Dresdner Symposium "Digitale Revolution in der Demokratie" 2017

Wissenschaft trifft Politik und Medien beim Dresdner Symposium Digitale Revolution in der Demokratie - Algorithmen und die Rolle von Intermediären (29.-30.9.2017)

Das Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden veranstaltete zum zweiten Dresdner Symposium „Digitale Revolution in der Demokratie - Algorithmen und die Rolle von Intermediären: Wie Google, Facebook und Co. die Demokratie verändern". Es fand vom 29. bis 30. September 2017 im Hotel Dormero Dresden City (Kreischaer Str. 2) statt.

Die Idee war, Wissenschaftler und Praktiker aus Medien und Politik zusammen zu bringen, um Erkenntnisse über den Digitalen Wandel in der Politik zu diskutieren und Wege zu seiner Gestaltung zu erörtern.
 

Alles Wissenswerte finden Sie hier:

Book of Abstracts

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Themen des Symposiums DigiDem 2017

Die digitale Revolution verändert die Struktur der politischen Öffentlichkeit. Dabei hat sich ein neuer Akteurstypus im Zentrum etabliert: Intermediäre, wie Soziale Online-Netzwerke und Suchmaschinen, vernetzen im Internet andere Akteure, lösen die traditionellen journalistischen Gatekeeper ab und etablieren neue Selektionskriterien. Dabei haben sich in kurzer Zeit globale oligopolistische Strukturen herausgebildet, in denen wenige Anbieter dominieren. Das gilt sowohl in publizistischer Hinsicht - also für die öffentliche Vermittlung von Information - als auch in ökonomischer Hinsicht - also für die Erzielung von Werbe- und anderen Marketingeinnahmen. Eine weitere Besonderheit der neuen Intermediäre besteht in der automatisierten Auswahl und Verbreitung von Information, die weitgehend durch Algorithmen gesteuert wird. Dieses neue Gatekeeping durch Computerprogramme baut vor allem auf bestehenden Präferenzen der Nutzer auf. Daher wird befürchtet, es trage auf individueller Ebene zu einseitiger Information in Form von Filterblasen und auf gesellschaftlicher Ebene zur Polarisierung bei.

Freuen Sie sich auf Beiträge, die sich vor diesem Hintergrund mit dem Spannungsfeld von Intermediären in der politischen Kommunikation, der Rolle von Algorithmen und personalisierten Nachrichtenströmen für die Meinungsbildung und Konstitution von Öffentlichkeit oder mit methodischen Fragen der Erforschung dieser Phänomene befassen.

Das Dresdner Symposium 2017 vereint Beiträge aus Wissenschaft und Praxis, die aktuelle Problemfelder aufspannen und relevante Fragen aus den Bereichen Politik, Medien und Medienbildung thematisieren. Folgende Themen erwarten Sie:

Keynotes

  • Was wir wirklich über Filterblasen, Fake-News und die digitale Öffentlichkeit wissen
  • Facebook – das A und O für unsere politische Meinungsbildung? Zu den Wirkungspotentialen sozialer Netzwerke
  • Individuelle Informationsrepertoires und ihr Beitrag zur Refiguration von Öffentlichkeiten
  • Die dunkle Seite der politischen Kommunikation: Über Dark Net, Social Bots und Fake News

Panels

  • Die Rolle von Intermediären und Algorithmen für die individuelle politische Information und Meinungsbildung

  • Algorithmen und Intermediäre in der Praxis

  • Gesellschaftliche Folgenabschätzung hinsichtlich der wachsenden Bedeutung von Intermediären in der politischen Kommunikation

  • Methoden der Erforschung von Intermediären und algorithmischer Personalisierung

  • Auswirkungen von Intermediären für die politische und medienökonomische Öffentlichkeit

Außerdem wird es eine Podiumsdiskussion zum Thema „Algorithmen im Wahlkampf – wie stark ist ihr Einfluss?“ geben.

Das ausführliche und aktualisierte Programm des Dresdner Symposiums finden Sie unter Ablaufplan DigiDem 2017.

