Entwurf

Semesterentwurf WiSe 2017_18 1.HE I 3. HE I VE I Diplom Lehrstuhl Wohnbauten

REFUGIO I Kloster Santa caterina del sasso (1.HE I 3. HE I VE I Diplom )

Eine moderne Eremitage am Kloster Santa Caterina del Sasso (IT)

Der Titel steht für den Entwurf eines Refugiums, eines Zufluchtortes, eingebettet in eine abgeschiedene Naturlandschaft,in einem Waldgebiet mit steiler felsiger Topografie am östlichen Ufer des Lago Maggiore in unmittelbarer Nähe zum Eremiten- und Wallfahrtskloster Santa Catherina del Sasso. Es handelt sich dabei nicht um die Schaffung eines religiösen Ortes, sondern um die Entwicklung eines Rückzugsortes, einer Zuflucht aus der medialen Gesellschaft in einer sich ständig beschleunigenden Welt. Auf einer steil abfallenden bewaldeten Felswand über dem See, weit abgeschieden von der hochgelegenen vom Tourismus geprägten Zivilisation, bietet das Entwurfsgebiet mit seiner extremen Topografie einen idealen Rückzugsort für die moderne Eremitage. Hier können sich die Bewohner als moderne Eremiten in einer temporären Gemeinschaft eine Auszeit nehmen. Ziel des Entwurfes ist die Auseinandersetzung mit der Typologie einer Klosteranlage und der Frage, ob und wie man die Atmosphäre eines solchen Ortes in einen weltlichen, zeitgenössischen Ort der Kontemplation übertragen kann. Es ist hierbei zu untersuchen, inwiefern die extreme Topografie dazu beiträgt, das Spannungsverhältnis zwischen weltlicher und geistlicher Welt aufzuladen.

Neben Unterkünften und Gemeinschaftseinrichtungen für die Eremiten auf Zeit sind Rekreations- und Kontemplationsräume zu konzipieren und zu entwerfen, die das Besondere des Ortes und seiner Topografie einbeziehen. Das Habitat verfügt über Orte zum Ankommen, zur Einkehr, zur Stille und Ruhefindung, zum Nachdenken, zum geistigen Studium, zur Meditation sowie zum gemeinschaftlichen Austausch. Es entsteht ein Hortus Conslusus, eine Anlage, die Dormitorien, Versammlungs- und Bewegungsräume, ein Refektorium für gemeinsame Mahlzeiten, eine Bibliothek mit Studierzimmern und vielfältige Außenräume in sich aufnimmt.

EXKURSION:

08.10 - 10.10.17 I Treffpunkt 12:30 Uhr Flughafen Malpensa Mailand

Anzahlung 100,00 EUR 

TERMINE:

19.10.17    Präsentation Referate I BZW 201

25.10.17    1. ZWP I Präsentation Diplom & VE I 11:00 Uhr I BZW 207

26.10.17    1. ZWP I HE  I 12:30 Uhr I BZW 207

29.11.17    2. ZWP I Präsentation Diplom & VE I 09:00 Uhr I BZW 207

30.11.17    2. ZWP I HE & CALANCA I 12:30 Uhr I BZW 207

20.12.17    3. ZWP I Präsentation Diplom & VE I 11:00 Uhr I BZW 207

21.12.17    3. ZWP I HE & CALANCA I 12:30 Uhr I BZW 207

17.01.18    Layoutkritik I Präsentation Diplom & CALANCA I 11:00 Uhr I BZW 207

08.02.18    Layoutkritik I HE  09:00 Uhr I BZW 207

Aufgabenstellung    I    Referenzkatalog    I    Layout Referat    I    Planunterlagen    I Betreuung REFUGIO

Lago maggiore © Lago Maggiore Lago maggiore © Lago Maggiore
Lago maggiore

© Lago Maggiore

DOMIZIL Burg Pottenstein (1.HE I 3. HE I VE I Diplom )

