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Deutsch
Juniorprofessur für Kunst und ihre Didaktik mit dem Schwerpunkt neue MedienJun.-Prof. Dr. Sara Burkhardt
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| WS 10/11 |
Lehrauftrag "Ästhetische Rezeption und Produktion" an der Universität Luxemburg |
| Seit SoSe 10 |
Juniorprofessorin für Kunst und ihre Didaktik mit dem Schwerpunkt neue Medien an der TU Dresden |
| WS 09/10 |
Vertretung der Professur für Kunstpädagogik an der TU Dresden, Institut für Kunst- und Musikwissenschaft |
| 2007 |
Abschluss der Dissertation („Netz Kunst Unterricht. Künstlerische Strategien im Netz und kunstpädagogisches Handeln“) an der HBK Braunschweig bei Prof. Henning Freiberg, promoviert 2007 |
| Seit 2006 |
Wiss. Mitarbeiterin an der Universität Flensburg, Institut für Ästhetisch-Kulturelle Bildung, Abteilung Kunst |
| 2001 - 2006 | Studienrätin (Kunst und Englisch) am Gymnasium Grootmoor in Hamburg |
| 2001 | Zweites Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasium |
| 1999 – 2001 | Referendariat am Studienseminar Hamburg |
| 1998 | Erstes Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien |
| 1993 – 1998 |
Studium der Kunstpädagogik an der HBK Braunschweig Künstlerische Grundklasse an der HBK Braunschweig bei Prof. Siegfried Neuenhausen, Fachklasse Bildhauerei bei Prof. Johannes Brus |
| 1995 – 1999 | Tutorin von Prof. Henning Freiberg in der Arbeitsstelle für Computergrafik und Ästhetische Erziehung (ACE) an der HBK Braunschweig |
| 1993 – 1996 | Studium der Anglistik, Pädagogik und Philosophie an der TU Braunschweig |
| 1992 – 1993 | Studium der englischen und anglo-irischen Literaturwissenschaften am Trinity College Dublin, Irland |
| 1990 – 1992 | Studium der Anglistik und Germanistik (Höheres Lehramt) an der Universität Hamburg |
Seit 2008 Mitherausgeberin der Fachzeitschrift
Kunst+Unterricht (Friedrich Verlag)
2007-2011 Mitglied im Leitungsteam von kiss (Kultur in Schule
und Studium ; http://www.bdk-online.info/kiss ) –
Der BDK vergab in Kooperation mit dem Siemens Stiftung und
gefördert durch die Robert Bosch Stiftung Projektstipendien
an Studierende der Kunstpädagogik
Referentin für Hochschulen im BDK e.V. Fachverband für
Kunstpädagogik (http://www.bdk-online.info )
Lehren und lernen erfordert von Lehrenden und Studierenden
die Fähigkeit, Möglichkeiten denken zu können. Wenn diese
Fähigkeit entwickelt wird, kann Hochschule zum Erprobungsraum
werden, im real erfahrbaren Raum und in digitalen Netzen.
Zentraler Aspekt meiner Lehre ist das Herstellen und Erkennen
von Verknüpfungen – es geht um Bezüge von Kunst zur Kultur- und
Sozialgeschichte, von älterer zu aktueller Kunst. So sind zum
Beispiel im Netz angewandte künstlerische Verfahren nicht
vollständig neuartig. Einige haben ihre Wurzeln in der Kunst
der Moderne und weisen Analogien zu anderen Formen der
Gegenwartskunst auf. Diese Entwicklungen, Analogien und
Differenzen werden in meinen Seminaren nicht nur in
theoretischen Texten reflektiert. Als Ergänzung zur Rezeption
kunstpädagogischer wie auch kunsttheoretischer und
philosophischer Texte erfolgt die Betrachtung und Analyse von
künstlerischen Arbeiten. Wichtig ist eine Rückbindung zu den
Texten, um ihre Relevanz (und auch die der Werke) zu
überprüfen. Inzwischen erscheint eine Trennung zwischen
„analog“ und „digital“ in der künstlerischen Arbeit weitgehend
obsolet. Interessant sind eher die Übergänge und Übersetzungen
zwischen den Welten oder Räumen, hier gilt es genau hinzusehen,
zu forschen und Begründungen zu finden.
Referate Studierender sind explizit Vermittlungssituationen,
die sich durchaus an künstlerischen Vorgehensweisen orientieren
können – ohne diese zu instrumentalisieren. Hier haben
Studierende die Möglichkeit, auch innovative und ungewöhnliche
Verfahren zu erproben, um ihren Fundus an Methoden zu
erweitern. Das Seminar erweist sich als sozialer Raum und als
Handlungsraum – und wird somit zur Gestaltungsaufgabe.
Aktueller Kunst unterstelle ich, dass ihre Methoden und
Strategien Kindern und Jugendlichen neue Handlungsfelder
eröffnen und ihnen ermöglichen, im Verlauf kommunikativer
Arbeitsprozesse ihre individuellen Weltsichten in eigene
gestaltete Produkte zu überführen. Kunst kann als eine Art
Anleitung für den Umgang mit Bildern betrachtet werden: Kunst
liefert Methoden, die eine kritische Auseinandersetzung mit
einer zunehmend globalisierten audio-visuellen Kultur
ermöglichen. Aktuelle Künstlerinnen und Künstler
experimentieren mit Bildern, Bilder werden zu Material, zum
Rohstoff. Künstler ordnen zum Beispiel Material im Netz neu,
sie erfinden Strukturen und sie nutzen bestehende Strukturen
zweckentfremdend. Im Umgang mit Codierungen, Symbolen und
flüchtigen digitalen Bildern müssen sich Lernende zu sich
selbst und zur Welt verhalten, gerade weil aktuelle Kunst
unendlich viele unterschiedliche Perspektiven anbietet. In der
aktiven, also handelnden Verknüpfung von Technologien,
Wahrnehmung, Kommunikation und Darstellung werden Erkenntnisse
möglich - Erkenntnisse darüber, wie die Welt ist, wie ich
selbst in der Welt bin.