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SoSe 17 - Bonjour Belgique

Flandern erfreut sich seit etwa 25 Jahren einer unglaublich florierenden Architekturszene. Die internationale und die einheimische Kritik sind sich einig, dass die flämische Architektur in dieser Zeitspanne den Durchbruch mehrerer Generationen junger Architekten erlebte, die sowohl innerhalb Belgiens als auch im Ausland bemerkenswerte Bauten entworfen und eine überraschende Vitalität an den Tag gelegt haben. Gelegentlich wird der derzeitige Höhenflug der Architektur in Flandern sogar mit dem entsprechenden Boom in der Schweiz der 1980er- und der Niederlande der 1990er-Jahre verglichen. In diesem Semester wollen wir uns mit der Belgischen Architektur auseinandersetzen. Im Hafengebiet von Antwerpen sollen neue Hybride Nutzungen entstehen, die dass Hafenareal rund um das "Museum aan de Stroom" beleben.

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Vilanova Artigas © JOÃO BATISTA VILANOVA ARTIGAS - ARCHITEKTURFAKULTÄT SÃO PAULO

Wintersemester 2016/17

space for architects - Entwurf der Architekturfakultät TU Dresden

Eine Architekturschule kann sowohl eine Institution als auch eine Haltung bezeichnen, ein Manifest. Sie ist Lebensraum, sie ist die Arena der Praxis theoretischen Handelns. Sie ist Referenzraum und dient der Anschauung. Sie bereitet auf das Leben vor und bietet gleichsam Schutz mit ihren Freiräumen als Nischen für die individuelle Entfaltung. Hier wird kollaboriert, es entstehen Netzwerke und Bindungen. Hier vergräbt man sich auf der Suche nach Fragen und Antworten. Hier wohnen der Einzelne und das Kollektiv. Von hier aus startet man in seine Profession - mit einem ungewissen Ausgang. Die ersten Bilder der Erde aus dem All waren ein Schock: die Erde war blau, nicht grün, wie man bis dahin geglaubt hatte. In der Absicht den Mond zu sehen, hat sich unser Bild von der Erde verändert. So sollten wir unsere Akademien und Universitäten verlassen als veränderte Menschen mit einem eigenständigen Blick auf die Welt. Wir wollen im Winter ein Gebäude für eine Architekturschule denken. Jedem Entwurf soll ein individuelles Dogma, ein Manifest, eine Haltung zugrunde liegen. Zunächst im konzeptuellen Rahmen, dann gespiegelt im Ort mit seiner Spezifik.