Die Region Fränkische Schweiz ist eine charakteristische Berg- und Hügellandschaft in Oberfranken.  Geologischen Besonderheiten sind die markanten Felsformationen die zu  einer Kulturlandschaft mit einer hohen Dichte an Burgen und Ruinen geführt hat.  Die Burg Pottenstein ist ein bedeutender Vertreter dieser Kulturdenkmäler und wirkt für die gesamte Region identitätsstiftend. Die Burg zeigt sich dem Betrachter zunächst als unverrückbares und unveränderliches Postkartenmotiv, bei genauerer Betrachtung und Begehung sind jedoch viele verschiedene Zeitschichten aus unterschiedlichsten baulichen Epochen erkennbar. Ihren Charakter hat sie wie ein Palimpsest – also ein mittelalterliches Schriftstück, dessen Text abgekratzt und neu beschrieben wurde – stets verändert und der Zeit und der jeweiligen Nutzung angepasst. Das Erscheinungsbild ist somit eine komplexe Überlagerung von alt und neu, das durch die Interferenz einen ganz eigenen Reiz ausstrahlt.

Die Burg Pottenstein, vermutlich eine Gründung des 11. Jahrhunderts (1060) durch Botho von Kärnten ist heute ein von privater Hand geführtes und bewohntes Museum. Die Burg präsentiert vor- und frühgeschichtliche Objekte, eine Waffensammlung, Bücher und Autographen und drei als Ensembles eingerichtete Schauräume sowie volkskundliche Sammlungen und verschiedene historische Ausstellungen. An den Aufenthalt der bekanntesten Bewohnerin, der Heiligen Elisabeth, ungarische Königstochter und Landgräfin von Thüringen, erinnert das als Gedenk-zimmer eingerichtete „Elisabethzimmer“ im ehemaligen Wohnturm, dem ältesten Westteil des Palas sowie die große Elisabeth-Dauerausstellung.

Dem Besucher sind momentan der Burghof der Unterburg, der lange gedeckte Treppenaufgang zur Oberburg, Teile des Palas, das Hauptgebäude der Oberburg, mit Gewölberäumen und drei komplett eingerichteten Schauräumen (Rittersaal, Roter Salon, Elisabethzimmer), Reste des ehemaligen Bergfrieds (Turmstumpf), das Brunnenhaus (Porzellan, Glas, Keramik und volkskundliche Objekte) und die Zehntscheune (mit vier Ausstellungen: Zehntwesen, ältere und neuere Geschichte der Burg und große Elisabeth-Schau) zugänglich. Neben dem Eindruck einer guterhaltenen Burganlage des 16. Jahrhunderts mit viel mittelalterlicher Substanz bietet sich dem Besucher im parkartigen Burggarten der Oberburg von verschiedenen Aussichtspunkten ein herrlicher Blick über Stadt und Landschaft.

EXKURSION:

20.10.17 I Treffpunkt 07:00 Uhr BZW I Zellescher Weg 17

Falkenberg I Windischeschenbach I Pottenstein

Anzahlung bis  50,00 EUR 

TERMINE:

19.10.17    Präsentation Referate I BZW 201

25.10.17    1. ZWP I Präsentation Diplom & VE I 11:00 Uhr I BZW 207

26.10.17    1. ZWP I HE  I 12:30 Uhr I BZW 207

29.11.17    2. ZWP I Präsentation Diplom & VE I 09:00 Uhr I BZW 207

30.11.17    2. ZWP I HE & CALANCA I 12:30 Uhr I BZW 207

20.12.17    3. ZWP I Präsentation Diplom & VE I 11:00 Uhr I BZW 207

21.12.17    3. ZWP I HE & CALANCA I 12:30 Uhr I BZW 207

17.01.18    Layoutkritik I Präsentation Diplom & CALANCA I 11:00 Uhr I BZW 207

08.02.18    Layoutkritik I HE  09:00 Uhr I BZW 207

UNTERLAGEN:

Aufgabenstellung HE & VE    I    Referenzkatalog    I     Grundlage Modellbau

 Layout Referat    I    Betreuung

Pottenstein © Wohnbauten Pottenstein © Wohnbauten
Pottenstein

© Wohnbauten

CALANCA (1.HE I 3. HE I VE )