Zeitplan

Damit Sie bereits jetzt einen Überblick über den Zeitplan der Tagung bekommen können, finden Sie nachfolgend alle wichtigen Termine:

12.05.2017                 Veröffentlichung Call for Papers

16.06.2017                 Deadline für die Einreichung der Extended Abstracts

30.06.2017                 Verlängerte Deadline für die Einreichung der Extended Abstracts

28.07.2017                 Bekanntgabe der Review-Ergebnisse /Tagungs-Programm

28.08.2017                Anmeldeschluss für vergünstigte Hotelzimmer

15.09.2017                Anmeldeschluss für das Symposium

28.09.2017                 Get Together

29. – 30.09.2017      Dresdner Symposium „Algorithmen und die Rolle von Intermediären“

Call for Papers

CfP: 2. Dresdner Symposium „Digitale Revolution in der Demokratie – Algorithmen und die Rolle von Intermediären – wie Google, Facebook und Co. die Demokratie verändern“

Der CfP ist auch als PDF verfügbar.

Die digitale Revolution verändert die Struktur der politischen Öffentlichkeit. Dabei hat sich ein neuer Akteurstypus im Zentrum etabliert: Intermediäre, wie Soziale Online-Netzwerke und Suchmaschinen, vernetzen im Internet andere Akteure, lösen die traditionellen journalistischen Gatekeeper ab und etablieren neue Selektionskriterien. Dabei haben sich in kurzer Zeit globale oligopolistische Strukturen herausgebildet, in denen wenige Anbieter dominieren. Das gilt sowohl in publizistischer Hinsicht - also für die öffentliche Vermittlung von Information - als auch in ökonomischer Hinsicht - also für die Erzielung von Werbe- und anderen Marketingeinnahmen. Eine weitere Besonderheit der neuen Intermediäre, besteht in der automatisierten Auswahl und Verbreitung von Information, die weitgehend durch Algorithmen gesteuert wird. Dieses neue Gatekeeping durch Computerprogramme baut vor allem auf bestehenden Präferenzen der Nutzer auf. Daher wird befürchtet, es trage auf individueller Ebene zu einseitiger Information in Form von Filterblasen und auf gesellschaftlicher Ebene zur Polarisierung bei.
Gesucht werden Beiträge, die sich vor diesem Hintergrund mit dem Spannungsfeld von Intermediären in der politischen Kommunikation, der Rolle von Algorithmen sowie personalisierten Nachrichtenströmen für die Meinungsbildung und Konstitution von Öffentlichkeit befassen. Erwünscht sind auch Beiträge zu methodischen Fragen der Erforschung dieser Phänomene.
Es sind sowohl wissenschaftliche Beiträge erwünscht als auch Einreichungen aus der Praxis, die aktuelle Problemfelder aufspannen und relevante Fragen aus der Praxis von Politik, Medien und Medienbildung thematisieren. Von besonderem Interesse sind die folgenden Themen:

1) Die Rolle von Intermediären und Algorithmen für die individuelle politische Information und Meinungsbildung: Bürger beziehen Nachrichten und politische Informationen aus komplexen, individuellen Informationsrepertoires. Intermediäre wie Facebook oder Google sind hier von wesentlicher Bedeutung, indem sie Informationen neu bündeln und den Nutzer praktisch „nebenbei“ mit individuell zusammengestellten, personalisierten Nachrichten versorgen können. Intermediäre und Algorithmen prägen und verändern dabei die Art, wie Informationen erhalten und rezipiert werden. Wie nutzen Bürger – oder bestimmte Teilgruppen der Bevölkerung – Intermediäre, um sich über aktuelles politisches Geschehen zu informieren? Dabei sind neben den Nutzungsweisen sowohl Motive als auch individuelle Folgen dieser Informationsprozesse interessant. Gesucht werden Beiträge, die sich im Kontext individueller Meinungsbildung mit der Automatisierung und Personalisierung von Informationen, der Möglichkeit zufälliger Informationskontakte und dem Informiert-Werden sowie der Rolle von Algorithmen befassen.

2) Gesellschaftliche Folgenabschätzung hinsichtlich der wachsenden Bedeutung von Intermediären in der politischen Kommunikation: Die wachsende Bedeutung von Intermediären im Informationsprozess bietet sowohl Chancen als auch Risiken für die politische Öffentlichkeit. Oftmals befürchtet werden die Entstehung von Filterblasen und daraus hervorgehend Polarisierungs- sowie Fragmentierungsprozesse auf gesamtgesellschaftlicher Ebene. Andererseits ermöglichen Intermediäre nicht nur die öffentliche Kommunikation, sondern stellen diese durch ihren Institutions- und Organisationscharakter auch dauerhaft sicher und dienen damit der gesellschaftlichen Koorientierung. Führen diese Veränderungen zu einem algorithmischen Strukturwandel der Öffentlichkeit? Wenn ja, wie gestaltet sich dieser Wandel? Gesucht werden Beiträge, die sich mit Folgen algorithmischer Selektionsmechanismen und veränderter Informationsprozesse für die politische Öffentlichkeit oder der Frage nach dem Wandel der Öffentlichkeit befassen.

