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Professur für Theorie künstlerischer Gestaltung und Kunstpsychologie

Prof. Dr. paed. habil. Marie-Luise Lange

Kontakt:

Tel: +49 (0) 351 463-3 57 17
Fax: +49 (0) 351 463-3 58 50
E-Mail: Mail an marie-luise.Lange@tu-dresden.demarie-luise.lange@tu-dresden.de
Web: www.marie-luise-lange.de 

Sprechstunde Sommersemester 2012

Dienstag 15.30-16.30 Uhr

Sekretariat

Frau Meusinger




Akademischer Werdegang


2009

Künstlerische Leitung eines trinationalen Projektes mit deutschen, tschechischen und kosovarischen jungen Menschen zum Thema „Individuelle künstlerische Zuhänge zum kollektiven Gedächtnis und zur Erinnerungskultur“; Präsentation der Ergebnisse am 19.5.09 in Pristina und als Ausstellung „Places of memory - memory of places“ vom 14.10.- 7.11.09 in der TU Dresden

seit 2001 bis 2009

Seit 2008 gemeinsame Performancelehre im Sommersemester im Künstlerdorf Rehlovice/Tschechien mit dem Performancekünstler BBBJohannes Deimling

Organisation von 18 öffentlichen Performance- und Videowerkstätten, in denen Studierende ihre künstlerischen Arbeiten präsentierten;

Organisation, Vor- und Nachbereitung von 4 Exkursionen zu den Biennalen in Venedig und 2 Exkursionen zur Documenta XI und XII in Kassel

Herausgabe von drei Biennalekatalogen mit Texten von Studierenden zu den Biennalen in Venedig einschließlich DVD und einer Textsammlung zur Documenta XI

2001

Berufung zur Professorin für Theorie künstlerischer Gestaltung ans Institut für Kunst- und Musikwissenschaft Bereich Kunstpädagogik der TU Dresden

1998/99-2000

Lehraufträge an Universitäten und FHS in Paderborn, Potsdam, Berlin, Giessen, Essen

2000

SS 2000 Gastdozentin an der UdK Berlin

Habilitation zum Thema: "Grenzüberschreitungen - Wege zur Performance. Körper - Handlung - Intermedialität im Kontext ästhetischer Bildung"

1999/2000

WS 1999/2000 Vertretungsprofessur C4 für Prof. Dr. Angela Ziesche an der Universität Siegen

1992-1998

Wissenschaftliche Assistentin bei Prof. Dr. Axel von Criegern am Institut für Kunstpädagogik der Justus-Liebig-Universität Giessen mit dem Ziel - Habilitation in Kunstpädagogik

Durchführung von fünf öffentlichen Performancewerkstätten mit Studierenden

1991 - 1992

Leiterin des Schülerfreizeitzentrums Berlin-Mitte, verantwortlich für die Neustrukturierung dieses ehemaligen Pionierhauses in ein interdisziplinär arbeitendes künstlerisches Jugendfreizeitzentrum, heute „Weinmeisterhaus“ Berlin-Mitte

1990

Teilnahme an der ersten gesamtdeutschen FrauenKunstPädagogik-Tagung in Frankfurt am Main

1985 -1990

Lehrerin im Hochschuldienst an der HUBund Kunstunterricht in den der Humboldt-Universität angegliederten Mathematik-Physik-Spezialklassen 11 und 12

1985

Promotion in Kunstpädagogik zur Phantasieentwicklung von Schülern im Mittelschulbereich

1982

Geburt des Sohnes Hendrik

1979

Geburt der Tochter Judith

1978 - 90

wissenschaftliche Assistentin in der Abteilung Kunstpädagogik an der HUB; mehrjähriger Forschungsunterricht in Kunst an verschiedenen Berliner Schulen; Künstlerische Arbeit in den Grafikwerkstätten des Instituts für Kunstpädagogik unter der Mentorenschaft von Prof. Gernot Richter

1977-1978

Forschungsstudentin der HUB mit dem Ziel einer Promotion

1973-1977

Studium Gymnasiallehramt Kunst und Germanistik an der Humboldt-Universität Berlin mit Diplomabschluß und Staatsexamen




