Aktuelles

Stellenausschreibung Nachwuchsforschungsgruppenleiterin

Am Zentrum für Integrationsstudien ist die Stelle einer*s Nachwuchsgruppenleiterin*s zum nächstmöglichen Zeitpunkt neu zu besetzen. mehr

8 Promotionsstipendien im Kooperativen Graduiertenkolleg „Vernachlässigte Themen der Flüchtlingsforschung“

Die Hans-Böckler-Stiftung vergibt im Kooperativen Graduiertenkolleg „Vernachlässigte Themen der Flüchtlingsforschung“ an der Universität Hamburg und der HAW Hamburg 8 Promotionsstipendien. Das Graduiertenkolleg wird von Philipp Anderson (Regensburg), Anke Langner (Zentrum für Integrationsstudien, TU Dresden), Paul Mecheril (Oldenburg), Joachim Schroeder (Sprecher, Hamburg), Louis Henri Seukwa (Stellvertr. Sprecher, Hamburg), Marc Thielen (Bremen), Martina Weber (Emden-Leer) und Manuela Westphal (Kassel) betreut. Die bildungs- und sozialarbeitswissenschaftliche Ausrichtung des Kollegs konzentriert sich auf vier „vernachlässigte“ Themen der Flüchtlingsforschung: Behinderung, Analphabetismus, sexuelle Gewalt und Delinquenz. mehr

2. Preis für die Studentische Initiative IDA beim BMBF Welcome Preis

IDA © IDA IDA © IDA
IDA

© IDA

Am 5. Juli 2017 wurde der „Preis des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für herausragende studentische Initiativen im Programm Welcome – Studierende engagieren sich für Flüchtlinge“ in Berlin verliehen. Die Studentische Initiative IDA (Initiative Deutschkurse für Asylsuchende) an der TU Dresden wurde mit dem zweiten Preis ausgezeichnet, der mit 5.000 Euro dotiert ist.

„Wir freuen uns sehr, dass die Jury uns als Preisträger ausgewählt hat. Das Preisgeld hilft uns, unsere zahlreichen Aktivitäten aufrecht zu erhalten, um Geflüchtete besser beim Ankommen in Dresden zu unterstützen. In Zukunft wollen wir verstärkt Angebote für geflüchtete Frauen schaffen.“, kommentiert Victoria Gulde, studentische Projektmitarbeiterin aus dem Organisationsteam der IDA die Auszeichnung. Torsten König, Mitarbeiter der TUD, hält fest: „Der Preis bedeutet nicht nur eine Anerkennung der hervorragenden Arbeit der studentischen Koordinator*innen und freiwilligen Helfer*innen von IDA. Er macht auch auf mögliche praktische Wege aufmerksam, auf denen interkultureller Austausch und Integration gelingen können.“ Den Preis nahmen in Berlin acht studentischen Vertreter*innen von IDA gemeinsam mit Prof. Antonio M. Hurtado, Prorektor für Universitätsentwicklung, und Dr. Karoline Oehme-Jüngling, wissenschaftliche Koordinatorin im ZfI entgegen.

Mit dem Preisgeld wird IDA die bestehenden Angebote weiter entwickeln und neue Projekte initiieren. So ist geplant, die sprachlichen Hilfsangebote für Studierende mit Fluchthintergrund bedarfsgerecht auszubauen. Insbesondere hat sich die Unterstützung beim Erlernen von Fachsprachen sowie bei sprachorientierten Vorbereitungsveranstaltung zu einzelnen Fachdisziplinen als Bedarf abgezeichnet. „Um dieses Angebot umzusetzen, müssen wir nicht nur die freiwilligen Sprachhelfer koordinieren, sondern sie auch fachlich fit machen“, erklärt Victoria Gulde. „Dafür planen wir Workshops, in denen das nötige Fachwissen durch Fachkräfte an die Helfer vermittelt wird.“

