Courage: WISSEN!

Was ist Rassismus? Wie macht er sich bemerkbar? In welchen Kontexten tritt er auf? Welche Geschichte hat Rassismus? Was kann eine Universität gegen Rassismus tun? Die Vorträge von und Diskussionen mit Expert*innen helfen Rassismus zu erkennen und zu verstehen. 

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 Vorträge und Diskussionen

12.08.2018 // Palais.Gespräch I

Vortrag und Diskussion
Palais.Gespräch I - Wie leben wir morgen? Sicherheit oder Angst in der Stadt?

Dresden ist Raum der gesellschaftlichen Polarisierung. Scheinbar stehen sich Sicherheitsgefühle und Bedrohungsszenarien gegensätzlich gegenüber - so kann die Sicherheit der einen auf Kosten der Unsicherheit der anderen erfolgen. Daher will die Diskussion unter der pointierten Frage 'Sicherheit oder Angst in der Stadt?' dieses Spannungsverhältnis beleuchten und zugleich danach fragen, wie Sicherheit für alle hergestellt werden kann.

Im Gespräch mit Manaf Halbouni, Volker Lange, Michael Schindhelm und Gisela Staupe (Informationen unten).

Live: Sammeltonium Wunderland. Was verbindet einen hochenergetisch wirbelnden Schlagzeuger und einen zeitlupenlangsamen Stahlstreicher? Die Liebe zum Vergessenen, zum Weggeworfenen und Ungesehenen, das Lauschen auf Geräusche aus dem Alltag, aus der Stadt, aus dem Staub. Es macht eine klammheimliche Freude, Musik in Klängen zu finden, die uns viel zu vertraut, zu verbraucht oder zu schräg erscheinen, um sie auf die Bühne zu bringen. Wenn sie dann unvermutet aufeinander treffen, entspinnt sich wie von selbst der Faden einer Erzählung…

Informationen

  • Veranstalter: gemeinsame Veranstaltung des Zentrum für Integrationsstudien der TU Dresden und des Palais Sommer
  • Programmpartner: Kulturhauptstadtbüro Dresden 2025, unterstützt durch Dresden Fernsehen und dem lokalen Handlungsprogramm für ein vielfältiges und weltoffenes Dresden (LHP) der Landeshauptstadt Dresden
  • Ort: Japanisches Palais, Palaisplatz 11, 01097 Dresden
  • Termin: 12. August 2018, 17:00 Uhr
12.08.2018 // Palais.Gespräch I
23.08.2018 // Öffentliche Räume dekolonisieren

Vortrag und Diskussion
Öffentliche Räume dekolonisieren. Wem gehört die Stadt?

Koloniale Geschichte findet sich nicht nur im Museum, sondern lebt weiter in Straßennamen, Supermärkten, Schulen oder Kinos. Wie kann dieses historische Erbe sichtbar gemacht und für eine dekolonialisierte Gegenwart genutzt werden? Die Veranstaltung blickt auf Kontinuitäten und Brüche aus der Vergangenheit in die Gegenwart, indem gefragt wird, wie und von wem städtische Räume heute genutzt werden. Im Fokus steht daher die Frage nach (Un-)Sicherheit im öffentlichen Raum – von wem und für wen, auch in einer Stadt wie Dresden.

Im Vorfeld der Veranstaltung findet um 17:00 Uhr ein postkolonialer Stadtrundgang mit der Gruppe Dresden Postkolonial statt (Teilnahme kostenlos, Anmeldung unter kristin.heinig@dhmd.de).

Referent*innen

  • Céline Barry, Antidiskriminierungsnetzwerk des Türkischen Bundes, Berlin

  • Anna Nikolenko, LAG pokuBi Sachsen e. V. (angefragt)

  • Nanette Jacomijn Snoep, Direktorin der Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen

  • Vertreter*in der Gruppe Dresden Postkolonial (angefragt)

  • Moderation: Dr. Noa K. Ha, Nachwuchsforschungsgruppenleiterin am Zentrum für Integrationsstudien der TU Dresden

Informationen

  • Veranstalter: Deutsches Hygiene-Museum Dresden
  • Ort: Deutsches Hygiene-Museum, Lingnerplatz 1, 01069 Dresden
  • Termin: 23. August 2018, 19:00 Uhr
  • Eintritt: 3,00 EUR (Normalpreis), 1,50 EUR (Ermäßigungsbrechtigte sowie Jahreskarteninhaber*innen)
  • weitere Informationen
25.08.2018 // Palais.Gespräch II

Vortrag und Diskussion
Palais.Gespräch II - Wie leben wir morgen? Reden wir übereinander oder miteinander?