Lehre


Das Hauptanliegen meiner Lehre besteht darin, komplexe kommunikative Prozesse über historische, moderne und zeitgenössische Kunst aber auch über alle die Bildwissenschaften und den Umgang mit Medien, Werbung, Film und Alltag betreffenden Phänomene zu stiften. Ich möchte Impulse zum selbständigen experimentellen ästhetischen Forschen und zur Auseinandersetzung mit solchen künstlerischen Positionen geben, die im zeitgenössischen Kunst- und Mediendiskurs aber auch im Hinblick auf die spätere Arbeit mit SchülerInnen im Schulkontext eine Rolle spielen. Besonders wichtig ist mir die Verknüpfung von Kunst, Kunsttheorie und Kunstpädagogik mit Bezugsfeldern wie Soziologie, Philosophie, Psychologie und Psychoanalyse, Jugendkultur und Jugendästhetik, Wahrnehmungs- und Zeichentheorie, zu Medienwissenschaft, Politik, Geschichte und Germanistik uam. sowie zu den anderen Künsten.

In meinen theoretischen Lehrveranstaltungen, in denen wir uns mit künstlerischen, kunst- und medientheoretischen Problemstellungen der ersten und zweiten Moderne unter Rückbezug auf kunstgeschichtliche Positionen auseinandersetzen, untersuchen wir Kunstwerke und künstlerische Strategien Prämissen wie denen der modernen Subjektpositionierung und Identitätsreflexion, der Entwicklung von Intermedialität, des Körper- und Genderdiskurses, der Spiegelung internationaler Erinnerungskulturen in der Kunst, der Entwicklung prozessorientierter und mediengestützter Kunstformen uam..

Meine Lehrveranstaltungsmethode visiert an, die sonst oft vereinzelt studierenden Individuen durch künstlerische und problemorientierte Aufgaben in Gruppenprozessen zu gemeinsamem Arbeiten und Nachdenken zu motivieren und anhand experimenteller ästhetischer Ereignisse theoretische Hintergründe zu visualisieren und zu problematisieren.

Die Vorlesung „Kunst nach 1945“ stellt ausgewählte künstlerische Strategien, Programme und KünstlerInnen in der 2. Dekade des 20. Jh./Beginn 21.Jh. vor.

Die Performanceseminare experimentieren mit dem Gewöhnlichen und entdecken im Alltäglichen das Außergewöhnliche. Sie eröffnen den Studierenden ein Bewusstsein für die Bedeutung der Komponenten Körper, Handlung, Raum und Zeit innerhalb prozessorientierter Kunst und befähigen sie den eigenen Körper und die eigenen Gesten, Mimik und Bewegungsformen, innere und äußere Räume, Gegenstände und Materialien, Töne und Klänge, Zeiten und Rhythmen zu erforschen und eigene Performancehandlungen zu erfinden. Interventionen in Außenräumen funktionieren als experimentelle Feldforschung und üben die Interaktion zwischen Studierenden und Öffentlichkeit.


Forschungsschwerpunkte

Meine Hauptforschungsbereiche liegen auf dem Gebiet der Performance Art, der Theorieentwicklung zum Betriebssystem Kunst in der 2. Moderne, der Entwicklung von Kunstpraxis- und Vermittlungskonzepten im Rahmen ästhetischer Forschung, der Entfaltung handlungsorientierter Produktions- und Rezeptionsstrategien, site specific performance + Kunst im öffentlichen Raum sowie als kommunikative Praxis;


Künstlerisch beschäftige ich mich vor allem mit Performance, Fotografie, Zeichnung und konzeptueller Kunst sowie mit dem Verfassen von Texten.


Publikationen (Auswahl)

Bücher

Performativität erfahren Aktionskunst lehren – Aktionskunst lernen.(Hg.) Berlin, Milow 2006

Grenzüberschreitungen Wege zur Performance. Körper - Handlung - Intermedialität im Kontext ästhetischer Bildung. Gekürzte Habilitationsschrift; Königstein/Taunus 2002

Artikel

Zur Erzeugung doppelter Wochheit. In: carl-peter buschkühle; joachim kettel; mario urlaß (HG.): horizonte internationale kunstpädagogik. Beiträge zum Internationalen InSEA-Kongress "horizons/horizonte - insea 2007germany" in Heidelberg und Karlsruhe. 17. bis 20. Juli 2007. oberhausen 2009

"Es macht Spaß modern zu sein..." DJ Hell oder J. Meese meets Barock. In : Franz Billmayer (Hg.): Nahcgefragt Was sie Kunstpädagogik leisten kann. Bd 2 München 2009

Die beharrliche Sinnsuche ist eine bedauerliche Disposition des Geistes“ (A. und B. Blume) In: Manfred Blohm; Sara Burkhardt; Christine Heil (Hg.): Kurze Texte zur Kunstpädagogik , Flensburg 2008