IDA ist aus einer studentischen Gruppe hervorgegangen, die von September 2015 bis April 2016 ehrenamtlich Sprachkurse für Geflüchtete in den Erstaufnahmeeinrichtungen auf dem Gelände der TU Dresden organisierte. Inzwischen organisiert und koordiniert die Initiative mehrere Projekte, u.a. das Patenschaftsprogramm „Buddy-Programm – Refugees Meet Locals“, Sprachkurse von Geflüchteten für Studierende, in denen Geflüchtete Grundkenntnisse ihrer Herkunftssprachen und -kulturen an Studierende vermitteln und Deutschlernangebote. Diese umfassen niedrigschwellige Deutschkurse in Erstaufnahme- und Übergangseinrichtungen sowie einen Hausaufgabentreff. Hierfür wurde ein eigenes Kursheft entwickelt, mit dem Alltagswissen vermittelt wird und das kostenfrei zur Verwendung für Initiativen und Einzelpersonen heruntergeladen werden kann. Zudem organisiert IDA eine monatliche Veranstaltungsreihe zur politischen Bildung und interkulturellen Sensibilisierung von Studierenden. Die Initiative sucht zur Aufrechterhaltung dieser Angebote ständig nach ehrenamtlichen Unterstützer*innen, die als Deutschlehrer*innen oder Pat*innen tätig werden wollen.

IDA wird seit April 2016 vom DAAD im Programm „Welcome – Studierende engagieren sich für Flüchtlinge“ sowie von der „Studentenstiftung Dresden“ gefördert. Unterstützt wird IDA durch das Akademische Auslandsamt der TUD, das Zentrum für Integrationsstudien der TUD sowie von engagierten Mitarbeiter*innen der Fakultät Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften. Das Netzwerk der IDA-Aktivitäten umfasst derzeit etwa 150 Studierende Dresdner Hochschulen, die sich als ehrenamtliche Lehrer*innen oder Pat*innen engagieren und erreicht im Monat ca. 300 Geflüchtete.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Deutsche Akademische Austauschdienst lobten erstmals diesen Preis aus, um besonders innovative Initiativen sichtbar zu machen und dazu zu ermutigen, diese weiter zu entwickeln.

Call for Papers für die Internationale Tagung „Transcultural Adaptation“ im November 2018

Im Mittelpunkt des Tagungsprojekts „Transcultural Adaptation“ steht die Erforschung narrativer und medialer Transformationsprozesse an der Schnittstelle zwischen verschiedenen Kulturen, unter besonderer Berücksichtigung aktueller Migrationsdiskurse und postkolonialer Fragestellungen. Dabei wird untersucht, wie sich Erzählungen im Prozess des Kulturtransfers verändern und wie sich dabei zugleich die beteiligten Kulturräume durch die Begegnung mit dem Anderen wandeln. Die internationale Tagung wird von der Professur für Englische Literaturwissenschaft an der TU Dresden unter der Leitung von Dr. Wieland Schwanebeck organisiert. Interessierte Wissenschaftler*innen können sich noch bis zum 18. August 2017 mit einem Beitrag für die Tagung bewerben.  mehr

Neuerscheinung "Deutsch als Zweitsprache in der Lehrerbildung"

Deutsch als Zweitsprache © Waxmann Deutsch als Zweitsprache © Waxmann
Deutsch als Zweitsprache

© Waxmann

Der Sammelband, herausgegeben von Michael Becker-Mrotzek, Peter Rosenberg, Christoph Schroeder und Annika Witte, gibt einen Überblick über die bisherigen Modelle und präsentiert erste Erkenntnisse. Darüber hinaus werden Antworten auf folgende Fragen gegeben: Welche Inhalte sollen im Bereich Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache vermittelt und welche Kompetenzen von angehenden Lehrkräften erworben werden? Wie können bereits im Studium sprachliche Aspekte des Fachunterrichts vermittelt werden? Bereiten diese Kompetenzen ausreichend auf die Herausforderungen in der Schule vor und wie lässt sich das evaluieren? Aus der
Tatsache, dass sprachliche Heterogenität einen zentralen Aspekt von Diversität darstellt, ergibt sich eine weitere Frage: Wie gestaltet sich das Verhältnis von Sprachförderung und Inklusion?

Mit Beiträgen von:
Tülay Altun,  Barbara Baumann,  Claudia Benholz,  Markus Bernhardt,  Anke Börsel,  Annkathrin Darsow,  Aysun Doğmuş,  Marion Döll,  Elisabeth Fleischhauer,  Christoph Gantefort,  Juliana Goschler,  Wilhelm Grießhaber,  Michael Grosche,  Katrin Günther,  Sara Hägi-Mead,  Yasemin Karakaşoğlu,  Beate Lütke,  Gülşah Mavruk,  Verena Mezger,  Magdalena Michalak,  Elke Montanari,  Sven Oleschko,  Jennifer Paetsch,  Claudia Riemer,  Anke Sennema,  Julia Settinieri,  Anke Schmitz,  Fränze Sophie Wagner,  Magdalena Wiażewicz mehr

Zu dieser Seite

Letzte Änderung: 02.08.2017