04.05.2026
Girls’Day 2026: Ein Tag an der Uni mit Photogrammetrie, Geosensorsystemen und Erdsystemforschung
Am 23. April 2026 nahmen die Professur für Photogrammetrie, die Juniorprofessur für Geosensorsysteme sowie die Professur für Geodätische Erdsystemforschung der TU Dresden am bundesweiten Aktionstag Girls’Day 2026 teil. Ziel der Veranstaltung war es, jungen Mädchen eine klischeefreie Berufsorientierung zu ermöglichen und Einblicke in innovative Berufsfelder zu bieten, die sich von traditionellen Rollenbildern abheben.
Der Beruf einer Geodätin zählt nicht unbedingt zu den klassischen Top-Ten-Berufen bei Mädchen. Dabei verbindet er moderne Technik mit spannender Arbeit im Freien und vereint naturwissenschaftliches Denken, Kreativität und Teamarbeit. Damit stellt er eine abwechslungsreiche Alternative für MINT-interessierte Mädchen dar. Wer präzises Arbeiten schätzt und gleichzeitig die Welt entdecken möchte, findet in der Geodäsie eine erfüllende und vielseitige Aufgabe. Zudem eröffnet das Berufsfeld ausgezeichnete Zukunftsperspektiven, da Fachkräfte in diesem Bereich stark gefragt werden.
Von diesen Vorteilen überzeugte Dr. Katja Richter die Teilnehmerinnen des diesjährigen Aktionstags. Als erfahrene Geodätin und wissenschaftliche Mitarbeiterin forscht sie seit mehr als 15 Jahren an der TU Dresden und ist ein überzeugendes Beispiel dafür, dass Frauen und Mädchen jenseits klassischer Rollenbilder erfolgreich sein können.
Neun Schülerinnen der Klassenstufen 7 und 8 nahmen am Workshop „Entdecke die Welt der Geodäsie – Werde zum Weltvermesser!“ teil. Mit praxisnahen Einblicken in ihren Arbeitsalltag weckte Dr. Katja Richter das Interesse der Mädchen an der Geodäsie. Die Teilnehmerinnen hatten die Möglichkeit:
- moderne 3D-Messtechnik selbst auszuprobieren,
- ein digitales 3D-Modell von sich zu erstellen und
- die Arbeitsweise von Geodäten hautnah zu erleben.
Kora Heidrich-Meisner von der Professur für Geodätische Erdsystemforschung gab den Schülerinnen faszinierende Einblicke in die Antarktisexpeditionen der Professur. Dabei zeigte sie, wie Forschende in einer der extremsten Umgebungen der Welt die Eismassen vermessen, um den Klimawandel zu verstehen und die Zukunft unseres Planeten zu sichern. Diese Eindrücke werden den Mädchen sicher unvergesslich bleiben.
„Wir freuen uns, dass wir durch unsere Teilnahme am Girls’Day junge Mädchen für die vielfältige Welt der Vermessung begeistern und ihnen die beeindruckenden Möglichkeiten der Geodäsie näherbringen konnten. Wer weiß – vielleicht entscheiden sich einige der Teilnehmerinnen künftig für den Beruf der Geodätin.“, sagt Dr. Katja Richter über den Girls’Day.