Piktogramm-Newsletter
Der Aufruf ist auch zu finden unter: http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/fakultaet_mathematik_und_naturwissenschaften/fachrichtung_chemie/fsr/dateien/13februar-pdf
Werte ChemikerInnen und LebensmittelchemikerInnen an der
TU Dresden,
der Jahrestag der Bombardierung Dresdens rückt näher. Wie die
Jahre zuvor, bringt dieses Ereignis die Erinnerung an ein
schreckliches Kapitel Dresdner Geschichte in unser Bewusstsein
zurück. Thematisch wird dieser Tag in nächster Zeit zum Anlass
für die öffentliche Auseinandersetzung mit der Zeit des
Nationalsozialismus, den Ideologien des Dritten Reiches und der
Frage der „richtigen“ Vergangenheitsbewältigung genommen.
Der FSR Chemie/Lebensmittelchemie findet es wichtig, sich mit
diesen Themen differenziert und intensiv auseinanderzusetzen,
um einer einseitigen Interpretation möglichst aufgeklärt
gegenüber zu stehen. In unserer demokratischen Gesellschaft ist
kein Platz für Gewalt, Ausgrenzung und Extremismus.
Als Vertreter der Studierendenschaft setzen wir uns für einen
hochwertigen und objektiven Diskurs aller Themen ein. Wir sind
der Meinung, dass der Diskurs immer das beste Mittel in Politik
und Gesellschaft ist, um Meinungsverschiedenheiten zu
beseitigen, Streit im Keim zu ersticken, Gewalt abzuwenden und
vorzubeugen sowie einen respektvollen Umgang miteinander zu
gewährleisten.
Der FSR Chemie/Lebensmittelchemie lehnt Gewalt und
extremistische Positionen in ihren Grundzügen und Auswirkungen
ab und bekennt sich zur Freiheit und den Grundrechten jedes
einzelnen Menschen.
Deshalb rufen wir alle Menschen dazu auf, am Diskurs um die
Themen des 13. Februar zu partizipieren und sich vor diesen
Themen nicht zu verschließen oder zu verstecken. Ein Jeder möge
seinen Weg finden, aktiv zu werden und sich einzubringen. Wir
glauben, dass Jeder Zeichen setzen kann gegen Hass und Gewalt
sowie für Gewaltlosigkeit und gegenseitigen Respekt und dass
dies zu jeder Zeit, besonders aber rund um den 13. Februar, von
großer Wichtigkeit ist. Diverse Veranstaltungen finden statt,
auch an unserer Universität. Wer weiterführende Informationen
zu den Veranstaltungen rund um den 13. Februar sucht, kann sich
gerne vertrauensvoll an uns wenden, wir werden euch dann an die
entsprechenden Personen verweisen.
Auf einen Aspekt wollen wir jedoch ausdrücklich hinweisen. Die
Polizei steht
dieser Tage unter hohem Druck. Wir wünschen uns von allen
Beteiligten gegenseitigen Respekt. Wir fordern Gewaltlosigkeit
seitens der Demonstranten und die Vermeidung von polizeilicher
Gewalt am gewaltlosen Protest. Zeigen wir der Welt gemeinsam,
dass wir Hass und Gewalt nicht in unserer Mitte haben wollen!
Setzen wir ein Zeichen für eine weltoffene und gerechte
Gesellschaft und für die Menschenrechte.
Euer FSR Chemie/Lebensmittelchemie