3) Methoden der Erforschung von Intermediären und algorithmischer Personalisierung: Nutzer erhalten ihre Nachrichten zunehmend über komplexe Informationsumgebungen, in denen sie – wie es bei Intermediären der Fall ist – häufig unbeabsichtigt oder nebenbei mit relevanten Inhalten in Kontakt kommen. Diese zufälligen, nicht-intendierten Informationskontakte aber auch kurzes News-Snacking über das Smartphone sind kaum mehr über traditionelle Befragungen abbildbar. Gleichzeitig stellen individuelle, personalisierte Nachrichtenströme z.B. im Facebook News Feed klassische Inhaltsanalysen vor vielerlei Probleme und Herausforderungen: Mit welchen Methoden, Vorgehensweisen und Designs können Intermediäre und Algorithmen zukünftig möglichst valide erforscht werden? Und wie können durch algorithmische Personalisierung individuell zusammengestellte Informationen wie z.B. im Facebook News Feed erforscht und abgebildet werden? Gesucht werden Beiträge, die sich z.B. mit technischen Innovationen und neuen Designs zur Erforschung digitaler, algorithmisch kuratierter Kommunikation oder den Möglichkeiten interdisziplinärer Zusammenarbeit beispielsweise zwischen Sozialwissenschaftlern und Informatikern (Stichwort Nutzertracking, automatisierte Inhaltsanalysen, semantische Analysen etc.) befassen.

4) Algorithmen und Intermediäre in der Praxis: Welchen Problemfeldern stehen Praktiker aus Politik, Medien und Medienbildung aktuell in Bezug auf Algorithmen und Intermediäre als Mittler politischer Informationen gegenüber? Wie wird diesen begegnet und welche Lösungsmöglichkeiten werden dafür angestrebt bzw. vorgeschlagen? Beispielhaft lässt sich hier die Frage nach dem Umgang mit Fake News benennen, welche die öffentliche Debatte in der letzten Zeit geprägt hat. Gleichzeitig schließt daran die Problematik an, dass Intermediäre durch Likes und Bewertungssysteme die Popularität von Inhalten zu einem relevanten Kriterium für deren Reichweite machen. Gerade in Bezug auf Ökonomisierungsprozesse und wirtschaftlichen Druck, mag dies die Produktion von aufmerksamkeitsstarken oder unterhaltenden Inhalte begünstigen und stellt die Frage in dem Raum, wie solchen Tendenzen begegnet werden kann. Andere Plattformen wiederrum entwickeln Gegenentwürfe zur algorithmenoptimierten Selektion von Informationen, indem z.B. Nachrichtenbeiträge von Experten vorgeschlagen und zusammengestellt werden. Aus Marketing- und Kampagnensicht betrachtet bieten Intermediäre verschiedene Chancen für eine spezifische, zielgenaue Ansprache bestimmter Bevölkerungsgruppen.

5) Offenes Panel zum Tagungsthema: Hier können alle Abstracts eingereicht werden, die inhaltlich an das Tagungsthema anschließen, sich jedoch nicht in den vorgeschlagenen vier Themenbereichen wiederfinden.

Erwünscht sind Beiträge zum Tagungsthema aus der Wissenschaft und Praxis. Neben der Einreichung von Vorträgen besteht auch die Möglichkeit, Konzepte für Workshops vorzuschlagen. Bei einer sehr hohen Zahl von Einreichungen, wird zusätzliche die Möglichkeit von Poster-Präsentationen geboten.

Einreichung von Themenvorschlägen

Abstracts können in deutscher oder englischer Spra­che eingereicht werden. Sie sollten sich einem der beschriebenen Themenfelder zu­ordnen lassen. Bitte reichen Sie „Extended Abstracts“ von maximal 800 Wörtern Länge (exkl. Literaturverzeichnis) ein. Wichtig: Bitte reichen Sie ein separates Deckblatt mit Vortragstitel, Name/n und Kontaktangaben sowie einen anonymisierten Textteil mit dem Vortrags- bzw- Workshoptitel ein.

