Forschungsprojekt DataJus

Rechtliche Rahmenbedingungen des Forschungsdatenmanagements

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Seit dem 1.6.2017 besteht das Projekt DataJus mit der Zielstellung, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen des Forschungsdatenmanagements analysiert und - darauf aufbauend - Handlungsempfehlungen und Handreichungen für Forschende entwickelt werden. Schließlich soll dadurch ein Unterstützungskonzept für Forschende für den Umgang mit Forschungsdaten entstehen.

Die wichtigsten Informationen zum Projekt sind nachfolgend zusammengefasst:

Wer steht hinter dem Projekt?
Welche Motivation liegt dem Projekt zugrunde?

In den letzten Jahren ist der Umgang mit aus öffentlich finanzierter Forschung resultierenden Forschungs(primär)daten zunehmend in den Fokus von Forschungspolitik und Forschungsförderung gerückt. Die Archivierung von Primärdaten gehört zur guten wissenschaftlichen Praxis, um die Reproduzierbarkeit von Forschungsergebnissen sicherzustellen[1]. Darüber hinaus soll auch die Möglichkeit der Nachnutzung von Forschungsdaten eröffnet werden[2]. So beinhaltet das Pilotprojekt zu Open Research Data der Europäische Kommission in ihrem Rahmenprogramm „Horizon 2020“ eine Zugänglichmachung von Forschungsdaten und strebt darüber hinaus auch die Verankerung eines FDM als Best-practice-Element der Forschungsaktivitäten von Hochschulen und Forschungseinrichtungen an[3].
Auch aus diesen Gründen appelliert die HRK an die Hochschulleitungen, eine Umgebung zu schaffen, die den Forscherinnen und Forschern „ein effizientes, unkompliziertes und rechtlich abgesichertes Management der digitalen Forschungsdaten ermöglicht“[4].

In der Praxis ist die rechtliche Absicherung des FDM allerdings derzeit noch nicht gewährleistet, u.a. da es an konkreten Orientierungshilfen für Forschende und Informationsdienstleistungseinrichtungen der Hochschulen fehlt und da die rechtlichen Grundlagen zum Teil noch nicht hinreichend geklärt sind.

[1] DFG, Denkschrift: Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis, 2013, S. 22.
[2] Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen, Grundsätze zum Umgang mit Forschungsdaten, 24.6.2010.
[3] Guidelines on Open Access to Scientific Publications and Research Data in Horizon 2020, S. 9.
[4] HRK, Empfehlung: Management von Forschungsdaten – eine zentrale strategische Herausforderung für Hochschulleitungen, 13.5.2014, S. 3; s. auch HRK, Empfehlung "Wie Hochschulleitungen die Entwicklung des Forschungsdatenmanagements steuern können. Orientierungspfade, Handlungsoptionen, Szenarien", 10.11.2015.

Was sind die nächsten Schritte innerhalb des Projekts?

Der Zeitplan sieht die Untersuchung der rechtlichen Rahmenbedingungen bis Ende November 2017 vor. Als Ergebnis dieser Untersuchung ist ein umfassendes rechtliches Gutachten zu den rechtlichen Rahmenbedingungen geplant. Dabei soll vor allem auf urheberrechtliche, datenschutzrechtliche, dienstrechtliche und haftungsrechtliche Fragestellungen Wert gelegt werden.

Bis Ende Februar wird anschließend auf Grundlage dieses Gutachtens erörtert, ob und inwieweit Handlungsbedarf besteht. Dabei ist die Ausarbeitung konkreter Handlungsempfehlungen avisiert.

Im weiteren Projektfortgang wird eine Kontaktaufnahme zu anderen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen stattfinden. Selbstverständlich freuen wir uns schon jetzt über erste aufgenommene Kontakte und hoffen, diese ausbauen zu können.

Wie können Sie uns helfen?

Wir, die Projektmitarbeiter, sind über jede Kontaktaufnahme erfreut:

  • Gern können Sie uns die rechtlichen Herausforderungen mitteilen, vor die Sie sich im täglichen Umgang mit Forschungsdaten gestellt sehen.
  • Haben Sie Anregungen oder Fragen oder möchten Sie mit unserem Forschungsprojekt einen Kontakt aufbauen, zögern Sie bitte nicht, uns per E-Mail oder telefonisch unter 0351 463 37355 zu kontaktieren.

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Anne Lauber-Rönsberg
Letzte Änderung: 22.06.2017