Hassrede, Beleidigungen, Grenzen des Sagbaren – die Zeichen der Kommunikation stehen scheinbar auf Konfrontation und polarisieren das gesellschaftliche Miteinander. Vorurteile prallen aufeinander, werden medial verstärkt und das Gesagte wird mißverstanden. Vor diesem Hintergrund fragt das Palais Gespräch, ob wir miteinander reden, oder übereinander? Und welche gesellschaftlichen Konsequenzen werden ersichtlich, wenn in der Kommunikation der Austausch und der Perspektivenwechsel eine untergeordnete Rolle spielt?

Im Gespräch mit Mo Asumang, Andres Clavelles-Gonzales, Prof. Dr. Marina Münkler, Jörg Polenz und Dr. Annette Rehfeld-Staudt (Informationen unten).

Live: Central Boom & Space. central boom and space ist ein Projekt des Elektronik-Musikers Winterberg aus Dresden. Dabei finden live improvisierte Klänge, Rhythmen und Instrumentalisten durch Improvisation oder notierte Vorlagen zueinander und erschaffen dabei eine ambiente und poetische Stimmung, die eine offene Konzertsituation erlaubt.

Informationen

  • Veranstalter: gemeinsame Veranstaltung des Zentrum für Integrationsstudien der TU Dresden und des Palais Sommer
  • Programmpartner: Kulturhauptstadtbüro Dresden 2025, unterstützt durch Dresden Fernsehen und dem lokalen Handlungsprogramm für ein vielfältiges und weltoffenes Dresden (LHP) der Landeshauptstadt Dresden
  • Ort: Japanisches Palais, Palaisplatz 11, 01097 Dresden
  • Termin: 25. August 2018, 16:00 Uhr
25.08.2018 // Palais.Gespräch II
06.09.2018 // Institutionen dekolonisieren

Vortrag und Diskussion
Institutionen dekolonisieren. Wessen Geschichte(n) erinnern wir?

Kulturinstitutionen und Bildungseinrichtungen sind keine neutralen Orte, sondern geprägt von (post-)kolonialen Strukturen, die selten als solche wahrgenommen werden. Dieses Panel fragt, ob und wie Institutionen von innen heraus verändert werden können, um Geschichte und Gegenwart eines nicht (nur) weißen Deutschlands sichtbar zu machen. Ist eine antirassistische Praxis innerhalb der Systemstrukturen möglich?

Im Vorfeld der Veranstaltung findet um 17:30 Uhr ein Rundgang durch die Ausstellung und Gespräch mit der Autorin, Kuratorin und Dozentin Natasha A. Kelly statt (Teilnahme mit Museumsticket oder Eintrittskarte zur Veranstaltung).

Referent*innen

  • Philipa Ebéné (Werkstatt der Kulturen Berlin, angefragt) und weitere
  • Moderation: Dr. Fatima El-Tayeb, Professorin für Literatur und Ethnic Studies an der University of California, San Diego

Informationen

  • Veranstalter: Deutsches Hygiene-Museum Dresden
  • Ort: Deutsches Hygiene-Museum, Lingnerplatz 1, 01069 Dresden
  • Termin: 06. September 2018, 19:00 Uhr
  • Eintritt: 3,00 EUR (Normalpreis), 1,50 EUR (Ermäßigungsbrechtigte sowie Jahreskarteninhaber*innen)
  • weitere Informationen
13.09.2018 // (Erinnerungs-)Diskurse dekolonisieren

Vortrag und Diskussion
(Erinnerungs-)Diskurse dekolonisieren. Wer spricht, wer wird gehört?