Neben der Einreichung von Vorträgen besteht auch die Möglichkeit, Konzepte für Workshops vorzuschlagen. Bei einer sehr hohen Zahl von Einreichungen, wird zusätzliche die Möglichkeit von Poster-Präsentationen geboten. Vorträge sollten auf eine Dauer von 15 bis maximal 20 Minuten angelegt sein. Willkommen sind sowohl empirische und theoretische Beiträge, als auch die Vorstellung von Praxisbeispielen aus dem beschriebenen Themenbereich.

Mit der Einreichung erklären sich die Autoren bereit, im Falle einer Akzeptanz des Vorschlags an der Tagung teilzunehmen.

Die Abstracts werden in einem doppelblinden Peer-Review-Verfahren begutachtet, bei dem die üblichen Kriterien zur Anwendung kommen: Bezug zum Tagungsthema, Qualität der theoretischen Fundierung, Relevanz der Fragestellung, Angemessenheit der Vorgehensweise sowie Klarheit/Prägnanz der Darstellung.

Bitte senden Sie die Abstracts bis zum 30. Juni 2017 als PDF-Dokumente per E-Mail an: digitale_demokratie@mailbox.tu-dresden.de

Anmeldung

Die Anmeldung ist nicht mehr möglich.

Ablauf DigiDem 2017

Ab 8:30 Uhr  (Freitag bzw. Samstat) können sich alle angemeldeten Teilnehmer zum Dresdner Symposium im Dormero Hotel registrieren.

Für Gäste, die nur die Podiumsdiskussion besuchen ist Registrierungsbeginn am Freitag ab 18:30 Uhr im Dormero Hotel.

Den aktualisierten Ablauf des DigDem-Syposiums 2017 finden Sie hier als übersichtliche PDF-Version (letzte Aktualisierung: 20.09.2017).

Keynote-Speaker

Die Panel-Sessions am Freitag und Samstag beginnen mit jeweils zwei Keynotes. Das Besondere dabei ist das Zusammenspiel von wissenschaftlicher Perspektive und  der Sicht der politischen bzw. wirtschaftlichen Praxis. Im Folgenden stellen wir Ihnen die Keynotespeaker und Ihre Themen etwas ausführlicher vor.

Prof. Dr. Christian Stöcker

Keynote am Freitag: "Was wir wirklich über Filterblasen, Fake-News und die digitale Öffentlichkeit wissen"

Christian Stöcker ist Professor an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und leitet dort seit 2016 den Masterstudiengang Digitale Kommunikation. 2003 promovierte er zum Thema „Der Einfluss von Handlungseffekten auf den Erwerb und die Ausführung von Bewegungssequenzen“ im Fach Kognitive Psychologie. Vor seiner Berufung arbeitete er über 11 Jahre in der Redaktion von SPIEGEL ONLINE als Redakteur in den Ressorts Wissenschaft und Netzwelt, seit Anfang 2011 als Leiter des Ressorts Netzwelt. Ausgewählte Beispiele publizierter Bücher lauten "Nerd Attack! Eine Geschichte der digitalen Welt vom C64 bis zu Twitter und Facebook" (2011), das auch in die Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung aufgenommen wurde, "We Are Anonymous - die Maske des Protests" (2012) und "Spielmacher - Gespräche mit den Pionieren der Gamesbranche"(2013). Er ist Mitglied der Jury des Deutschen Computerspielpreises und gehörte der Jury des Deutschen Entwicklerpreises an. Im September 2010 wurde er von der Deutschen Gesellschaft für Psychologie mit dem Preis für Wissenschaftspublizistik ausgezeichnet. Seine (Forschungs-)Schwerpunkte liegen auf Digitaler Kommunikation, Journalismus, Online-Medien, Multimedialen Darstellungsformen, Social Media, Medienwandel, Internet und Gesellschaft, Netzpolitik und Datenschutz.

