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Stellungnahme zum 13. Februar 2012 - 26.01.2012

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Der Aufruf ist auch zu finden unter: http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/fakultaet_mathematik_und_naturwissenschaften/fachrichtung_chemie/fsr/dateien/13februar-pdf 

Werte ChemikerInnen und LebensmittelchemikerInnen an der TU Dresden,

der Jahrestag der Bombardierung Dresdens rückt näher. Wie die Jahre zuvor, bringt dieses Ereignis die Erinnerung an ein schreckliches Kapitel Dresdner Geschichte in unser Bewusstsein zurück. Thematisch wird dieser Tag in nächster Zeit zum Anlass für die öffentliche Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus, den Ideologien des Dritten Reiches und der Frage der „richtigen“ Vergangenheitsbewältigung genommen.

Der FSR Chemie/Lebensmittelchemie findet es wichtig, sich mit diesen Themen differenziert und intensiv auseinanderzusetzen, um einer einseitigen Interpretation möglichst aufgeklärt gegenüber zu stehen. In unserer demokratischen Gesellschaft ist kein Platz für Gewalt, Ausgrenzung und Extremismus.

Als Vertreter der Studierendenschaft setzen wir uns für einen hochwertigen und objektiven Diskurs aller Themen ein. Wir sind der Meinung, dass der Diskurs immer das beste Mittel in Politik und Gesellschaft ist, um Meinungsverschiedenheiten zu beseitigen, Streit im Keim zu ersticken, Gewalt abzuwenden und vorzubeugen sowie einen respektvollen Umgang miteinander zu gewährleisten.

Der FSR Chemie/Lebensmittelchemie lehnt Gewalt und extremistische Positionen in ihren Grundzügen und Auswirkungen ab und bekennt sich zur Freiheit und den Grundrechten jedes einzelnen Menschen.

Deshalb rufen wir alle Menschen dazu auf, am Diskurs um die Themen des 13. Februar zu partizipieren und sich vor diesen Themen nicht zu verschließen oder zu verstecken. Ein Jeder möge seinen Weg finden, aktiv zu werden und sich einzubringen. Wir glauben, dass Jeder Zeichen setzen kann gegen Hass und Gewalt sowie für Gewaltlosigkeit und gegenseitigen Respekt und dass dies zu jeder Zeit, besonders aber rund um den 13. Februar, von großer Wichtigkeit ist. Diverse Veranstaltungen finden statt, auch an unserer Universität. Wer weiterführende Informationen zu den Veranstaltungen rund um den 13. Februar sucht, kann sich gerne vertrauensvoll an uns wenden, wir werden euch dann an die entsprechenden Personen verweisen.

Auf einen Aspekt wollen wir jedoch ausdrücklich hinweisen. Die Polizei steht
dieser Tage unter hohem Druck. Wir wünschen uns von allen Beteiligten gegenseitigen Respekt. Wir fordern Gewaltlosigkeit seitens der Demonstranten und die Vermeidung von polizeilicher Gewalt am gewaltlosen Protest. Zeigen wir der Welt gemeinsam, dass wir Hass und Gewalt nicht in unserer Mitte haben wollen! Setzen wir ein Zeichen für eine weltoffene und gerechte Gesellschaft und für die Menschenrechte.

Euer FSR Chemie/Lebensmittelchemie


Last modified: 26.01.2012 17:51
Author: Redaktion Fachschaftsrat Chemie/Lebensmittelchemie