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Juniorprofessur für Kunst und ihre Didaktik mit dem Schwerpunkt neue Medien

Jun.-Prof. Dr. Sara Burkhardt

Kontakt:


Tel: +49 (0) 351 463-3 57 10
E-Mail: sara.burkhardt@tu-dresden.de
Web: burkhardt.wordpress.com
Büro: ABS 20, Raum 115B

Sprechstunde im SoSe

Dienstag 17-18 Uhr
und nach Vereinbarung (E-Mail)

ACHTUNG! Die Sprechstunde am 15.05. 
muss leider wegen eines auswärtigen
Termins entfallen. Sie können in dringenden
Fällen per Mail einen Extra-Termin vereinbaren.

Sekretariat:

Frau Deichmann
                                                                                               



Lehre im Sommersemester 2012:


Denken/Lernen/Austauschen: dOCUMENTA (13)
Zeitgenössische Modelle ästhetischer Bildung (MA)
Di (5) ABS, Keller Blaues Haus
Der Schwerpunkt des Seminars liegt auf der Entwicklung und Planung von Unterrichts- und Vermittlungssituationen, ausgehend von den eigenen Untersuchungen der Teilnehmenden im Vorfeld der dOCUMENTA und auf der dOCUMENTA selbst. Wir setzen uns auch mit dem Vermittlungskonzept der dOCUMENTA auseinander. Die Erarbeitung von Modellen, Methoden und Begrifflichkeiten anhand fachdidaktischer Texte unterstützt diese Arbeit.
Das Seminar findet in enger inhaltlicher Abstimmung mit dem dOCUMENTA-Seminar von Prof. Lange statt, wird aber einen stärkeren fachdidaktischen Fokus haben.
Die Teilnahme an der Exkursion zur dOCUMENTA vom 15.-17.06.2012 wird den Teilnehmenden empfohlen. Anmeldung über das Sekretariat der Kunstpädagogik (Frau Meusinger).
Dies ist ein Pflichtseminar für Master-Studierende (MAK-DID-VT 4), Studierende Lehramt/Staatsexamen können einen Kunstdidaktik-Schein erlangen. 

d13.documenta.de 

https://bildungsportal.sachsen.de/opal/url/RepositoryEntry/3204153347 



Akademischer Werdegang:

WS 10/11
Lehrauftrag "Ästhetische Rezeption und Produktion" an der Universität Luxemburg
Seit SoSe 10
Juniorprofessorin für Kunst und ihre Didaktik mit dem Schwerpunkt neue Medien an der TU Dresden 
WS 09/10
Vertretung der Professur für Kunstpädagogik an der TU Dresden, Institut für Kunst- und Musikwissenschaft
2007
Abschluss der Dissertation („Netz Kunst Unterricht. Künstlerische Strategien im Netz und kunstpädagogisches Handeln“) an der HBK Braunschweig bei Prof. Henning Freiberg, promoviert 2007
Seit 2006  
Wiss. Mitarbeiterin an der Universität Flensburg, Institut für Ästhetisch-Kulturelle Bildung, Abteilung Kunst
2001 - 2006 Studienrätin (Kunst und Englisch) am Gymnasium Grootmoor in Hamburg
2001 Zweites Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasium
1999 – 2001 Referendariat am Studienseminar Hamburg


1998 Erstes Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien
1993 – 1998
Studium der Kunstpädagogik an der HBK Braunschweig
Künstlerische Grundklasse an der HBK Braunschweig bei Prof. Siegfried Neuenhausen, Fachklasse Bildhauerei bei Prof. Johannes Brus
1995 – 1999 Tutorin von Prof. Henning Freiberg in der Arbeitsstelle für Computergrafik und Ästhetische Erziehung (ACE) an der HBK Braunschweig
1993 – 1996 Studium der Anglistik, Pädagogik und Philosophie an der TU Braunschweig
1992 – 1993 Studium der englischen und anglo-irischen Literaturwissenschaften am Trinity College Dublin, Irland
1990 – 1992 Studium der Anglistik und Germanistik (Höheres Lehramt) an der Universität Hamburg

   

Weitere Aktivitäten:

Seit 2008 Mitherausgeberin der Fachzeitschrift Kunst+Unterricht (Friedrich Verlag)
2007-2011 Mitglied im Leitungsteam von kiss (Kultur in Schule und Studium ; http://www.bdk-online.info/kiss ) – Der BDK vergab in Kooperation mit dem Siemens Stiftung und gefördert durch die Robert Bosch Stiftung Projektstipendien an Studierende der Kunstpädagogik
Referentin für Hochschulen im BDK e.V. Fachverband für Kunstpädagogik (http://www.bdk-online.info )

Publikationen (Auswahl):

