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Stationäre Krankenversorgung


Die ärztliche und pflegerische Betreuung auf der Krankenstation

Die medizinische Betreuung umfaßt neben den diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen die Pflege und psychologische Begleitung unserer Patienten. Durchschnittlich werden 1000 bis 1040 Patienten je Jahr auf unserer Bettenstation betreut. Uns stehen dafür 25 Betten und 2 Intensivpflegebetten in modern ausgestatteten 1-, 2- und 3- Bettzimmern zur Verfügung. Hauptsächlich  werden  Patienten mit   Tumoren,  Schädelfrakturen,  Dysgnathien, ausgedehnten Knochen- und Weichteilentzündungen sowie größere Spaltkinder stationär betreut.










Die Krankenpflege auf dem mund-, kiefer- und gesichtschirurgischen Fachgebiet hat in den letzten Jahren einen tiefgreifenden Wandel erfahren.  Sie ist umfangreicher  und spezieller geworden. Infolge der Erweiterung des operativen Spektrums und der Anstieg der Operationszahlen haben sich die pflegerischen Anforderungen auch auf unserer Normalstation tiefgreifend geändert, auch wenn Patienten mit schweren Grunderkrankungen oder Frischoperierte nach ausgedehnten Operationen vorerst auf der Intensivpflegestation betreut werden. Die umfangreicheren und spezialisierten Operationen bringen einen stetigen Anstieg der Pflegearbeit mit höheren Ansprüchen mit sich. Die Stationsarbeit wird von 17 Vollschwestern, einer teilzeitbeschäftigten Schwester, einer Hilfskraft mit Verantwortung für die Küche und zwei Zivildienstleistenden durchgeführt. Zusätzlich stehen zwei zahnärztliche Helferinnen den Ärzten bei notwendigen Wundkontrollen und kleineren zahnärztlichen  und kieferchirurgischen Eingriffen zur Seite. 




Durch die Einführung eines neuen Arbeitsmodells der ärztlichen Betreuung auf Station können die erforderlichen pflegerischen Maßnahmen zwischen verantwortlichem Arzt und der zuständigen Schwester besser und effektiver abgesprochen, eingeleitet und durchgeführt werden. Im täglichen Stationsdienst hat sich diese Zimmerzuständigkeit für das Pflegepersonal und die Ärzte bei der Patientenbetreuung gut bewährt, zumal dadurch die Arbeitszeit besser genutzt wird und die Patienten jeweils eine pflegerische und eine ärztliche Bezugsperson haben. Regelmäßige Visiten des Stationsarztes, der Oberärzte und des Chefarztes ergänzen dieses Prinzip. Durch den zuständigen Oberarzt werden zu Wochenbeginn gemeinsam mit der Stationsschwester und der leitenden OP-Schwester die planbaren wöchentlichen Operationen besprochen und somit besondere Maßnahmen prä- und postoperativ eingeleitet. Zusätzlich erfolgt 14-tägig eine Gesamtstationsbesprechung unter der  Leitung  des     Stationsoberarztes   zur   Verbesserung   der Arbeitsorganisation,  der  fachlichen Weiterbildung und zur Abstellung von Mängeln.

Die Pflegedokumentation ist ein wesentlicher Bestandteil der Qualitätssicherung. Leider hat sich aber auch der Umfang weiterer Verwaltungs- und Dokumentationsaufgaben deutlich erhöht. Die dafür benötigte Zeit geht der psychischen und physischen Betreuung unserer Patienten verloren.

Stand:   09.06.2008 15:36
Autor: Ralph Schneider

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