|
|
This document is not available in the language you requested. It is therefore shown in
Deutsch
Prof. Dr. Dr. h.c. Ingo Kolboom (Frankreichstudien und Frankophonie)
Prof. Kolboom
[Kurzvita] [Profil und Forschungsschwerpunkte] Lehrveranstaltungen 1994-2012 Abschlussarbeiten Publikationen Fotoimpressionen von: Abschiedsvorlesung "Lectures" mit Weggefährten Abschiedsfeier im Bärenzwinger Dresden Berufliches
Auszeichnungen
Andere Funktionen
u.a.
PROFIL UND FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE Die Professur Frankreichstudien und Frankophonie (französischsprachige Welt), ursprünglich nur als Professur für Frankreichstudien ausgeschrieben, wurde zum 30. März 1994 erstmals besetzt und nimmt Aufgaben der Lehre und Forschung im Bereich der Landes- und Kulturstudien französischsprachiger Länder und Regionen wahr. Diese Studien sind nicht nur gegenwartsbezogen, sondern schließen die historische Entwicklung der frankophonen Kulturräume ein. Dies als unverzichtbare Voraussetzung auch für gegenwartsbezogene, selbst angewandte Landes- und Kulturstudien. Dies ist - zusammen mit einigen wenigen Ausnahmen - in der deutschen Romanistik eine in dieser Breite herausragende Definition im Bereich der Landesstudien/wissenschaften. Erster Inhaber der Professur ist seit dem 30. März 1994 Prof. Dr. Ingo Kolboom, bis dahin Forschungsdirektor und Leiter der Arbeitsstelle "Frankreich/deutsch-französische Beziehungen" im Forschungsinstitut der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) e.V., Bonn, seit 1995 Mitglied im Deutsch-Französischen Kulturrat. Im Bereich der "Frankreich-Studien" geht es nicht nur um Frankreich als isolierten Forschungs- und Lehrgegenstand (Geschichte, Gesellschaft, Politik, Kultur und Wirtschaft). Es soll auch der prägenden Rolle Frankreichs in der europäischen Geschichte und Gegenwart sowie in der internationalen Gemeinschaft französischsprachiger Staaten (Frankophonie) und in der internationalen Politik Rechnung getragen werden. Darüber hinaus soll das besondere nachbarschaftliche Verhältnis Frankreich-Deutschland und dessen Bedeutung für die Gestaltung europäischer Politik und Identität(en) unterstrichen werden. Der Standort Dresden legt dabei eine zusätzliche Berücksichtigung der sächsisch-französischen Beziehungen in Geschichte und Gegenwart sowie der mittel- und osteuropäischen Perspektive nahe. Über diese Dimensionen hinaus gilt das besondere Augenmerk dieser Professur der gesamten französischsprachigen Welt (Frankophonie), also dem kolonialen Erbe Frankreichs und Belgiens in der Welt. Im Vordergrund stehen dabei die Frankophonie als strukturierte Gemeinschaft französischsprachiger bzw. partiell französischsprachiger Länder und Regionen, ihre kulturellen und politischen Strategien. Der Aufbau eines französischsprachigen Commonwealth als Teil- oder Subsystem der internationalen Beziehungen ist neu und findet erst seit einigen Jahren in der Forschung und Politikbeobachtung Beachtung. Die Dresdner Romanistik versteht sich hier als Schnittstelle mehrerer Disziplinen, die diesem Phänomen auf Grund von Sprachbarrieren und Kulturmauern sowie einseitige Orientierung auf die englischsprachige Welt und Forschung zu wenig Beachtung schenken. Ausgewiesene regionale Schwerpunkte sind neben der europäischen Frankophonie, den überseeischen Gebieten Frankreichs und dem frankophonen Nord- und Schwarzafrika insbesondere das frankophone Nordamerika mit seinem politisch-sprachlichen Zentrum in Kanada bzw. Québec. Die zusätzliche Ausrichtung auf die Franko-Kanadistik liegt nicht nur im Eigenwert der nordamerikanischen Frankophonie seit dem 17./18. Jahrhundert als Teil der "Neuen Romania" begründet (und soll damit auch das von der Anglophonie bestimmte Nordamerikabild relativieren). Sie soll auch dem besonderen Stellenwert Quebecs in der Verbindung Frankreich/Europa-Amerika Rechnung tragen und damit die Frankophonie in Nordamerika als Teil der französischen und europäischen Geschichte in Erinnerung rufen. Im Sinne interregionaler Beziehungen soll darüber hinaus ein besonderes Verhältnis zwischen der französischsprachigen Provinz Québec und dem frankophilen Freistaat Sachsen gepflegt werden. Daher wurde zusammen mit zwei Kollegen am Institut für Romanistik (Prof. Dr. Maria Lieber, Sprachwissenschaften, und Prof. Dr. Edward Reichel, Literaturwissenschaft) im Juli 1994 das "Centrum für interdisziplinäre frankokanadische Forschungen/Quebec-Sachsen" (CIFRAQS) gegründet. Die Aktivitäten des CIFRAQS sind einem gesonderten Bericht zu entnehmen (siehe |
Dates
05.06.2012
18:00
-
ContactPostanschrift des InstitutsInstitut für RomanistikFakultät Sprach, Literatur- und Kulturwissenschaften Technische Universität Dresden 01062 Dresden Sekretariat des InstitutsFrau K. SchmidtZeunerstr. 1d/412 Tel.: 463-37689 Fax.: 463-37702 WebmasterThomas Wähnert |