Innovative Systemlösungen für ein transdisziplinäres und regionales ökologisches Hochwasserrisikoma­nagement und naturnahe Gewässerentwicklung

Forschungsvorhaben „In_StröHmunG“ verbindet naturnahe Gewässer­entwicklung und Hochwasserrisikomanagement  

Mortelbach oberhalb Waldheim im Waldgebiet © Nadine Müller Mortelbach oberhalb Waldheim im Waldgebiet © Nadine Müller

Modellgewässer Mortelbach bei Waldheim in Mittelsachsen

Mortelbach oberhalb Waldheim im Waldgebiet

Modellgewässer Mortelbach bei Waldheim in Mittelsachsen © Nadine Müller

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Innovative Systemlösungen für ein transdisziplinäres und regionales ökologisches Hochwasserrisikomanagement und naturnahe Gewässerentwicklung

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Innovative Systemlösungen für ein transdisziplinäres und regionales ökologisches Hochwasserrisikomanagement und naturnahe Gewässerentwicklung © In_StröHmunG

Sicherheit vs. Natur. Was ist uns wichtiger? Der Schutz vor Hochwasser oder die Naturbelassenheit unserer Fließgewässer? In einem neuen Projekt arbeiten nun auch verschiedene Disziplinen der Wasserwirtschaft zusammen: Gemeinsam suchen Naturwissenschaftler und Ingenieure nach Synergien zwischen der nachhaltigen, also naturverträglichen Entwicklung der Gewässer sowie dem Management von Hochwasser und seinen Risiken. Ziel ist es, Instrumente zu entwickeln, mit denen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) und Hochwasser­risiko­management-Richtlinie (HWRM-RL) gemeinsam umgesetzt werden können. Bei den Umbaumaßnahmen wird gleichzeitig sowohl der Hochwasserschutz verbessert als auch das Gewässer naturnah gestaltet. Positiver Nebeneffekt: Verknüpft man die Maßnahmen, steigt deren Akzeptanz bei der Bevölkerung.

Im April 2015 startete das Verbundprojekt „Innovative Systemlösungen für ein transdisziplinäres und regionales ökologisches Hochwasserrisikomanagement und naturnahe Gewässer­entwicklung“ (In_StröHmunG). Mithilfe seines transdisziplinären Ansatzes zwischen Ingenieur- und Naturwissenschaft möchte das Projektteam ökologisches Hochwasser­risiko­management mit der naturnahen Gestaltung von Fließgewässern verknüpfen, dazu nutzt es  innovative System­lösungen. Praxisorientiert arbeitet es bestehende und neue Erkenntnisse zu morphodynamischen und hydrobiologischen Prozessen in Gewässerökosystemen auf. Im Rahmen des Projektes wird ein regionales Flächenmanagement aufgebaut, außerdem werden Fachinformationssysteme zum Datenmanagement entwickelt. Beides soll sicher­stellen, dass bei der nachhaltigen Verbesserung des ökologischen Zustands der Gewässer die Anforderungen des  Hochwasserschutzes beachtet werden.

Die Ziele

Hauptziel des Verbundvorhabens ist es, Instrumente für die flussgebietsbezogene Be­wirt­schaftung der Gewässer zu entwickeln. Die dabei erstellten innovativen Systemlösungen basieren auf anwenderorientiert erarbeiteten Fachgrundlagen und verfolgen einen integrativ sektorenübergreifenden Ansatz für die nachhaltige Bewirtschaftung von Fließgewässern. Die Systemlösungen sollen zu einem systematischen Synergieeffekt bei der Umsetzung öko­logisch orientierter Maßnahmen zur Gewässerentwicklung im Sinne zweier Richtlinien der Europäischen Union (EU) beitragen: der Wasser­rahmen­richtlinie (WRRL) bzw. der Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie (HWRM-RL). Gleichzeitig sollen die Lösungen die Akzeptanz der Maßnahmen in der Öffentlichkeit steigern sowie sicherstellen, dass die Ziele beider EU-Richtlinien erreicht werden.

Die Verwertung der Ergebnisse

Verwertet werden die Ergebnisse insbesondere durch die Umsetzung konkreter Maßnahmen in den Modellregionen und über den Transfer zu den assoziierten Partnern. Diese wirken im Informations- und Implementierungsbeirat mit und bekommen eine Management- und Kommunikationsplattform bereitgestellt – beides unterstützt sie bei ihren Aufgaben im Zuge der Umsetzung der Richtlinien.

