Vorträge im Rahmen von "Courage - wissen, sehen, handeln!"

Was ist Rassismus? In welchen Kontexten tritt er auf? Was kann eine Universität gegen Rassismus tun? Die Vorträge von namhaften Expertinnen und Experten helfen Rassismus zu verstehen und zu erkennen.

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02.11.2017 // Perspektivwechsel

Referent: Jens Wolfer (Opferberatung der RAA Sachsen e.V.)
Termin: 02.11.2017; 18:30-20:00 Uhr
Ort: TU Dresden GER/38: Bergstr. 53, 01069 Dresden
Moderation: Dr. Anna-Maria Schielicke

Als Beratungsstelle für Betroffene rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt unterstützen wir Menschen, die aufgrund natio-ethno-kultureller Zuschreibungen beleidigt, bedroht und verletzt werden. Die Zahl rassistisch- und rechtsmotivierter Angriffe nimmt seit Jahren zu. Der mediale und strafrechtliche Fokus, liegt oftmals auf den Täter*innen. Doch was geschieht mit den Betroffenen nach einem gewaltsamen Angriff? Wenn plötzlich alles aus den Fugen geraten ist. Der Vortrag wagt einen Blick auf die Situation von Betroffenen rechtsmotivierter Gewalttaten und ermöglicht einen Perspektivwechsel.

08.11.2017 // 2015 und 2016 - Zwischen Hochschulalltag und Erstaufnahmecamps

Referenten: M. Odenbach (TU Dresden), K. Brömmer (TU Dresden), U. Mikolasch (TU Dresden), W. Nemitz (DRK)
Termin: 8.11.2017; 18:30-20:00 Uhr
Ort: TU Dresden GER/38: Bergstr. 53, 01069 Dresden
Moderation: Ann-Kathrin Kobelt

Der Vortrag will drüber informieren, wie Universitätsleitung und Kommunikationsabteilung auf die Einrichtung von Erstaufnahmecamps in Sporthallen auf dem Campus reagiert haben, wie Studierene und Beschäftigte den Geflüchteten konkret geholfen bzw. ihre Hilfe angeboten haben und wie mit Erschwernissen, Widerständen und Problemlagen umgegangen worden ist. Außerdem wird darauf aufmerksam gemacht, wie die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren aufgebaut und wie mit Ängsten von Betroffenen umgegangen wurde.

23.11.2017 // Zeichen setzen gegen Rassismus an Deutschen Hochschulen

Referentin: Dr. Emily Ngubia Kessé (HU Berlin)
Termin: 23.11.2017; 18:30-20:00 Uhr
Ort: TU Dresden GER/38: Bergstr. 53, 01069 Dresden
Moderation: Ann-Kathrin Kobelt

Rassismus als Realität in Deutschland anzuerkennen, ist noch immer schwierig und wird weiterhin vor allem kleingeredet oder ignoriert.
Rassismus schreibt sich in die Selbstvorstellungen von diskriminierten
Personen ein, in Lehrpläne und Sprechstundentermine, in die Form, wie
Bewerbungen beurteilt und Personen eingelesen werden, in
Hausarbeitsthemen und Ansprachen.  Rassismus ist damit an  der
Tagesordnung  für  Studierende und Lehrende of Color, und durchzieht
alle Ebenen des Bildungsverlaufs, angefangen mit der Kita bis hin zur
Universität.  Frau Dr. Kessé zeigt differenziert, wie sehr dies gerade
auch im deutschen Bildungssystem traurige Alltagspraxis ist, basierend
auf ihrem Buch „Eingeschrieben. Zeichen setzen gegen Rassismus an
deutschen Hochschulen“

29.11.2017 // Fremdenfeindlichkeit und Rechtspopulismus – couragiert handeln im Alltag

Referent: Prof. em. Dr. Dr. Gerd Meyer (Eberhard Karls Universität Tübingen)
Termin: 29.11.2017; 18:30-20:00 Uhr
Ort: TU Dresden GER/38: Bergstr. 53, 01069 Dresden