Unser Verständnis von Demokratie ist untrennbar vom Konzept der informierten Öffentlichkeit, der Idee, dass gesellschaftliche Debatten politische Entscheidungen begleiten und gegebenenfalls korrigieren. Oft bleibt allerdings unhinterfragt, welche Gruppen als Teil dieser Öffentlichkeit gelten und welche Positionen systematisch ignoriert bzw. ausgeschlossen werden. Das Panel adressiert diese Ausschlüsse ebenso wie alternative Modelle und fragt: Gibt es eine repräsentative Öffentlichkeit jenseits der Mehrheitsgesellschaft.

Referent*innen

  • Iris Rajanayagam, Historikerin und Programmreferentin bei xart splitta, Berlin

  • Nadja Ofuatey-Alazard, Journalistin, EOTO Berlin

  • Isidora Randjelovic, Leiterin des feministischen Archivs RomaniPhen, Berlin (angefragt)

  • Moderation: Dr. Fatima El-Tayeb, Professorin für Literatur und Ethnic Studies an der University of California, San Diego

Informationen

  • Veranstalter: Deutsches Hygiene-Museum Dresden
  • Ort: Deutsches Hygiene-Museum, Lingnerplatz 1, 01069 Dresden
  • Termin: 13. September 2018, 19:00 Uhr
  • Eintritt: 3,00 EUR (Normalpreis), 1,50 EUR (Ermäßigungsbrechtigte sowie Jahreskarteninhaber*innen)
  • weitere Informationen
24.10.2018 // Wie die identitäre Bewegung unser Sprechen auf die Probe stellt

Vortrag
Wie die identitäre Bewegung unser Sprechen auf die Probe stellt

Der ethnopluralistische Diskurs der identitären Bewegung stellt eine kommunikative Irritation und Herausforderung dar, denn er operiert mit weithin anerkannten und positiv besetzten Begriffen wie Identität, Kultur, Diversität, Pluralismus usw., deren Vieldeutigkeit (Blendl/Spitzmüller 2017) und Ambivalenz er auf diese Weise sichtbar macht. Eine Voraussetzung, um mit Rechten zu reden (Leo/Steinbeis/Zorn 2017) ist daher, sich nicht bloß auf die vermeintlich illegitime Umdeutung dieser Begriffe im rechten Diskurs zu fixieren, sondern sich zunächst einmal ihrer Vieldeutigkeit bewusst zu werden und diese kritisch zu reflektieren.

Referent

Dr. Michael Dobstadt, kommissarischer Leiter der Professur für Deutsch als Fremdsprache der TU Dresden

Informationen

  • Veranstalter: Zentrum für Integrationsstudien der TU Dresden in Kooperation mit der  Volkshochschule Dresden e.V.
  • Ort: Volkshochschule Dresden, Annenstraße 10, 01067 Dresden
  • Termin: 24. Oktober 2018, 18:30-20:00 Uhr
25.10.2018 // mitreden.DD - Integration

Gesprächsrunden
mitreden.DD - Integration: Hürden, Herausforderungen und Haltungen

Das Format mitreden.DD - ein Veranstaltungsformat der VHS - rückt gesellschaftlich relevante Themen in den Fokus und fordert zum Diskutieren auf. In kleinen Gruppen gibt es jede Menge Gelegenheit, Fragen zu stellen und Antworten zu bekommen, außerdem Expertenwissen und Erkläransätze. Ziel ist es, Dialog zu ermöglichen, Austausch auch mit Andersdenkenden zu pflegen und das Miteinanderreden zum Erlebnis werden zu lassen.

Das Thema: Integration: Hürden, Herausforderungen und Haltungen. Integration ist eine zentrale Aufgabe unserer Gesellschaft. Ob Integration gelingt ist von vielen Faktoren abhängig: Sprache, Bildung, Arbeitsmarktzugang, Rechtssicherheit, aber auch die interkulturelle Öffnung der Aufnahmegesellschaft. Warum ist Integration notwendig? Welche Hürden und Herausforderungen bestimmen den Integrationsprozess? Welche Haltungen die gesellschaftliche Debatte?