Neben der Bekanntmachung von Probenahmen in den Amtsblättern der zuständigen Gemeinden unserer Modellgewässer berichtet auch die lokale Presse über Aktionen der Projektpartner in den Modellregionen:

  • Das Amtsblatt Grimma (03.10.2015) schreibt über die Begehung von Mutzschener Wasser und Launzige durch die Projektpartner und den Bestrebungen der Gemeinde ihre Strategie zur Pflege und Entwicklung ihrer Gewässer 2. Ordnung zu verbessern.
  • Der Celler Kurier (25.10.2015) sowie die Cellesche Zeitung (07.11.2015) berichten über die Besichtigung der Aller durch die Projektpartner.
  • Die Sächsische Zeitung (30.01.2016) und die Döbelner Allgemeine Zeitung (01.02.2016) beschreiben die Situation am Mortelbach und die Planungen zur Verbesserung des ökologischen Zustands des Gewässers.
  • Die Modellversuche im Wasserbaulabor der HS Magdeburg lichtete die Volksstimme am 05.03.2016 ab.

Die Partner

Die Koordination des Projektes „In_StröHmunG“ liegt beim Institut für Wasserbau und Technische Hydromechanik der Technischen Universität Dresden. Partner sind:

  • Technische Universität Dresden, Institut für Hydrobiologie
  • Technische Universität Braunschweig, Leichtweiß-Institut
  • Hochschule Magdeburg-Stendal, Institut für Wasserwirtschaft und Ökotechnologie
  • Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, Abteilung 4 „Wasser, Boden, Wertstoffe“, Dresden
  • Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH, Forschungsfeld Umweltökonomie und Umweltpolitik, Berlin
  • Stowasserplan, Dr.-Ing. Andreas Stowasser, Radebeul
  • Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V., Hennef

Aktuelles

Berichte über aktuelle Arbeiten der Projektpartner:

Forschergruppe des Verbundprojektes in StröHmunG während der ReWaM-Statuskonferenz vom 25.-26.01.2017 © Nadine Müller Forschergruppe des Verbundprojektes in StröHmunG während der ReWaM-Statuskonferenz vom 25.-26.01.2017 © Nadine Müller

Forschungsgruppe des Verbundprojektes In_StröHmunG während der ReWaM-Statuskonferenz vom 25.-26.01.2017

Forschergruppe des Verbundprojektes in StröHmunG während der ReWaM-Statuskonferenz vom 25.-26.01.2017

Forschungsgruppe des Verbundprojektes In_StröHmunG während der ReWaM-Statuskonferenz vom 25.-26.01.2017 © Nadine Müller

Ergebnisse und Veröffentlichungen

Veröffentlichungen im Rahmen des Projektes In_StröHmunG finden Sie hier:

  • Stamm & Müller (2015): Innovative Systemlösungen für ein transdisziplinäres und regionales ökologisches Hochwasser-risikomanagement und naturnahe Gewässerentwicklung
  • Branß & Dittrich (2016): Erzeugung von Rehnen: Eine experimentelle Studie
  • Niemand et al. (2016): Die gemeinsame Umsetzung von Hochwasserrisiko-management und naturnaher Gewässerentwicklung in Sachsen – Rahmenbedingungen, Restriktionen und Chancen
  • Stowasser et al. (2016): PROGEMIS® – „Software as a Service“ für das kommunale Gewässermanagement mit Planungs-, Dokumentations- & Kommunikationskomponente
  • Branß et al. (2016): Reproducing natural levee formation in an experimental flume
  • Bilinski (2016): In_StröHmunG: Forschungsprojekt verbindet Gewässerschutz und Hochwasserrisikomanagement in Fischer & Angler 04/2016
  • Stamm et al. (2017): Lösungen für ein regionales ökologisches Hochwasserrisikomanagement und eine naturnahe Gewässerentwicklung

Hier können Sie den Projektflyer herunterladen.

In_StröHmunG wird gefördert vom
Gefördert wird das Projekt „In_StröHmunG“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Es ist Teil der BMBF-Fördermaßnahme „Regionales Wasserressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland (ReWaM)“ im Förderschwerpunkt „Nachhaltiges Wassermanagement (NaWaM)“.
Logo gefödert vom BMBF unf FONA Forschung für nachhaltige Entwicklung © BMBF Logo gefödert vom BMBF unf FONA Forschung für nachhaltige Entwicklung © BMBF
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https://bmbf.nawam-rewam.de/
 

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Nadine Müller
Letzte Änderung: 25.04.2017