Vorbehalte, teilweise offene Abwehr  gegenüber „Fremden“ und Flüchtlingen, rechtspopulistische Parolen und wachsende Islamfeindlichkeit begegnen uns im Alltag. Viele Menschen sind verunsichert. Rechtspopulisten nutzen das aus, spielen mit Gefühlen und stellen demokratische Prinzipien in Frage. Aber was ist eigentlich Rechtspopulismus – nur ein politischer Kampfbegriff? Wie können, wie sollen Demokraten damit umgehen – couragiert, kompetent und klar in der Sache? Angesichts der großen Herausforderungen von Migration und Integration begegnen viele dem „Wir schaffen das!“ mit sorgenvoller Skepsis. Es gilt, Befürchtungen ernst zu nehmen, aber auch Grenzen der Toleranz  aufzuzeigen. Im Alltag kommt es darauf an, ein möglichst konstruktives Gespräch mit denen zu führen, die (noch) offen sind für Argumente. Im Mittelpunkt steht hier nicht das Handeln im öffentlichen Bereich oder das Ringen um Amt und Mandat. Hier geht es vor allem um „Mikropolitik“, also um das Persönliche, das soziale Mit- und Gegeneinander in der eigenen Lebenswelt, im sozialen Nahbereich von Familie, Bekannten- und Kollegenkreis, in der Nachbarschaft. Courage, sozialer Mut in Konflikt und Konsens ist ein integraler Bestandteil einer demokratischen politischen Kultur. Der Vortrag  verbindet Analyse und kritische Überlegungen, zeigt Handlungsmöglichkeiten auf und will zu Reflexion und Austausch eigener Erfahrungen anregen.

07.12.2017 // Die Reichsbürger - Oder: Warum die Bundesrepublik eben doch existiert!

Referent: Sven-Eric Richter (Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung Brühl)
Termin: 7.12.2017; 18:30-20:00 Uhr
Ort: TU Dresden GER/38: Bergstr. 53, 01069 Dresden
Moderation: PD Dr. Steffen Kailitz

Nicht zuletzt durch die tragischen Ereignisse des Jahres 2016 in Reuden und Georgensmünd, sind die sogenannten "Reichsbürger" als eine Spielart des Rechtsextremismus verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit und der Sicherheitsbehörden gerückt. Mitnichten kann die Szene jedoch als eine homogene Gruppierung mit gemeinsamen Argumenten betrachtet werden. Vielmehr handelt es sich um ein extrem heterogenes Milieu, dessen einzelnen Teilen es jedoch in der jüngeren Vergangenheit gelingt, die Anhängerschaft trotz teils absurder Argumente zu vergrößern. Der Vortrag soll eine Definition der Szene liefern und die Struktur des Milieus aufzeigen. Ziel ist es, die Zuhörer in die Lage zu versetzen, Argumente von Reichsbürgern nicht nur zu erkennen, sondern auch demaskieren und widerlegen zu können.

13.12.2017 // Die ewige Angst - queere Geflüchtete in Sachsen

Referent: Ronald Zenker (csd Dresden e.V.)
Termin: 13.12.2017; 18:30-20:00 Uhr
Ort: TU Dresden GER/38: Bergstr. 53, 01069 Dresden
Moderation: Dr. Karoline Oehme-Jüngling

Verbot, Verfolgung, Gewalt - Die alltägliche Angst treibt insbesondere queere Menschen zur Flucht. Doch Ablehnung und Homophobie begegnen ihnen auch hier: In den Heimen und auf der Straße. Der CSD Dresden betreut mit der Landeskoordinierungsstelle etwa 250 queere Geflüchtete in ganz Sachsen. Im Vortrag stellt sich das Projekt vor und erläutert die Herausforderungen bei der Arbeit mit queeren Geflüchteten und welchen "Leuchtturm-Charakter“ Sachsen mit dieser Landeskoordinierungsstelle für die Bundesrepublik hat.

11.01.2018 // Rechtsmotivierte Gewalt und Betroffenenperspektive

Referentin: Juliane Pink (Opferberatung RAA Sachsen)
Termin: 11.01.2018; 18:30-20:00 Uhr
Ort: TU Dresden

Der Vortrag findet in Kooperation mit ida (In Deutschland ankommen) statt.

Weitere Informationen folgen in Kürze...

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Timo Kracht
Letzte Änderung: 11.10.2017