Prof. Dr. Birgit Stark

Keynote am Freitag:"Facebook das A und O für unsere politische Meinungsbildung? Zu den Wirkungspotentialen sozialer Netzwerke"

Birgit Stark ist Professorin an der Johannes Gutenberg Universität Mainz und hat dort seit 2011 den Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft mit dem inhaltlichen Schwerpunkt Medienkonvergenz am Institut für Publizistik inne. 2005 promovierte sie zum Thema "Fernsehen in digitalen Medienumgebungen. Eine empirische Analyse des Zuschauerverhaltens". An der Universität Stuttgart-Hohenheim arbeitete sie auch mehrere Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Kommunikati-onswissenschaft und Sozialforschung und als Projektmitarbeiterin an der Forschungsstelle für Medienwirtschaft und Kommunikationsforschung. Als Post-Doc Researcher forschte sie von 2006 bis 2011 an der Akademie der Wissenschaften in Wien (Kommission für vergleichende Medien- und Kommunikationsforschung). Von 2010 bis 2014 war sie Mitglied im Management-Komitee der Cost Action „Transforming Audiences, Transforming Societies“. 2013 bis 2015 war sie Geschäftsführende Leiterin des Instituts für Publizistik. Und seit 2014 ist sie außerdem Sprecherin des Forschungsschwerpunktes Medienkonvergenz. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen insbesondere Themen der Medienkonvergenz, die Nutzungs- und Rezeptionsforschung, Methoden der Markt- und Kommunikationsforschung sowie die vergleichende Medienforschung. Ihre aktuellen Forschungsprojekte beleuchten den Einfluss von Informationsintermediären auf öffentliche Meinungsbildungsprozesse und analysieren die Folgen fragmentierter Mediennutzung auf Prozesse der gesellschaftlichen Integration. Zudem startet in Kürze eine vergleichende Studie zur publizistischen Qualität des Informationsangebots aller tagesaktuel-len Medien in Deutschland, Österreich und der Schweiz - ein Verbundprojekt, das in Kooperation mit Kolleginnen und Kollegen aus Düsseldorf, Hamburg, Wien und Zürich durchgeführt wird.

Prof. Dr. Uwe Hasebrink

Keynote am Samstag: "Individuelle Informationsrepertoires und ihr Beitrag zur Refiguration von Öffentlichkeiten"

Uwe Hasebrink forscht seit 1986 am Hans-Bredow-Institut für Medienforschung, seit 1998 als dessen Direktor. Zugleich ist er seit 2001 Professor für Empirische Kommunikationsforschung am Institut für Medien und Kommunikation der Universität Hamburg und seit 2009 Mitglied des Direktoriums des Research Center for Media and Communication (RCMC) und Sprecher der Graduate School Media and Communication (GMaC). Er war beteiligt am Aufbau des Forschungsverbunds "Kommunikative Figurationen" der Universitäten Bremen und Hamburg. Von 1998 bis 2003 war er Sprecher der Fachgruppe Rezeptionsforschung in der DGPuK und von 2004 bis 2012 Mitglied im Executive Board der ECREA. Er war bzw. ist Mitglied der Redaktion von "Medien & Kommunikationswissenschaft" (seit 1986), Mitherausgeber der Publikationsreihen „Rezeptionsforschung“ (2003-2007), "Lebensweltbezogene Medienforschung" (seit 2013), "Transforming Communications – Studies in Cross-Media Research" (seit 2017). Er wirkt mit in den International Boards der Zeitschriften „Journal of Children and Media“ (seit 2009), „Studies in Communication | Media” (seit 2011) und „Communication Management Quarterly” (seit 2011). Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Mediennutzungsforschung (insbesondere zu Medienrepertoires und Kommunikationsmodi), Kinder und Medien (seit 2006 als Mitglied und seit 2015 als Koordinator des EU Kids Online-Netzwerks) und Medienpolitik- und -systemforschung (Public Value).

Giovanni Bruno

Keynote am Samstag: "Die dunkle Seite der politischen Kommunikation: Über Dark Net, Social Bots und Fake News"

Giovanni Bruno (29) ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der fokus digital GmbH, einer Unternehmensberatung für digitale Kommunikationslösungen mit Sitz in Berlin-Mitte. Mit seinem aktuell 9-köpfigen Agentur-Team bildet er 360°-Lösungen für digitale Transformations- und Optimierungsprozesse für klein- und mittelständische Unternehmen ab. Die Schwerpunkte liegen auf der Digitalisierung, SEO, Online-Marketing und Programmierung. Aktive und potenzielle Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen berät Giovanni Bruno zu Chancen und Potenzialen im rasanten Online-Business. Im Alter von 18 Jahren startete er auf klassischem Weg mit einem Online-Shop und sicherte sich den ersten Bezug zu Online-Werbung und Handel.  Schnell wurde daraus mehr als ein lukratives Hobby. Nach dem Wirtschafts- und Psychologie-Studium realisierte er diverse Online-Projekte, gründete eigene Unternehmungen im digitalen Segment und zog 2013 in die bundesdeutsche Startup-Hochburg Berlin. Dort installierte er mit Freelancern eine Agentur-Kollaboration unter dem Namen „Bruno Marketing“.  Bestätigt wurde die persönliche Erfolgsstory durch die Übernahme von Projekten und Kampagnen für Marktführer und Global-Player. Vor dem Hintergrund aktueller Marktentwicklungen hat er sich operativ und forschend verstärkt der Analyse von multiplikativen Instrumenten und Methoden gewidmet. Immer im Blick behält er dabei die Tatsache, dass Digitalisierung per se mit Automatisierung einhergeht. Unter Einsatz eigenprogrammierter Bot-Lösungen blickt er hinter die Kulissen medialer Manipulation. Immer an seiner Seite: ein breit aufgestelltes Team von IT-, SEO- und Marketingexperten.