Die ökonomische Grundlage im Val Calanca ist die Landwirtschaft, ein bescheidener Tourismus und das lokale Gewerbe. Wie im gesamten Berggebiet findet auch im Val Calanca eine Abwanderung zu den Zentren statt. Sämtliche Gegenmaßnahmen im Sinne von Subventionen zur Stützung der Landwirtschaft, wie auch die großen Investitionen im Zweitwohnungsbau, konnten die Tendenz nicht stoppen. Die Zuwanderung zum Val Calanca ist bescheiden. Das Tal hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert, im Innern wie im Äusseren. Die Peripherie mit ihren bislang homogenen Kulturen reagieren viel sensibler auf Veränderungen als die Zentren. Die Dorfstrukturen im Calanca Tal wurde seit der Abwanderung nur gering verändert. Jede Bauliche Maßnahme in dem Gefüge der Steinhäuser kann diese Struktur stören und die Authentizität stark beinträchtigen. 

Wir wollen einen identitätsstiftenden Ort  in Landarenca und Arvigo schaffen. An ausgesuchten Standorten in Landarenca und Arvigo entwerfen wir ein Wohnhaus und eine Erweiterung des Museo Moesano . Das Wohnhaus und das Museum soll ganz im Dienste seiner Rolle einen besonderen Platz und Ausdruck innerhalb des Ortes erhalten. Kontext, Haus und Einrichtung betrachten wir als Konzentration ortsgebundener Ursachen, Bedürfnisse, Zwänge und kultureller Gewohnheiten.

Im Entwurfsprozess soll der Kontext genau untersucht werden und Schlüsse aus den historisch gewachsenen Strukturen gezogen werden, um den Neubau behutsam in die vorhandene Struktur einzugliedern. Maßstäblichkeit, Konstruktion und Materialität spielen dabei eine übergeordnete Rolle. Zudem wollen wir uns bemühen, den Anspruch der Architektur zu erfüllen. Dieser Anspruch heißt fruchtbare Nähe gewinnen zu den Dingen, die die Menschheit schon immer begleitet haben: Raum, Topographie, Material, Konstruktion. 

Die Arbeiten sollen die Erkenntnis nach der Bedeutung von baulichen Infrastrukturen in Bezug auf die Lebensqualität des fusionierten Bergtales bringen. Ein Tal, das sich von der Welt nicht absondert, sondern vielmehr auf die Stärkung der Differenzen setzt, um überhaupt ein ernstzunehmender Beziehungspartner zu sein.

Vom Taleingang bei Grono bis zu den hintersten bewohnten Weilern ist ein Juwel von einem Bergtal zu entdecken, welches mit seinem erstaunlichen Reichtum an Kunstschätzen und seiner kulturellen Vergangenheit seine Besucher fasziniert. Kleine Dörfer und Weiler, die Dächer fast durchwegs mit Steinplatten gedeckt, klammern sich an Sonnenterrassen, einige sind nur zu Fuss oder per Seilbahn zu erreichen. Die Geschichte des Tales und das beschwerliche Leben in dem Alpental soll in einer Ausstellung aufgezeigt werden. In Arvigo soll auf einem Grundstück in direkter Nähe zur Calancasa eine Erweiterung des Museo Moesano entstehen, welches den Hauptsitz derzeit in San Vittore hat. Auf dem Grundstück befinden sich Altbauten, darunter eine historische Mühle, die in den Entwurf und Museumsrundgang mit eingebunden werden soll.

EXKURSION:

13.10.17 - 18.10.17 I Augsburg I Chur I Vrin I Bellinzona I CALANCA

TERMINE:

07.11.17    Präsentation Referate I BZW 201

30.11.17    2. ZWP I HE & CALANCA I 12:30 Uhr I BZW 207

21.12.17    3. ZWP I HE & CALANCA I 12:30 Uhr I BZW 207

17.01.18    Layoutkritik I Präsentation Diplom & CALANCA I 11:00 Uhr I BZW 207

09.02.18    Abschlusskritik 09:00 Uhr I BZW 207

PLANMATERIAL:

Landarenca PDF          I           Arvigo PDF

CALANCA © Wohnbauten CALANCA © Wohnbauten
CALANCA

© Wohnbauten

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Tobias Maisch
Letzte Änderung: 07.11.2017