Expertinnen in den Gesprächsgruppen

Dr. Carolin Eckardt, Laura Rind-Menzel, Ann-Kathrin Kobelt, Elena Bogdanzaliew, Dr. Noa K. Ha (alle vom Zentrum für Integrationsstudien der TU Dresden)

Informationen

  • Veranstalter: Zentrum für Integrationsstudien der TU Dresden in Kooperation mit der  Volkshochschule Dresden e.V.
  • Ort: Volkshochschule Dresden, Annenstraße 10, 01067 Dresden
  • Termin: 25. Oktober 2018, 19:00-20:30 Uhr
07.11.2018 // Generationen vietnamesisch-deutscher Migrationsgeschichten

Vortrag
Generationen vietnamesisch-deutscher Migrationsgeschichten

Die Wege aus Vietnam nach Deutschland waren je nach Zeitpunkt und je nach Geographie von sehr unterschiedlicher Prägung – einerseits die Ankunft der Boat People in die BRD und andererseits die vietnamesischen Vertragsarbeiter und Vertragsarbeiterinnen in die DDR. Angesichts der historischen und politischen Lagen kann nicht von einer Geschichte erzählt, sondern müssen verschiedene und auch konkurrierende Geschichten berücksichtigt werden. Im Vortrag wird Noa Ha diese Voraussetzungen im Wandel der Generationen einordnen und die daraus resultierenden Folgen für den Arbeitsmarkt, für die Staatsbürgerschaft und für die Auseinandersetzung mit rassistischer Gewalt gegen vietnamesische und vietnamesisch-deutsche Menschen aufzeigen. Denn entlang dieser scheinbar eindeutigen Migration aus Vietnam nach Deutschland entfalten sich die gesellschaftlichen Debatten zu Migration und Zugehörigkeit, die sehr viel uneindeutiger und widersprüchlicher sind.

Referentin

Dr. Noa K. Ha, Nachwuchsforschungsgruppenleiterin am Zentrum für Integrationsstudien der TU Dresden)

Informationen

  • Veranstalter: Zentrum für Integrationsstudien der TU Dresden in Kooperation mit der Volkshochschule Dresden e.V.
  • Ort: Volkshochschule Dresden, Annenstraße 10, 01067 Dresden
  • Termin: 07. November 2018, 18:30-20:00 Uhr
15.11.2018 // Identity. Intersectionality. Indigeneity

Vortrag
Identity. Intersectionality. Indigeneity

Germany has no problem labeling and defining “Others”, such as its favorite stereotype the Native American Indian, but its own identity in this 21st century is more complex. “Identity”, whether as an individual or as a nation is growing more contentious, not only because of refugees and migration, but the increase in multi-ethnic families, some born or having lived here for generations.

Whether it is the normalization of racism in the mainstream or the behaviors and practices of modern colonialism present in government, schools and businesses, and daily on the streets, Germany is a microcosm of struggles facing western society. Misinformation, Eurocentric history and “politically correct” policies that did not reflect interracial reality for decades has created a perfect storm of self-victimization and self-interest.

The same mentality that ignores indigenous rights to self-representation are often those who also stereotype and gaslight GLBTIIQ people, the disabled or economically challenged, especially people of color just for desiring change and equality. This is intersecting oppression.

What and who engineered these behaviors and practices, and for what purpose? And how and why must it change? These questions are each person's responsibility to educate themselves upon, but the answers must be honest.

Referent

Red Haircrow, Regisseur aus Berlin

Information

  • Veranstalter: Zentrum für Integrationsstudien TU Dresden
  • Ort: FrauenBildungsHaus, Oskarstr. 1, 01219 Dresden
  • Termin: 15. November 2018, 19:00-20:30 Uhr
  • Sprache: Englisch
16.11.2018 // Kritischer Rundgang durch die Ausstellung "Rassismus. Die Erfindung von Menschenrassen"

Rundgang
Kritischer Rundgang durch die Ausstellung "Rassismus. Die Erfindung von Menschenrassen"

Am Freitag, den 16. November 2018, 16:00 Uhr bieten die LAG pokuBi Sachsen e.V. und die Gruppe Dresden Postkolonial einen kritischen Rundgang durch die Ausstellung "Rassismus. Die Erfindung von Menschenrassen" des Deutschen Hygiene-Museums Dresden an.