Auf dem Podium

Die Podiumsdiskussion findet am Freitag ab 19 Uhr im Ballsaal des Dormero Hotels Dresden City statt.

Diskutiert wird – knapp eine Woche nach der Bundestagswahl – das brisante Thema "Algorithmen im Wahlkampf wie stark ist ihr Einfluss?". Es erwartet Sie eine vielfältige Diskussion zwischen Experten aus den Bereichen Wissenschaft, Politik und Medien. Wir freuen uns Birgit Stark, Christian Stöcker, Götz Hamann und Annette Rehfeld-Staudt für das Podium gewonnen zu haben. Im Folgenden möchten wir Ihnen diese Experten etwas ausführlicher vorstellen.

Götz Hamann

Götz Hamann ist stellvertretender Wirtschaftsressortleiter und verantwortlich für Print-Online-Projekte bei DIE ZEIT und ZEIT ONLINE. Er studierte Geschichte, Wirtschaftspolitik und Publizistik in Münster/Westfalen, volontierte bei der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und war Mitglied der Gründungsredaktion der "Financial Times Deutschland". Seit 2000 arbeitet er im Wirtschaftsressort der ZEIT als Redakteur und ist seit 2008 dort stellv. Ressortleiter. Seit 2015 ist er für Print-Online-Projekte verantwortlich, die sowohl Recherchearbeiten als auch Beratung zur Verbindung von Print und Online beinhalten. Er ist außerdem Mitglied des Beirats im Bucerius Lab der Zeit-Stiftung. Seine inhaltlichen Schwerpunkte liegen auf digitalem Wandel und Internet.

Prof. Dr. Birgit Stark

Birgit Stark ist Professorin an der Johannes Gutenberg Universität Mainz und hat dort seit 2011 den Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft mit dem inhaltlichen Schwerpunkt Medienkonvergenz am Institut für Publizistik inne. 2005 promovierte sie zum Thema "Fernsehen in digitalen Medienumgebungen. Eine empirische Analyse des Zuschauerverhaltens". An der Universität Stuttgart-Hohenheim arbeitete sie auch mehrere Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Kommunikati-onswissenschaft und Sozialforschung und als Projektmitarbeiterin an der Forschungsstelle für Medienwirtschaft und Kommunikationsforschung. Als Post-Doc Researcher forschte sie von 2006 bis 2011 an der Akademie der Wissenschaften in Wien (Kommission für vergleichende Medien- und Kommunikationsforschung). Von 2010 bis 2014 war sie Mitglied im Management-Komitee der Cost Action „Transforming Audiences, Transforming Societies“. 2013 bis 2015 war sie Geschäftsführende Leiterin des Instituts für Publizistik. Und seit 2014 ist sie außerdem Sprecherin des Forschungsschwerpunktes Medienkonvergenz. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen insbesondere Themen der Medienkonvergenz, die Nutzungs- und Rezeptionsforschung, Methoden der Markt- und Kommunikationsforschung sowie die vergleichende Medienforschung. Ihre aktuellen Forschungsprojekte beleuchten den Einfluss von Informationsintermediären auf öffentliche Meinungsbildungsprozesse und analysieren die Folgen fragmentierter Mediennutzung auf Prozesse der gesellschaftlichen Integration. Zudem startet in Kürze eine vergleichende Studie zur publizistischen Qualität des Informationsangebots aller tagesaktuellen Medien in Deutschland, Österreich und der Schweiz - ein Verbundprojekt, das in Kooperation mit Kolleginnen und Kollegen aus Düsseldorf, Hamburg, Wien und Zürich durchgeführt wird.


