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Internationale Spitzenforscher diskutieren zum Stressorgan Nebenniere

Vom 20. bis 22. Januar findet in Dresden die 10. Deutsche Nebennierenkonferenz statt


Stress wird im heutigen Alltag zunehmend zu einem Problem, denn zuviel Stress macht den menschlichen Körper krank. Als zentrale Stressorgane sind die Nebennieren für die Verarbeitung von Stress verantwortlich. Sie schütten stressregulierende Stoffe aus. Doch immer mehr Stress führt immer öfter zu Störungen im Stoffwechsel und in der Folge zu Volks- und chronischen Krankheiten. Auf der 10. Deutschen Nebennierenkonferenz diskutieren international führende Wissenschaftler neue therapeutische Ansätze zur Bewältigung von Stresskrankheiten. Organisiert wird der Kongress von Wissenschaftlern der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie.

Depressionen, Herz- und Kreislauferkrankungen, Diabetes, Neuro- und Immunerkrankungen nehmen weltweit ständig zu. Eine entscheidende Ursache hierfür liegt im zunehmenden Stress des normalen Alltags. „Steht der Mensch unter Stress, schüttet sein Organismus Hormone und Nervenbotenstoffe aus, die ihm helfen, die Situation zu bewältigen. Dies sind Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin. Produziert werden die Stressregulierer in den Nebennieren. Darum gelten die Nebennieren als zentrale Stressorgane“, so die Dresdner Nebennieren-Forscherin Dr. Monika Ehrhart-Bornstein von der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden. „Wird Stress zum Dauerzustand, nimmt die verstärkte Produktion von Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol Einfluss auf den gesamten Organismus. Denn diese Stoffe sind für den Kohlenhydrathaushalt, den Fettstoffwechsel und den Proteinumsatz von entscheidender Bedeutung. So ist zum Beispiel das Stresshormon Cortisol wie ein Nährstoff für die Fettzellen im Körper. Verursacht durch zunehmenden Stress geraten die verschiedenen Stoffe schließlich aus dem Gleichgewicht.“ Die Folgen sind chronische und Volkskrankheiten wie Depressionen, Herz- und Kreislauferkrankungen oder Neuro- und Immunerkrankungen.

Auf der 10. Deutschen Nebennierenkonferenz diskutieren in Dresden internationale Spitzenforscher neue diagnostische und therapeutische Ansätze, um den Folgen von Stress entgegenzusteuern. Organisatoren des Kongresses sind Dr. Monika Ehrhart-Bornstein und Prof. Dr. Graeme Eisenhofer, ebenfalls von der Medizinischen Klinik und Poliklinik III, in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie.

Dass Dresden Austragungsort des Kongresses ist, zeigt die Bedeutung des Forschungsstandorts im Bereich Nebenniere. So gehören Prof. Dr. Stefan R. Bornstein, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik III, Dr. Ehrhart-Bornstein sowie Prof. Eisenhofer international zu den führenden Nebennieren-Experten. Unter Leitung von Prof. Bornstein und gefördert mit 3,2 Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geht die klinische DFG-Forschergruppe „Microenvironment of the Adrenal in Health and Disease“ den molekularen Mechanismen zwischen dem Gewebe der Nebennieren und den umgebenden Zellen auf den Grund, um neue Antworten zur Bekämpfung von Stresskrankheiten zu finden.

Während des dreitägigen Kongresses werden neben der Stressforschung noch weitere Schwerpunkte bei der Nebenniere und ihren Krankheiten gesetzt, beispielsweise zu Nebennierentumoren oder Nebennieren-Versagen. „Durch den intensiven Austausch mit führenden Wissenschaftlern erwarten wir neue Erkenntnisse und damit für die Zukunft mögliche neue Therapieansätze“, so Dr. Monika Ehrhart-Bornstein. Weitere Informationen unter: http://www.endokrinologie.net/download/veranstaltungen/12011001.pdf

Kontakt:
Medizinische Klinik und Poliklinik III
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
Technische Universität Dresden
Dr. rer nat. Monika Ehrhart-Bornstein
Tel.: +49 0351 458 6130
Fax: +49 0351 458 7334
E-Mail: Monika.ehrhart-bornstein@uniklinikum-dresden.de  
Internet: www.mk3.uniklinikum-dresden.de

 


Last modified: 18.01.2012 11:08
Author: Konrad Kästner

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