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Presseinformation der Fakultät Bauingenieurwesen

Ehrendoktorwürde für Commander Wu

Ehrendoktor Wu Xiangming - Klick to enlarge
Verleihung der Ehrendoktorwürde durch Rektor Kokenge (rechts) an Wu Xiangming (2.v.r.). Mit im Bild der Dekan der Fakulät, Prof. Dr.-Ing. Raimund Herz, der das Grußwort der Fakultät überbrachte (links) und Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach, der die Laudatio hielt 2.v.l.) sowie der Übersetzer Han Wang.

Dresden, 30. September 2005. Die Fakultät Bauingenieurwesen der Technischen Universität Dresden hat am 30. September dem Leiter des National Maglev Transportation Engineering Research and Development Center, Wu Xiangming, den Titel eines Ehrendoktors verliehen. Die hohe akademische Auszeichnung eines Doktors der Ingenieurwissenschaften Ehrenhalber wurde Wu Xiangming für seine herausragenden Leistungen während seiner über 40-jährigen Berufstätigkeit als Bauingenieur verliehen, in der er als Commander in Chief – zum Teil direkt vom Ministerpräsidenten der Volksrepublik China beauftragt – bedeutende Großprojekte verantwortete. Zu diesen Großprojekten gehören beispielsweise der Bau des internationalen Großflughafens von Shanghai, Pudong, sowie der Bau der weltweit ersten kommerziellen Transrapidstrecke in Shanghai, die unter seiner Leitung in kürzester Zeit, innerhalb von nur zwei Jahren, entwickelt und fertig gestellt wurde – „eine ingenieurtechnische Meisterleistung, wie sie in dieser Größenordnung und mit solch strengen zeitlichen Vorgaben nicht häufig auf der Welt anzutreffen sein dürfte“, wie der Rektor der TU Dresden, Prof. Hermann Kokenge betonte.

Der Dekan der Fakultät Bauingenieurwesen, Prof. Dr.-Ing. Raimund Herz, sagte in seinem Grußwort, dass Wu nicht nur für seine Verdienste um die Umsetzung der weltweit einzigartigen Transrapidtechnologie geehrt werde: „Vielmehr ist dies eine Auszeichnung für das Lebenswerk eines großen Bauingenieurs, der eine Reihe hervorragender Bauwerke der Verkehrsinfrastruktur von Shanghai konzipiert und realisiert hat. Herr Wu hat diese nicht nur als Chefingenieur und Commander in Chief , sondern auch in leitender Funktion in den höchsten Regierungsgremien der Stadt Shanghai, Planungskommission und Bauausschuss, auf den Weg gebracht.“

Für die Fakultät Bauingenieurwesen sei es ein besonderes Ereignis, die Ehrendoktorwürde einem Ingenieur aus einem ganz anderen Kulturkreis zu verleihen, sagt Prof. Herz - „aber die Probleme und Aufgaben, die von Ingenieuren weltweit gelöst werden, haben sehr vieles gemeinsam, insbesondere ihre naturwissenschaftlichen Grundlagen, auch wenn die örtlichen Randbedingungen meist sehr verschieden sind.“

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Der Rektor wies in seinem Grußwort auf bestehende gute Verbindungen hin: „Bereits jetzt bilden die chinesischen Studierenden die größte Gruppe unter den ausländischen Studierenden an der TU Dresden. Zurzeit studieren über 700 Studierende aus der Volksrepublik bei uns. Ich würde mir für die Zukunft wünschen, dass wir künftig stärker den Austausch in die andere Richtung pflegen können und auch deutsche Studierende einen Teil ihres Studiums in China absolvieren können. Den Weg hierzu wollen wir mit gemeinsamen Studiengängen beschreiten.“

Wu Xiangming wurde am 15. 9. 1938 in Su Zhou – rund zwei Zugstunden von Shanghai entfernt – geboren. Seine Ausbildung zum Ingenieur erhielt an der renommierten Tongji Universität in Shanghai, die mit der Technischen Universität Dresden durch verschiedene Kooperationen verbunden ist. Er schloss dort sein Bauingenieurstudium im Jahre 1959 ab.

Das Wirken von Wu als Ingenieur und verantwortlicher Leiter war mit der Planung und Verwirklichung spektakulärer Großprojekte verbunden, wie beim Bao Steel Werk - einem typischen Industriebau. Nachhaltige Spuren hat „Commander Wu“, wie ihn seine Mitarbeiter nennen, vor allem in in Shanghai hinterlassen: Anfangs in seiner Funktion als Stellvertretender Direktor der Planungs-Kommission und Direktor des Baukomitees der Stadt Shanghai und Stellvertretender Chefsekretär der Regierung der Stadt Shanghai hat er unter anderem die verkehrstechnische und hochwassersichere Umgestaltung des Bund, der berühmten Altstadtpromenade am Huangpu Fluss, den Umbau des Platzes des Volkes sowie in dessen unmittelbarer Nähe die Errichtung eines Kreuzungsbauwerks mit vier Ebenen für die Hauptverkehrsstraße von Shanghai und die Nord-Süd-Hochstraße, realisiert. Weitere besonders eindrucksvolle Zeichen seines Wirkens sind die eleganten Schrägseilbrücken Nanpu und Yangpu über den Fluss Huangpu.

International machte er sich 1995 einen Namen als Chefingenieur für den Neubau des internationalen Großflughafens Shanghai Pudong. „Die Umsetzung des Projektes erfolgte in nur fünf Jahren, ein für solche Projekte ausgesprochen kurzer Zeitraum, der maßgeblich auf die straffe und zielgerichtete Projektorganisation von Herrn Wu zurückzuführen ist“, betont der Prodekan der Fakultät Bauingenieurwesen Prof. Dr. Rainer Schach vom Institut für Baubetriebswesen in seiner Laudatio auf den Ehrenpromovenden.

Als Stadtplaner und Chefingenieur habe Wu Xiangming die Bedeutung einer schnellen Anbindung des Pudong International Airport an das städtische Verkehrsnetz von Shanghai erkannt und auf der Suche nach einem geeigneten Verkehrssystem im Jahr 2000 das deutsche Transrapid-System für sich entdeckt.

Wu setzte auf die bis dahin nur auf der Transrapid Versuchsstrecke im Emsland (TVE) erprobte Technologie und realisierte „in mit unglaublicher Zielstrebigkeit“ (Prof. Schach) das Vorhaben: Am 31.12. 2002 fand die so genannte VIP-Fahrt mit Premierminister Zhu Rongji und Bundeskanzler Gerhard Schröder statt, und am 31.12. 2003 begann der planmäßige Betrieb der ersten kommerziell eingesetzten Transrapid-Anlage. Die Leistungen von Wu als Projektmanager und Bauingenieur im Zusammenhang mit dem Bau des Transrapid fördern beachtliche Daten zu Tage: In einem speziell für diese Bauaufgabe errichteten Fertigteilwerk wurden täglich zehn bis zwölf Träger mit einer Länge von 24,80 m oder 12,40 m hergestellt - insgesamt 2.600 Träger, für die 157.000 Kubikmeter Beton und 6.200 Tonnen Stahl verarbeitet wurden. „In seinem Team hatte Wu Xiangming 230 Ingenieure eingebunden, und auf der Baustelle waren unglaubliche 10.000 Arbeiter im Einsatz“, berichtete Prof. Schach.

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Last modified: 28.03.2012 16:01
Author: Bauingenieurwesen

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