Prof. Dr. Christian Stöcker

Christian Stöcker ist Professor an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und leitet dort seit 2016 den Masterstudiengang Digitale Kommunikation. 2003 promovierte er zum Thema „Der Einfluss von Handlungseffekten auf den Erwerb und die Ausführung von Bewegungssequenzen“ im Fach Kognitive Psychologie. Vor seiner Berufung arbeitete er über 11 Jahre in der Redaktion von SPIEGEL ONLINE als Redakteur in den Ressorts Wissenschaft und Netzwelt, seit Anfang 2011 als Leiter des Ressorts Netzwelt. Ausgewählte Beispiele publizierter Bücher lauten "Nerd Attack! Eine Geschichte der digitalen Welt vom C64 bis zu Twitter und Facebook" (2011), das auch in die Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung aufgenommen wurde, "We Are Anonymous - die Maske des Protests" (2012) und "Spielmacher - Gespräche mit den Pionieren der Gamesbranche"(2013). Er ist Mitglied der Jury des Deutschen Computerspielpreises und gehörte der Jury des Deutschen Entwicklerpreises an. Im September 2010 wurde er von der Deutschen Gesellschaft für Psychologie mit dem Preis für Wissenschaftspublizistik ausgezeichnet. Seine (Forschungs-)Schwerpunkte liegen auf Digitaler Kommunikation, Journalismus, Online-Medien, Multimedialen Darstellungsformen, Social Media, Medienwandel, Internet und Gesellschaft, Netzpolitik und Datenschutz.

Dr. Annette Rehfeld-Staudt

Dr. Annette Rehfeld-Staudt ist Leiterin des Referats politische Bildung Online der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung. Sie studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Neuere deutsche Literatur in Marburg und Hamburg. Die Promotion erfolgte im Rahmen des interdisziplinären DFG-Forschungsprojektes „Europäische und Internationale Wirtschaftsordnung“ an der Universität Tübingen. Von 1993 bis 1998 war sie als Referentin und stellvertretenden Leiterin der Zentralstelle des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus u.a. zuständig für Kabinettsangelegenheiten, Öffentlichkeitsarbeit und die Vorbereitung der Kultusministerkonferenzen. Von 1998 bis 2005 arbeitete sie als Referentin für politische Grundsatzangelegenheiten in der Sächsischen Staatskanzlei. Seit 2005 ist sie in der Sächsischen Landeszentrale zunächst als Referentin für Publikationen, dann als Referatsleiterin des Online-Referats tätig. Das Referat betreut den Internetauftritt und die Social-Media-Aktivitäten der SLpB. Es entwickelt Online-Angebote der politischen Bildung wie die Dialogplattform www.lasst-uns-streiten.de und http://wtf.slpb.de/ und führt Bildungsveranstaltungen zum Themenbereich Netzpolitik und Digitalisierung durch.

Anreise

Anreise und Unterkunft
Tagung und Podiumsdiskussion finden Freitag und Samstag in den Räumen des Hotels Domero Dresden City (Kreischaer Straße 2) – in direkter Nähe zum Wasaplatz – statt.

Das Tagungshotel bietet 150 öffentliche Tiefgaragenstellplätze. Die Zufahrt erfolgt über die Lannerstraße. Das Parkticket kostet 12,- € am Tag.
Es bestehen außerdem gute Anbindungen an das Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn.

Genauere Hinweise zur Anreise via Auto und öffentlicher Verkehrsmittel finden Sie hier.


 

Unterkunft

Dormero City dresden

Sie können gemütlich direkt von Ihrem Zimmer die Tagung und Podiumsdiskussion besuchen.
Adresse: Kreischaer Straße 2, 01219 Dresden
Zimmerpreis: ab 65 Euro exkl. Frühstück
Kontakt: +49/30/20213-300  oder dresden-city@dormero.de

Gewandhaus Dresden

Das Gewandhaus liegt zentral in der Altstadt. Frauenkirche, Semperoper und Zwinger können fußläufig erreicht werden. 2016 gewann das 5-Sterne-Hotel den Location Award und bietet ein reiches Angebot in einer traumhaften Umgebung.
Adresse: Ringstrasse 1, 01067 Dresden
Zimmerpreis: ab 140 Euro inkl. Frühstück
Kontakt: +49/351/494947 (Tel.) +49/351/4949455 (Fax) reservations@gewandhaus-hotel.de (E-Mail)

