27.02.2018

Landschaftsbildung fürs Partheland!

2018_Sommerschule © TUD, Lapla 2018_Sommerschule © TUD, Lapla
2018_Sommerschule

© TUD, Lapla

Landschaftliche Bildung – eine Sommerschule zur Parthenaue
Landschaft ist Kultur und Natur zugleich. Sie besteht aus Grundbausteinen wie Wasser und Wald, Acker und Siedlung, Straße und Himmel. Diesen Bausteinen können bestimmte Elemente zugeordnet werden, die man in der Landschaft sehen und finden kann: Bäume und Häuser, Gräser und Vögel, Fahrzeuge und leider auch Müll. Jedes kleine Ding trägt den Charakter einer Spur, der man folgen kann. Landschaftliche Bildung ist ein junges Konzept, das dazu beitragen soll, die Auseinandersetzung mit dem eigenen Raum bei Kindern und Erwachsenen zu vertiefen. Methodisch wurde es seit 2011 von der Akademie für Landschaftskommunikation gemeinsam mit den Lehrstühlen der TU Dresden und der Hochschule Osnabrück zu einem umfassenden Programm entwickelt. Dieses Programm versteht sich als eine Umsetzung der Europäischen Landschaftskonvention, nach der dem Habitat des Menschen erheblich größere Aufmerksamkeit in der Bildung geschenkt werden sollte. In der Sommerschule erarbeiten Studierende der TU Dresden (Institut für Landschaftsarchitektur) gemeinsam mit Schülern aus der Partheregion eine Ausstellung zu ihrer Kulturlandschaft in Form eines riesigen Leporellos. Sie sammeln Objekte in der Landschaft, diskutieren und systematisieren diese im Hinblick auf ihre Bedeutung und Zusammenhänge und finden eine Lösung, diese Objekte auf je einem Arbeitsblatt intelligent darzustellen. Das Ergebnis wird von den Schülern und Schülerinnen gemeinsam mit den Studierenden öffentlich präsentiert.

Rahmen
Die Sommerschule ist Teil des Forschungsvorhabens stadtPARTHEland. Eure Ergebnisse fließen in dieses Projekt ein und werden dokumentiert (www.stadtpartheland.de). Das Modul wird von Kenneth Anders vom Büro für Landschaftskommunikation geleitet (www.landschaftskommunikation.de). Ziel ist es, Anspruch und Arbeitsweisen der Landschaftskommunikation zu vermitteln, sie an einem Beispiel zu erproben und einen Beitrag zu einem kulturlandschaftlichen Diskurs zu erarbeiten.
Vergleichbare Sommerschulen und ihre Ergebnisse sind im Oderbruchpavillon und auf der Projektwebseite von stadtPARTHEland dokumentiert: (http://www.oderbruchpavillon.de/bildung/sommerschulen.html und https://stadtpartheland.de/?p=1013 und https://stadtpartheland.de/?p=1107).

Organisation und Ablauf
Die Teilnehmer sind gemeinsam untergebracht (Naturfreundehaus in Grethen) und arbeiten wechselnd in der gesamten Gruppe und in einzelnen Arbeitsgruppen. Nach einer methodischen und thematischen Einführung am Sonntag erfahren auch die teilnehmenden Schüler am Montag einen entsprechenden Input. Anschließend werden wir bis Dienstag gemeinsam im Partheland unterwegs sein und uns auf die Jagd nach Material begeben. Aus den gewonnenen Erfahrungen und Funden wird anschließend das große Leporello gestaltet und schlussendlich am Donnerstag der Öffentlichkeit mit den Schülern im Rahmen einer Parthelandküche gemeinsam präsentiert.

Hinweise
Die Sommerschule kann als Exkursion angerechnet werden, jedoch nicht gleichzeitig mit dem LM 245 / LB 522. Sprich, entweder man belegt die Sommerschule als Exkursion (nicht fachübergreifend) oder als Modul.

Die Einschreibung erfolgt über selma.

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Ilka Werblow
Letzte Änderung: 27.02.2018