workshop im Prälatenhaus hatte zum Ziel, die Ideen der Meißner mit den Erkenntnissen über die Voraussetzungen an den Standorten und in der Stadt zusammenzubringen. Die Studierenden präsentierten Ihre Themenpläne und Standortanalysen. Die Ideen wurden auf die Standorte verteilt und in einer Diskussionsrunde mit Meißnern wurde ausgelotet, wer bereit ist, die Projekte zu unterstützen und ob  weiteren Ideen sich ergeben. Dabei zeigte sich das Engagement vieler Meißner, das es nun in konkrete Projekte umzusetzen gilt.
Zwei öffentliche Vorträge zu bürgerschaftlichen Beteiligung an der Stadtentwicklung gaben Einblicke, welche Wege andernorts die Anwohner gehen, um selbst Einfluss auf die Gestaltung zu nehmen.



 

Foto 9 Projektsemester 09/10
Frau Tomberg und Herr Recker stellten die Dülkener Entwicklungs AG vor
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Dienstag, 3. November 2009, 18:30 Uhr: Vortrag zum Thema Nationale Stadtentwicklungspolitik - Bürgerschaftliche Stadtentwicklung als deutschlandweite Bewegung, Frau Neumüller, urbanizers - Büro für Städtische Konzepte

Mittwoch, 4. November 2009, 20:00 Uhr: Vortrag zum Thema Nationale Stadtentwicklungspolitik: Die Dülkener Entwicklungs AG als Referenzprojekt für Meissen?
Frau Tomberg, Dülkener Entwicklungs AG und Herrn Recker, ISG Dülken Mitte e.V. (Immobilien- und Standortgemeinschaft)

Am 25. November wurde das Projekt im Bauausschuss der Stadt Meißen vorgestellt.

Vergrößerte Darstellung Podiumsdiskussion

Am 8. Dezember gab es eine Podiumsdiskussion zu den Zielen und der Wirkung der geplanten Projekte in der Evangelischen Akademie und dazu eine Ausstellung mit den Themenplänen und Standortanalysen. (Einladung Podiumsdiskussion)  




 

8. -9. Dezember 2009 Workshop III, „Meißen gestalten“

Vergrößerte Darstellung Abschlusspräsentation

Montag, 14. Dezember 2009 fanden die Abschlusspräsentationen der Ergebnisse der Studierenden vor Ort statt:
10:00 Uhr Präsentation an der Bienenwirtschaft
12:00 Uhr Präsentation an der Görnischen Gasse
14:00 Uhr Präsentation am Theaterplatz







Plakate der Abschlußpräsentation


Plakat Bienenwirtschaft           Plakat 1 Goernische Gasse      Plakat 2 Goernische Gasse     Plakat Theaterplatz


              Pressestimmen zu den Studentenprojekten:
 
              Altstadt_Entwicklung_Meissen 
              SZ online 15.12.2009 

              SZ online 18.12.2009 
              SZ online 11.01.2010 
              SZ online 12.01.2010 
              SZ 10.11.2009 
             
              Am 11.01.2010 wurden die erarbeiteten Handlungsempfehlungen den Akteuren
              vor Ort übergeben, Ansprechpartner für die jeweiligen Standorte sind:
             
              Bienenwirtsachft:
Herr Krause und Herr Rohde
              Rauhentalstraße: Herr Zöllner
              Goernische Gasse: Herr Merzig und Frau Hainz
              Theaterplatz: Herr Schlechte und Frau Fiedler




Plakat Rauhentalstraße

 
11.02.2010: offizielle Übergabe des Projektes an die Stadt Meißen
die Schirmherrschaft übernahm Bürgermeister Raschke


23.06.2010:  die Ausstellung zum Porzellanweg wurde im Foyer des Meißner Rathauses eröffnet
Die Arbeiten der Studenten wurden hier für 14 Tage gezeigt und sind nun in der Goernische Gasse zu sehen.

    
In der Goernische Gasse 4 wurden Anregungen der Studentinnen in die Tat umgesetzt. Lustige Comics in den Fenstern machen auf die Nutzbarkeit der Gebäude aufmerksam. Baumaßnahmen zur Sicherung des Durchgangs zum Hof waren nötig, um Veranstaltungen in der Goernischen Gasse 4, wie die Kunstaktion viha.at.afra.de des sächs. Landesgymnasiums Sankt Afra, an dieser Stelle durchführen zu können.

                  
Vergrößerte Darstellung Kinderfest

 

Kinderfest in der Goernischen Gasse: Bericht des Meissen-Fernsehens: 



Für weitere Informationen und Kontakt zu den Ansprechpartnern wenden Sie sich bitte an:
Ines-Ulrike Rudolph <i.u.rudolph@tx-architekten.de> od. Olav Helbig <olav.helbig@tu-dresden.de>


Professur für Stadtumbau und Stadtforschung
Prof. Dr.-Ing. Jürg Sulzer
Dipl.-Ing. Ines-Ulrike Rudolph
Professur für Denkmalkunde und angewandte Bauforschung
Dr. phil. Ingrid Scheurmann
Olav Helbig M.A. M.Sc.

 

Last modified: 31.08.2010 09:25
Author: Miriam Blinde

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