Informationen

  • Veranstalter: LAG pokuBi Sachsen e.V. und Dresden Postkolonial
  • Ort: Deutsches Hygiene-Museum, Lingnerplatz 1, 01069 Dresden
  • Termin: Freitag, 16. November 2018; 16:00 Uhr
  • Eintritt: 3,50 €
  • Anmeldung: E-Mail an sonja.riehn@pokubi-sachsen.de
22.11.2018 // gleich ≠ gleich - Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsdaten & positive Maßnahmen für einen effektiven Diskriminierungsschutz

Podiumsdiskussion
gleich ≠ gleich - Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsdaten & positive Maßnahmen für einen effektiven Diskriminierungsschutz

Gleich ist ungleich gleich. Doch wir wollen die gleichberechtigte Teilhabe ALLER. Kein Mensch darf rassistisch oder in Bezug auf eine Beeinträchtigung, Geschlecht, Geschlechtsidentität, Lebensalter, Religion und/oder Weltanschauung, sozio-ökonomischem Status und der Sprache diskriminiert werden.

Doch wie können wir effektiven Diskriminierungsschutz umsetzen um die Gleichstellung ALLER zu erreichen?

Gemeinsam wollen wir mit Ihnen diskutieren und schauen was schon umgesetzt wurde! Was können wir von der Gleichstellung der Frauen lernen und übertragen auf Menschen, die rassistische Diskriminierung erleben müssen? Warum ist es hierbei wichtig Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsdaten zu erheben? Was müssen wir in Sachsen erreichen? Was braucht es hierfür?

Referenten

Sebastian Vogel (Sächsisches Ministerium für Gleichstellung und Integration)
Sotiria Midelia (Antidiskriminierungsbüro Sachsen)
Deniz Yildirim (Vielfalt Entscheidet e.V. - Diversity in Leadership)
Gün Tank (neue deutsche organisationen e.V.)

Informationen

24.11.2018 // „Die Welt wird schwarz.“ Und Polen?

Vortrag
„Die Welt wird schwarz.“ Und Polen?

Mit Bezug auf den kamerunischen Theoretiker des Postkolonialismus Achille Mbembe und seine Studie „Kritik der schwarzen Vernunft», bezieht sich der Vortrag auf den in der gegenwärtigen polnischen Gesellschaft manifesten „Rassismus ohne Rassen“. Anhand von künstlerischen Arbeiten, die sich mit der Erforschung von «blackness» in der radikal weißen polnischen Gesellschaft befassen, werden folgende Fragen gestellt: Wie wird der schwarze Körper in der polnischen Kunst repräsentiert? Welche Affekte werden durch das sporadische Auftauchen des schwarzen Körpers im öffentlichen Raum, im Theater oder Film produziert? Welchen Platz findet der Diskurs über «blackness» im polnischen kulturellen Gedächtnis? Kann man ihn mit anderen Erinnerungsdiskursen komparatistisch analysieren, etwa mit Erinnerungsformen von Holocaust oder mit der Rhetorik nationaler Aufstände?

Referent

Prof. Dr. Dorota Sajewska (Universität Zürich)

Informationen

29.11.2018 // Migration als rechtsethisches Problem

Vortrag und Diskussion
Migration als rechtsethisches Problem. Gibt es ein Recht auf Erhalt der eigenen kulturellen Identität? 

Der öffentliche Abendvortrag im Rahmen der Tagung Migration, Menschenrechte und Rassismus von Prof. Dr. Reinhard Merkel wird begleitet von zwei kritischen Nachfragern sowie einer offenen Diskussion.

Die Tagung will dazu beitragen, die gesellschaftliche Diskurskultur im Allgemeinen und den Schulunterricht im Besonderen für die Erörterung ethischer Fragen zu Migration, Menschenrecht und Rassismus zu nutzen.

Referent

Prof. Dr. Reinhard Merkel

Informationen

  • Veranstalter: Institut für Philosophie der TU Dresden und Zentrum für Integrationsstudien der TU Dresden in Kooperation mit dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden
  • Ort: Deutsches Hygiene-Museum, Lingnerplatz 1, 01069 Dresden
  • Termin: 29. November 2018, 18:30-20:00 Uhr

  • weitere Informationen

Tagungen und Veranstaltungsreihen

01.09.2018 // Die Grenzen der Toleranz

Tagung
Die Grenzen der Toleranz. Warum wir nicht mit Antidemokrat*innen reden müssen

Auf vielfältigen Ebenen platzieren rechte, antidemokratische Akteur_innen derzeit ihre Themen und Forderungen im politischen Diskurs. Mit ressentimentgeleiteten Narrativen schüren sie Ängste, um anschließend ihr völkisch-nationalistisches Programm als „Rettung“ zu inszenieren. Unter Berufung auf das Grundrecht der freien Meinungsäußerung versuchen sie, jegliche Kritik an rassistischen und anderen diskriminierenden Äußerungen und Handlungen als antidemokratisch zurückzuweisen.

