12.02.2018

Förderung von transnationalen Forschungsprojekten zu Innovationen gegen antibiotikaresis­tente Bakterien (JPIAMR)

Die Joint Programming Initiative on Antimicrobial Resistance (JPIAMR) hat ihren sechsten gemeinsamen Aufruf veröffentlicht. Ziel der Initiative ist es, für die Entwicklung von Innovationen gegen antibiotikaresistente Bakterien die Ressourcen, Infrastrukturen und Forschungsanstrengungen vieler Länder zusammenzubringen. Somit können neue Targets identifiziert und validiert, neue Therapien entwickelt und neue Werkzeuge für innovative Behandlungen einschließlich neuer Antibiotika bereitgestellt werden.

Durch die gemeinsamen kooperativen Forschungsansätze sollen Fortschritte in der Therapieentwicklung gegen Antibiotikaresistenzen realisiert werden. Forschung zu allen in der aktuellen WHO-Prioritätenliste genannten Bakterien einschließlich multiresistenter und extensiv resistenter Mycobacterium tuberculosis kann gefördert werden. Geförderte Projekte können der Grundlagenforschung oder transnationaler Forschung zuzurechnen sein; klinische Studien werden jedoch nicht gefördert.

Die Forschungsanträge müssen mindestens eines der folgenden Themengebiete zum Gegenstand haben:

Neue Targets:

  • Entdeckung neuer bakterieller Targets oder Resistenzmechanismen (beispielsweise neue Enzym- oder Effluxpumpeninhibitoren), einschließlich Untersuchungen zum Verständnis und zur Überwindung der Kontrollmechanismen bei der Resistenzentstehung.

Neue Therapien:

  • Studien zur Entdeckung neuer Wirkstoffe (einschließlich neuer Antibiotika und Alternativen);
  • Strategien zur Verhinderung oder Verminderung des Resistenzerwerbs wie beispielsweise Multitarget-Moleküle und Therapeutika, die das Immunsystem stärken, die Kolonisierung oder Biofilmentwicklung verhindern oder die Virulenz verringern;
  • Entdeckung neuer Therapien zur Überwindung bekannter Resistenzmechanismen und/oder zur Wiederherstellung der Sensitivität gegenüber konventionellen Antibiotika.

Neue Werkzeuge/Tests:

  • Strategien und/oder innovative Werkzeuge oder Tests zur Verbesserung, Verstärkung oder Erleichterung der Identifizierung oder Validierung von neuen effektiven Wirkstoffen oder Therapien;
  • Strategien und/oder innovative Werkzeuge zur Optimierung von Medikamenteneinsatz, Medikamentendosierung und neuen Medikamenten;
  • Erforschung bakterieller Gene, beispielsweise Expression latenter Gencluster.

Zur Bearbeitung der geplanten Projekte sollen mindestens drei Forschungsgruppen aus drei unterschiedlichen Ländern in einem Verbund kooperieren. Ein Verbund darf maximal aus sechs Forschungsgruppen bestehen. Sollte ein Partner aus einem bisher bei der Förderung durch JPIAMR unterrepräsentierten Land (Tschechien, Lettland, Polen oder Rumänien) beteiligt sein, kann der Verbund auf max. sieben Partner ausgedehnt werden.

Mit einem Förderbeginn ist in der ersten Hälfte des Jahres 2019 zu rechnen. Forschungskonsortien können in der Regel für einen Zeitraum von bis zu drei Jahren gefördert werden.

Das Förderverfahren ist zweistufig angelegt. Dem Joint Call Secretariat ist bis spätestens 7. März 2018, 17:00 CET zunächst eine gemeinsame Projektskizze vorzulegen. Die Einreichung erfolgt elektronisch über das Internet-Portal. Erfolgreiche Anträge werden zum Vollantrag mit einer Frist zum 14. Juni 2018 um 17:00 CET aufgefordert.

Zur detaillierten Ausschreibung gelangen Sie auf den Seiten des BMBF.

Den Call in englischer Sprache, der weitere wichtige Informationen zur Ausschreibung enthält, finden Sie unter https://www.jpiamr.eu/activities/joint-calls/open-calls/.

Die Mitarbeiter/innen des EPC stehen gern für weiterführende Informationen und persönliche Beratungen zu den Fördermöglichkeiten zur Verfügung.

KONTAKT

Dürkoop, Anke © EPC

Projektmanagerin

Name

Frau Dr. Anke Dürkoop

Horizon 2020 (ERA-Net, Marie-Sklodowska-Curie Maßnahmen)

Organisationsname

European Project Center

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Besucheranschrift:

Nürnberger Ei (NÜR), 3. OG Nürnberger Str. 31A

01187 Dresden

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Christina Spirow
Letzte Änderung: 12.02.2018