Makrophytenkartie­rung

Mutzschener Wasser mit Igelkolben © Müller, IWD Mutzschener Wasser mit Igelkolben © Müller, IWD

Mutzschener Wasser mit Igelkolben (Sparganium erectum) am rechten Bildrand

Mutzschener Wasser mit Igelkolben

Mutzschener Wasser mit Igelkolben (Sparganium erectum) am rechten Bildrand © Müller, IWD

In der Zeit vom 30.08. bis 02.09.2016 wurden in den Modellgewässern Mortelbach und Mutzschener Wasser die Makrophyten (Wasserpflanzen) kartiert, bestimmt und deren Einfluss auf das Sohlsubstrat untersucht. Dafür wurden Methoden der biologischen Probenahme mit Mitteln zur ingenieurmäßigen Gewässervermessung miteinander verbunden.

Die Wissenschaftler aus den Bereichen Hydrobiologie und Wasserbau untersuchten u.a. einen 100 m langen Abschnitt des Mutzschener Wassers in der Ortschaft Cannewitz.

Wasserpest, Igelkolben und Rohr-Glanzgras im Mutzschener Wasser © Müller, IWD Wasserpest, Igelkolben und Rohr-Glanzgras im Mutzschener Wasser © Müller, IWD

Elodea canadensis (Wasserpest), Sparganium erectum (Igelkolben) und Phalaris arundinacea (Rohr-Glanzgras)

Wasserpest, Igelkolben und Rohr-Glanzgras im Mutzschener Wasser

Elodea canadensis (Wasserpest), Sparganium erectum (Igelkolben) und Phalaris arundinacea (Rohr-Glanzgras) © Müller, IWD

Die Kartierung zeigte eine Makrophytengesellschaft aus submersen und emersen Arten. Die submerse Makrophytenart Wasserpest (Elodea canadensis) ist eine Stillgewässer-Art, sie hat sich über die Vegetationsperiode massenhaft im Gewässer ausgebreitet; die strömungsliebenden Arten wie Potamogeton pectinatus (Kamm-Laichkraut) und Potamogeton crispus (Krauses Laichkraut) kamen nur vereinzelt in den wenigen verbleibenden schnellfließenden Rinnen zwischen den Wasserpestbeständen vor. Emerse stillwasserliebende Arten, wie Wasserstern (Calitriche stagnalis), Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea) und Igelkolben (Sparganium erectum) waren u.a. in den Wasserpestbeständen lokalisiert. Der Wasserpfeffer-Knöterich (Persicaria hydropiper) kam am Mutzschener Wasser sowohl in der terrestrischen  als auch in der aquatischen Form vor. Die Arten Wasserpest und Wasserpfeffer-Knöterich gelten als nährstoffliebende Arten.

Messung der Fließgeschwindigkeiten bei Feldarbeit am Mutzschener Wasser © Müller, IWD Messung der Fließgeschwindigkeiten bei Feldarbeit am Mutzschener Wasser © Müller, IWD

Messung der Fließgeschwindigkeiten mit einem Flügelmessgerät

Messung der Fließgeschwindigkeiten bei Feldarbeit am Mutzschener Wasser

Messung der Fließgeschwindigkeiten mit einem Flügelmessgerät © Müller, IWD

Die Lage der Makrophyten-Patches wurde mit einem mobilen GNSS-Gerät mit einer Genauigkeit von bis zu 1 cm vermessen. Zusätzlich wurden Querprofile nivelliert und Wasserstände aufgezeichnet. Um die Makrophyten-Patches herum wurden in einem zuvor festgelegten Raster das Fließgeschwindigkeitsprofil und die dazugehörigen Wasserstände gemessen. Zusätzlich wurden Fotoaufnahmen der Sohle gemacht, die mit der Software Basegrain der ETH Zürich ausgewertet werden sollen.

Ziel dieser Untersuchungen ist es, die Wechselwirkung zwischen Makrophyten und der Sohle besser beschreiben zu können und Daten für die Verifizierung der Modellversuche im Hubert-Engels-Labor der TU Dresden zu sammeln.

Zu dieser Seite

Nadine Müller
Letzte Änderung: 15.11.2016