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Deutsch
dynamische prüfung von Containern
Überblick"How the Shipping Container Made the World Smaller and the
World Economy Bigger" heißt es im Untertitel zu Marc Levinsons
Taschenbuch über die Evolution des Containers: "The Box".
Tatsächlich hat sich diese geniale Erfindung zur Symbolfigur
des heutigen Wirtschaftskreislaufs entwickelt. So einfach der
Container auch scheinen mag, so komplex sind die Anforderungen,
denen er im alltäglichen Einsatz genügen muss.
Im Ergebnis soll die Arbeit das Potential von Simulationsmethoden nutzen und dadurch Hersteller bei der Konzeption ihres Containers unterstützen, Prüfern bei der Versuchsdurchführung assistieren und Gutachtern bei der Ergebnisbewertung behilflich sein. Regelwerke und Ist-ZustandAm Anfang steht die Frage, nach welchen Regelwerken heute
die dynamische Beanspruchbarkeit der Container geprüft wird. Es
soll dargestellt werden, woher diese Regelwerke kommen und
wohin sie sich entwickeln werden. Bei der Untersuchung von
Gemeinsamkeiten und Unterschieden soll auch Fachliteratur aus
angrenzenden Prüfgebieten in Betracht gezogen werden, um
beispielsweise zu analysieren, ob das Zulassungskriterium eines
Containertragwagens mit der des Containers vergleichbar ist. Es
bleibt zu klären, ob sich die veränderten Anforderungen an den
Container in den aktuellen Vorschriften noch wiederfinden
lassen oder ob sich Probleme bei deren Anwendung ergeben.
Abschließend soll geprüft werden, inwiefern
Simulationswerkzeuge in bestehenden Regelwerken verankert
sind. Versuchsdurchführung und AuswertungEiner detaillierten Beschreibung der Vorgänge bei der Durchführung dynamischer Auflaufversuche am Container soll eine ebenso detaillierte Auseinandersetzung mit der eigentlichen Auswertung dieser Zulassungsversuche folgen. Welche physikalisch-mathematischen Grundlagen die angewandte Analyse über das Schockantwortspektrum auszeichnet und wie sie sich im praktischen Einsatz bewährt, soll in diesem Kapitel untersucht werden. Dafür können Versuchsdaten aus der zweijährigen Prüfpraxis der TÜV SÜD Rail GmbH herangezogen werden. Diese Daten sollen ebenso hinsichtlich möglicher Korrelationen zu anderen Prüffaktoren analysiert und bewertet werden. Am Schluss steht die Frage, in welchem Maß die Prüfmethode den veränderten Anforderungen gerecht wird und ob sie sich für verwandte Prüfgebiete eignet.
Entwicklung eines Simulationsmodells für ContainerauflaufversucheEin wesentlicher Bestandteil der Arbeit ist die Entwicklung eines Modells zur Abbildung der dynamischen Containerprüfung. Dazu soll im Vorfeld recherchiert werden, welche Vorarbeiten zu diesem Thema existieren und wie sich diese sinnvoll weiterverwenden lassen. Die eigentliche Modellierung des Versuchsaufbaus am Beispiel der TÜV SÜD Rail GmbH ist mit dem Programm Simpack® angestrebt, das sich für die Simulation von Mehrkörpersystemen etabliert hat. Der Detaillierungsgrad des Modells und ob sich ein vereinfachtes Ersatzmodell entwickeln lässt, muss im weiteren Verlauf der Arbeit diskutiert werden. Validierung der Simulationsergebnisse gegen praktische VersucheDie beste Möglichkeit den Aussagegehalt von Simulationsergebnissen zu überprüfen, ist der praktische Versuch. Zu diesem Zweck soll ein Referenzcontainer messtechnisch hinreichend ausgerüstet und einer umfangreichen Testreihe unterzogen werden. Die Versuche werden bei der TÜV SÜD Rail GmbH durchgeführt. Im Anschluss bedarf es einem eingehenden Vergleich der Simulations- und Versuchsergebnisse und der daraus resultierenden Anpassung des Simulationsmodells.
ParameterstudieIst das Simulationsmodell hinreichend validiert, kann eine intensive Parameterstudie vorgenommen werden. Dabei gilt es, die entscheidenden Einflussparameter auf das Versuchsgeschehen zu identifizieren. Gegebenenfalls werden weitere praktische Versuche zur Überprüfung dieser Parameter erforderlich. Simulation als ZulassungshilfeDas Hauptkapitel wird sich mit der Einflussnahme von
Simulationswerkzeugen auf zukünftige
Containerzulassungsprozesse beschäftigen. Dafür wird im Vorfeld
eine ausführliche Analyse bestehender Simulationswerkzeuge im
Hinblick auf deren Genauigkeit und Anwendbarkeit für die
dynamische Containerprüfung erforderlich. Ein weiterer
wesentlicher Schritt ist die Definition von Randbedingungen und
Schnittstellen, nach denen eine Einbindung der Simulation in
bestehende Normen erfolgen könnte. Welche Vor- und Nachteile
sich für Containerhersteller, Prüfinstitute und Behörden
ergeben, soll ebenso verfolgt werden, wie die Maßnahmen, die
zur schrittweisen Integration der Simulation ergriffen werden
müssten. Am Ende könnte der Entwurf eines Regelwerks stehen,
der die in der Dissertation behandelten Aspekte komprimiert und
in vertretbarer Form der Containerindustrie zugänglich
macht. |
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