Mit solchen Vorwürfen sind zunehmend auch zivilgesellschaftliche Organisationen in Sachsen konfrontiert. Um angemessen darauf reagieren zu können, braucht es eine Verständigung über die Grundsätze und Prinzipien der freiheitlichen Demokratie. Im Sinne einer streitbaren Demokratie beinhaltet dies auch die Frage nach den Grenzen der Toleranz und dem Umgang mit den Gegner_innen der offenen Gesellschaft.

Der Fachtag des Netzwerks Tolerantes Sachsen bietet im Vorfeld der Kommunal- und Landtagswahlen 2019 einen Rahmen zur Auseinandersetzung mit diesen Fragen. Nach einem Einführungsvortrag setzen sich die Teilnehmer_innen in drei parallelen Workshops mit antidemokratischen Argumentationsmustern und Kommunikationsstrategien zu den Themen Meinungsfreiheit, Menschenwürde und Demokratieverständnis auseinander. Dabei werden Argumente für die Verteidigung dieser Werte und gegen ihre Umdeutungen entwickelt.

Informationen

  • Veranstalter:Tolerantes Sachsen e.V., Weiterdenken - Heinrich-Böll-Stiftung e.V., Hochschule Mittweida
  • Ort: Hochschule Mittweida, Zentrum für Medien und Soziale Arbeit, Bahnhofstraße 15, Haus 39, 09648 Mittweida
  • Termin: 01. September 2018, 10:00-16:00 Uhr

  • weitere Informationen

17.-19.09.2018 // DIE NEUE MITTE?

Tagung
DIE NEUE MITTE? Rechte Ideologien und Bewegungen in Europa

Die Bedrohung von rechts ist deutlich vielfältiger und divergenter geworden. Nicht mehr nur gewaltbereite Neonazis arbeiten an einer Erneuerung des deutschen Reiches, auch nationalkonservative Rechtspopulisten und völkische Nationalisten, Identitäre und Reichsbürger agitieren gegen die Bundesrepublik Deutschland, jeweils mit ganz eigenen Konzepten, Zielen und Strategien.

Das Ziel der Tagung ist es, diese Vielfalt zu thematisieren und zugleich nach den verbindenden Elementen zu suchen: Welche Ideologien bilden die Versatzstücke für die unterschiedlichen Welterklärungsmodelle und welche gemeinsamen Ziele verbinden die verschiedenen Aktionsfelder am rechten Rand der Gesellschaft? Wie beeinflussen gesellschaftliche Transformationsprozesse die Zustimmung und Ablehnung zu diesen Erklärungsmodellen und Bewegungen? Welche Wechselwirkungen gibt es über mediale Berichterstattung und mediale Vernetzung zwischen Gesellschaften und dem rechten Spektrum?

Mit einem breiten Angebot aus Vorträgen und Workshops richtet sich die Tagung vor allem an jene, die in ihren beruflichen und privaten Kontexten mit diesen Herausforderungen konfrontiert werden. Auf der Tagung erhalten sie Hintergrundinformationen zu den einzelnen Akteuren und Strukturen und lernen Strategien für ihre tägliche Arbeit kennen.

Programm (Auszug)

Panel I: Aktionsfelder, 17.09.2018, 14:00-19:00 Uhr

Zu Beginn der Tagung wird das gesamte Feld rechter Spieler in den Blick genommen. Es wird versucht, die Akteure und die Bewegungsformen anhand ihrer Weltbilder und Aktionsfelder zu differenzieren, zugleich aber auch die ideologischen Überschneidungen herauszuarbeiten und personale Netzwerke und Beziehungsmuster aufzudecken.