Das Unvordenkliche – zur Entstehung surrealer Körper-Sprach-Räume in der Performancekunst. In: Ruth Hampe; Peter B. Stalber (Hg.): Grenzüberschreitungen Bewußtseinswandel und Gesundheitshandeln. Berlin 2007


Kunstpädagogik muss ihn hörbar machen – „den essenziellen Klang eines jeden“ In: ManfredBlohm; Christine Heil; Maria Peters; Andrea Sabisch; Fritz Seydel (Hg.): Über Ästhetische Forschung. Lektüre zu Texten von Helga Kämpf-Jansen. München 2006


Historische und aktuelle Kreuzfahrten des Performativen - Überlegungen zur Prozess- und Handlungskunst. In: Prozesskunst in der Schule I Eine Annäherung in Theorie und Praxis. Dokumentation der Arbeitstagung des KLIP-Projekts in Zusammenarbeit mit dem BDK-Landesverband Berlin vom 29.11. - 30.11.2002, Berlin 2004


"Kunst zwischen Augenblick und Prozess - Vom Schein der Bewegung im Bild zur Bewegung des Bildes, von der Kontemplation des Betrachters zur Aktion des Users“

gemeinsam mit Günter Kracht In: "Wissenschaftliche Zeitschrift der TU Dresden" 2004

"Der zersplitterte Spiegel. Vom künstlerischen Spiel mit Identitäten."  In: Heidi Richter; Georg Peetz (Hrg.): Kind - Kunst - Kunstpädagogik Beiträge zur ästhetischen Erziehung. Frankfurt, Erfurt , Norderstedt, 2004

" `Open your eyes!`, wirf einen zweiten Blick und setz' dich in Bewegung." In: Johannes Kirschenmann; Rainer Wenrich; Wolfgang Zacharias (Hrg.): Kunstpädagogisches Generationengespräch Zukunft braucht Herkunft. München 2004

" `...und setzte mich frei`  Von der Kunst, sich im Handeln zu finden" In: Carl Peter Buschkühle (Hrg.): Perspektiven künstlerischer Bildung. Texte zum Symposium Künstlerische Bildung und die Schule der Zukunft. Köln 2003

" `...den Linien des Lebens entlehnt` - Provokante Wunderkammern zwischen Hosentasche und Kunstruine."  In: Reimar Stielow; Ulrike Hentschel (Hrg.): Fragen. HfBK Braunschweig Jahrbuch 5. Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, Köln 2003

Performative Dialoge - Spielerische Kontakte zwischen Live-Performance und medialer Bilderzählung“ In:„Korrespondenzen“ Zeitschrift für Theaterpädagogik, Heft 39, Okt. 2001

"Zum Spagat zwischen Aufgabe und offener ästhetischer Selbstbildung im Prozeß kunstpädagogischer Arbeit" In: Manfred Blohm (Hrg.): Leerstellen. Perspektiven für ästhetisches Lernen in Schule und Hochschule. Köln 2000

"Die Spur führt immer zu uns zurück" In: Angela Ziesche; Stefanie Marr (Hrg.): Rahmen aufs Spiel setzen. FrauenKunstPädagogik. Königstein/Taunus 2000

"Das UND und das QUER" In: Texte 5 Bettina Uhlig; Frank Schulz (Hrg.): Prozesshafte Kunst im Unterricht. Tagungsmaterial. Institut für Kunstpädagogik Leipzig März 2000

"Schneisen im Heuhaufen Formen von Performance Art" In: Hanne Seitz (Hrg.) Schreiben auf Wasser Performative Verfahren in Kunst, Wissenschaft und Bildung. Essen 1999

KörperKonTexte“In: Johannes Kirschenmann;Ellen Spickernagel; Gerd Steinmüller (Hrg.) Ikonologie und Didaktik. Festschrift für Prof. Dr. Axel von Criegern zum 60 Geburtstag. Weimar 1999


Redaktion des Kunst&Unterricht Heftes 273/ Juni 2003 zum Thema „Performance“ mit CD-ROM

Eigene Beiträge im Heft 273:

it happens…Kreuzfahrten des Performativen“

Performanceübungen und Aufgabenstellungen“

Performances zwischen Aufführungskunst und kommunikativer Praxis“

Performative Demonstrationsformen“ zus. mit Günter Kracht

CD-ROM mit gekürzten Beispielen von Künstlerperformances


Last modified: 11.04.2012 13:21
Author: Carsten Vogel

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