  • In der Welt sein – Kunst und Medienkultur in Bildungsprozessen. In: (Medien-) Bildung. Potenziale der digitalen Kultur für kreative Schaffensprozesse. KJF; jfc (Hg.): medienconcret. Magazin für die medienpädagogische Praxis. Köln / Remscheid 2011.
  • keywords: raum, klang, hacking, system, processing, montage, übersetzung. Kunst und aktuelle Medienkultur in der Schule 3. In: BDK e.V. Fachverband für Kunstpädagogik; Siemens Stiftung (Hg.): Kunst und aktuelle Medienkultur in der Schule 3. Fünf Unterrichtseinheiten zu den Künstlern Christoph Girardet, Jakob Kolding, Gerald Nestler, Susan Philipsz und Katarina Zdjelar. München 2011. S. 6-11.
  • Räume netzbasierter Kunst. In: Bering, Kunibert; Höxter, Clemens; Niehoff, Rolf (Hg.): Orientierung: Kunstpädagogik. Bundeskongress der Kunstpädagogik 22.-25. Oktober 2009. Oberhausen: Athena Verlag, 2010. S. 363-369.
  • Das Netz als künstlerisches Medium. Neue Räume für kunstpädagogische Forschung. In: Meyer, Torsten; Sabisch, Andrea (Hg.): Kunst Pädagogik Forschung. Aktuelle Zugänge und Perspektiven. Bielefeld: transcript 2009
  • Handlungsraum Netz. Kunst+Unterricht Nr. 338. Velber: Friedrich Verlag, 2009.
  • Die Küche neu konfigurieren: Küchenvernetzungen – Küchenordnungen. In: Manfred Blohm / Sara Burkhardt / Christine Heil (Hg.): Tatort Küche. Kunst, Kulturvermittlung, Museum. Die Küche als Lebens- und Erfahrungsraum. Schriftenreihe Medien – Kunst- Pädagogik Band 3, Flensburg University Press 2009.
  • Netz Kunst Unterricht. Künstlerische Strategien im Netz und kunstpädagogisches Handeln. München: kopaed, 2007.


Herausgebertätigkeit:

  • Mitherausgeberin der Fachzeitschrift SCHÜLER: „Online_Offline Aufwachsen mit virtuellen Welten“ des Friedrich Verlages (Seelze). Seelze 2011.
  • Mitherausgeberin von Kunst+Unterricht. Fachzeitschrift des Friedrich Verlages (Seelze). Zusammen mit Constanze Kirchner, Dietrich Grünewald, Johannes Kirschenmann, Frank Schulz, Hubert Sowa und Jochen Krautz.
  • Mitherausgeberin des Buches „Tatort Küche“. Alltagskultur, Kunst und Ausstellungskontext – Wo Menschen leben: die Küche als Lebens- und Erfahrungsort. Flensburg: Flensburg University Press. Zusammen mit Manfred Blohm und Christine Heil.


Lehrverständnis

Lehren und lernen erfordert von Lehrenden und Studierenden die Fähigkeit, Möglichkeiten denken zu können. Wenn diese Fähigkeit entwickelt wird, kann Hochschule zum Erprobungsraum werden, im real erfahrbaren Raum und in digitalen Netzen. Zentraler Aspekt meiner Lehre ist das Herstellen und Erkennen von Verknüpfungen – es geht um Bezüge von Kunst zur Kultur- und Sozialgeschichte, von älterer zu aktueller Kunst. So sind zum Beispiel im Netz angewandte künstlerische Verfahren nicht vollständig neuartig. Einige haben ihre Wurzeln in der Kunst der Moderne und weisen Analogien zu anderen Formen der Gegenwartskunst auf. Diese Entwicklungen, Analogien und Differenzen werden in meinen Seminaren nicht nur in theoretischen Texten reflektiert. Als Ergänzung zur Rezeption kunstpädagogischer wie auch kunsttheoretischer und philosophischer Texte erfolgt die Betrachtung und Analyse von künstlerischen Arbeiten. Wichtig ist eine Rückbindung zu den Texten, um ihre Relevanz (und auch die der Werke) zu überprüfen. Inzwischen erscheint eine Trennung zwischen „analog“ und „digital“ in der künstlerischen Arbeit weitgehend obsolet. Interessant sind eher die Übergänge und Übersetzungen zwischen den Welten oder Räumen, hier gilt es genau hinzusehen, zu forschen und Begründungen zu finden.
Referate Studierender sind explizit Vermittlungssituationen, die sich durchaus an künstlerischen Vorgehensweisen orientieren können – ohne diese zu instrumentalisieren. Hier haben Studierende die Möglichkeit, auch innovative und ungewöhnliche Verfahren zu erproben, um ihren Fundus an Methoden zu erweitern. Das Seminar erweist sich als sozialer Raum und als Handlungsraum – und wird somit zur Gestaltungsaufgabe.
Aktueller Kunst unterstelle ich, dass ihre Methoden und Strategien Kindern und Jugendlichen neue Handlungsfelder eröffnen und ihnen ermöglichen, im Verlauf kommunikativer Arbeitsprozesse ihre individuellen Weltsichten in eigene gestaltete Produkte zu überführen. Kunst kann als eine Art Anleitung für den Umgang mit Bildern betrachtet werden: Kunst liefert Methoden, die eine kritische Auseinandersetzung mit einer zunehmend globalisierten audio-visuellen Kultur ermöglichen. Aktuelle Künstlerinnen und Künstler experimentieren mit Bildern, Bilder werden zu Material, zum Rohstoff. Künstler ordnen zum Beispiel Material im Netz neu, sie erfinden Strukturen und sie nutzen bestehende Strukturen zweckentfremdend. Im Umgang mit Codierungen, Symbolen und flüchtigen digitalen Bildern müssen sich Lernende zu sich selbst und zur Welt verhalten, gerade weil aktuelle Kunst unendlich viele unterschiedliche Perspektiven anbietet. In der aktiven, also handelnden Verknüpfung von Technologien, Wahrnehmung, Kommunikation und Darstellung werden Erkenntnisse möglich - Erkenntnisse darüber, wie die Welt ist, wie ich selbst in der Welt bin.

Last modified: 14.05.2012 22:51
Author: Johanna Oltmanns

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