Panel II: Effekte sozialer Transformationen: Gesellschaft, Gemeinschaft, Individuum, 18.09.2018, 9:00-21:00 Uhr

Im zweiten Panel stehen die Ursachen im Mittelpunkt der Tagung. Was sind Faktoren, die die Entwicklung und Verbreitung von menschenfeindlichen Vorurteilen, exkludierenden Identitätsvorstellungen und Elitenverachtung stärken und die Bereitschaft zu symbolischer und physischer Gewalt steigern?

Panel III: Der Link zur Gesellschaft: Die Rechte und die Medien, 19.09.2018, 9:00-16:00 Uhr

Im dritten Panel werden die Kommunikationsformen behandelt, mit denen rechte Akteure nach innen und außen kommunizieren, aber auch diese, in denen die rechten Ränder thematisiert werden.

Informationen

  • Veranstalter: Deutsches Hygiene-Museum Dresden in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung, dem Mercator Forum Migration und Demokratie an der TU Dresden, dem Institut für Kommunikationswissenschaften der TU Dresden, dem TRAWOS-Institut der Hochschule Görlitz/Zittau, dem Kulturbüro Sachsen e.V. und der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen
  • Ort: Deutsches Hygiene-Museum, Lingnerplatz 1, 01069 Dresden
  • Termin: 17.-19. September 2018
  • Eintritt: 60,00 EUR (Normalpreis), 40,00 EUR (Ermäßigungsberechtigte und Jahreskarteninhaber*innen)
  • weitere Informationen
28.11.2018 // Zuhören als Kernkompetenz der Kulturarbeit

Tagung/Workshop
Zuhören als Kernkompetenz der Kulturarbeit

Die Veranstaltung schließt an die vorausgegangenen Workshops, die von Oktober 2017 bis April 2018 im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Blickpunkt Dresden: Migration-Zugehörigkeit-Bildung“ stattgefunden haben, an. Die zentrale Ausgangsfrage der Workshopteilnehmenden war: Was können die Dresdner Kunst- und Kultureinrichtungen konkret tun, um repräsentativer für die Migrationsgesellschaft zu werden? Wie verstehen sie ihre Verantwortung und Rolle, zu dem Selbstverständnis Dresdens als Stadt der Migration beizutragen?

In der Fortsetzung der Workshops möchte die LAG pokuBi Sachsen e. V. sich mit dem Zuhören als Kernkompetenz und Methode in der Kunst- und Kulturarbeit auseinandersetzen und sich zentral der Frage widmen, was Zuhören in der Migrationsgesellschaft bedeuten kann. Die Veranstaltung versucht sich diesem Verständnis u. a. durch Reflexionen an konkreten Beispielen der musealen Arbeit zu nähern. In der anschließenden Arbeitsphase möchte die LAG pokuBi Sachsen e.V. sich gemeinsam mit Dresdner Kunst- und Kulturschaffenden über Strategien austauschen, wie das Zuhören praktiziert werden kann und wie durch diese Praktiken eventuell neue Teilhabechancen ermöglicht werden können.

Folgende Fragen sind dabei zentral:

  • Welche Arbeit ist notwendig, um Mechanismen des strukturellen „Silencing“ im Kontext von Kunst/Kulturarbeit zu erkennen, zu verstehen, zu schwächen?
  • Wie kann migrantisch situiertes Wissen und Sprechen in Kunst- und Kulturarbeit dauerhaft integriert und Migration als „total social fact“ (Sandro Mezzadra) anerkannt werden?
  • Wie können die herrschenden Bilder und Narrative durch alternative Wissensproduktionen beeinflusst und verändert werden?
  • Wie können Kollaborationen von Künstler*innen und Theoretiker*innen mit und ohne s. g. Migrationshintergrund sowie von Zeitzeug*innen und Betroffenen von Rassismus und Diskriminierung gefördert werden?

Nicht zuletzt wird sich mit der Frage beschäftigt: Sind Kunst- und Kulturschaffende bereit, Zuhören zu praktizieren, auch wenn dadurch eventuell die eigene Erzählung beeinflusst wird?

Informationen

  • Veranstalter: LAG pokuBi Sachsen e. V.
  • Ort: Japanisches Palais Dresden, Großer Vortragsraum, Palaisplatz 11, 01097 Dresden
  • Termin: Mittwoch, 28. November 2018; 10:00-17:00 Uhr
  • Anmeldung: E-Mail an sonja.riehn@pokubi-sachsen.de
  • weitere Informationen
29.11.2018 // Migration, Menschenrechte und Rassismus

Tagung
Migration, Menschenrechte und Rassismus

Die Tagung will dazu beitragen, die gesellschaftliche Diskurskultur im Allgemeinen und den Schulunterricht im Besonderen für die Erörterung ethischer Fragen zu Migration, Menschenrecht und Rassismus zu nutzen.

Neben Vorträgen werden Workshops zur konkreten Unterrichtsgestaltung angeboten.
Mit dem Ethik- und Philosophieunterricht besteht bereits ein Bildungsangebot, das für die Thematisierung von Werten und Normen konzipiert wurde.

Welche didaktisch-methodischen Konzepte stehen zur Verfügung, um Erfahrungen und Probleme mit Migration und kulturellem Pluralismus zu thematisieren, sowie normative Diskurse zu organisieren? Das Selbstverständnis philosophischer Erörterungen ist über den Vorwurf der political correctness erhaben. Ethische Urteilskraft misst sich nicht an inhaltlichen Positionen, sondern an der Konsistenz und Kohärenz ihrer Begründung, sowie der Fähigkeit auch Argumente zu würdigen, die nicht der eigenen Position entsprechen.

Informationen

  • Veranstalter: Institut für Philosophie der TU Dresden und Zentrum für Integrationsstudien der TU Dresden in Kooperation mit dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden
  • Ort: Deutsches Hygiene-Museum, Lingnerplatz 1, 01069 Dresden
  • Termin: 29. November 2018

  • weitere Informationen

Wintersemester 2018/19 // Ringvorlesung Mehrsprachigkeit

Im Wintersemester 2018/19 findet am Zentrum für Integrationsstudien in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl Deutsch als Fremdsprache der TU Dresden in Kooperation mit der Universität Wien und der Bergischen Universität Wuppertal eine Ringvorlesung zum Thema "Mehrsprachigkeit" statt.

Die Ringvorlesung will „Mehrsprachigkeit“ aus verschiedenen Perspektiven als vielschichtiges und kontroverses Thema in den Blick nehmen; die leitenden Stichworte dafür lauten „Diversity as opportunity“ – „Diversity as challenge“ (Jessner/Kramsch 2015).

Im Zeichen von „Diversity as opportunity“ soll Mehrsprachigkeit als Chance thematisiert werden, d.h. als semiotische Ressource, die die Zugänge zur und die Perspektiven auf Realität vervielfältigt; als kognitiv-kreative Ressource, die die sich in neuen urbanen Dialekten, in den „Sprachliche(n) Wurmlöcher(n)“ (Hinrichs), im Codeswitching und Codemixing manifestiert; und nicht zuletzt auch in der Literatur.

„Diversity as challenge“ meint demgegenüber die sich mit der Mehrsprachigkeit verbindenden Herausforderungen der Institutionen und der in ihnen sedimentierten Sichtweisen und Routinen, der eingespielten (linguistischen) Hierarchien und Machtbalancen, des geläufigen homogenen Sprachbegriffs; die Angst aber auch vor Fragmentierung, Inkommunikabilität und Verlust von (kultureller) Identität, auf die wiederum mit neuen linguistischen Essentialismen reagiert wird. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf den Bildungsinstitutionen (= Schule/Hochschule) liegen: Was bedeutet es für sie, wenn die Gesellschaft linguistisch immer diverser wird?

Informationen

  • Format: Universitäten-übergreifende und E-Learning basierte Ringvorlesung für Studierende, Hochschulangehörige und Interessierte der Geistes- und Sozialwissenschaften

  • Zeit und Ort: mittwochs, 18:30-20:00 Uhr

    • am 10.10., 14.11., 5.12. und 23.1.19 an der TU Dresden (Ort wird noch bekannt gegeben)

    • am 17.10., 24.10., 31.10., 21.11., 28.11., 12.12., 19.12., 9.1., 16.1., 30.1. per E-Learning über Adobe Connect-Präsenz

  • Das Programm finden Sie hier.

Diese Veranstaltungsliste wird fortlaufend ergänzt.

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Timo Kracht
Letzte Änderung: 27.07.2018