Motel one dresden

Das Motel One liegt in nächster Nähe zum Zwinger mit  Zwingergarten und -teich, zum Staatsschauspiel Dresden oder auch zum Residenzschloss sowie zur beeindruckenden Semperoper. Flanieren Sie entlang der Elbe und finden Sie Erholung im schönen Palaisgarten.
Adresse: Postplatz 5, 01067 Dresden
Zimmperpreis: ab 78,50 Euro inklusive Frühstück;
Kontakt: Tel: +49/351/438 38 - 0  oder dresden-am-zwinger@motel-one.com

IBIS BUDGET DRESDEN CITY

Das ibis budget Dresden City befindet sich im Herzen der Stadt - direkt im Einkaufszentrum Altmarkt-Galerie und verfügt über kostenlosen WLAN-Zugang. Die nahe öffentliche Tiefgarage kann gegen Gebühr genutzt werden.
Adresse: Wilsdruffer Str. 25
Zimmerpreis ab 72,- Euro inklusive Frühstück
Kontakt: +49 351 833 93 820

IBIS HOSTEL DRESDEN

Das Ibis Hotel Dresden befindet sich im Herzen der sächsischen Landeshauptstadt direkt an der populären Einkaufsmeile Prager Straße nahe Altmarkt und Hauptbahnhof. Alle Zimmer in Dresden verfügen über eine komfortable Einrichtung mit King Size-Bett oder Twinbetten, Klimaanlage und 1 Stunde Gratis-WLAN.
Vom Ibis Hotel in der Dresdner Altstadt erreichen Sie die bekanntesten Dresdner Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß: Semperoper, Zwinger, Frauenkirche, Residenzschloss und Altmarkt sind nur 10 Gehminuten entfernt.
Adresse: Prager Straße 5/9/13
Zimmperpreis: ab 70,- Euro inklusive Frühstück
Kontakt: +49 351 48564856 oder  reservierung@ibis-dresden.de


GÄSTEHAUS DER TECHNISCHEN UNIVERSITÄT DRESDEN

Das 1997 erbaute Drei-Sterne-Gästehaus der Technischen Universität "Am Weberplatz" bietet seinen Gästen ein modernes Ambiente und überzeugt durch schlichten Stil und liegt in unmittelbarer Nähe zum Campus.
Adresse: Weberplatz 3, 01217 Dresden
Zimmerpreis: 63,- Euro inklusive Frühstück
Kontakt: Tel.: +49 351 4 67 93 00 Fax: +49 351 4 67 93 94  gha@mail.zih.tu-dresden.de
 

HOSTEL LOUISE DRESDEN NEUSTADT

Das Hostel "LOUISE 20" ist Teil des Szene- und Kulturviertels von Dresden und befindet sich direkt über der bekannten Szenekneipe "Planwirtschaft". In unmittelbarer Nähe der Jugendherberge finden Sie über 130 Kneipen, Bars und Restaurants. 3 Kinos und zahlreiche Theater so wie Clubs und Galerien runden das Angebot dieser erstklassigen Lage ab.
Der historische Stadtkern mit Semperoper, Zwinger und Frauenkirche ist in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen. Ausflüge in die Sächsische Schweiz, und zu weiteren Zielen der vielfältigen Dresdner Umgebung, können von dem ca. 800 m entfernten Bahnhof Dresden-Neustadt angetreten werden.
Adresse: Louisenstraße 20, 01099 Dresden
Zimmperpreis: ab 36,- Euro inklusive Frühstück
Kontakt:  +49 351 8 894 894 oder info@louise20.de


CITYHERBERGE HOTEL│HOSTEL DRESDEN

Alle Sehenswürdigkeiten der Dresdner Altstadt fußläufig und in wenigen Minuten erreichbar. Zwischen Großem Garten und Rathaus gelegen, bietet die Cityherberge den idealen Ausgangspunkt, um Dresden zu erkunden.
Adresse: Lingnerallee 3, 01069 Dresden
Zimmerpreis: Hotel ab 33,- Euro inklusive Frühstück; Hostel ab 21,- Euro inklusive Frühstück
Kontakt: +49 351-4859900 oder info@cityherberge.de

AO HOSTEL DRESDEN HAUPTBAHNHOF

Das A&O Dresden befindet sich nur 400 Meter vom Dresdner Hauptbahnhof entfernt, welcher auch in nur zwei Stationen mit dem Bus zu erreichen ist. Das zentral gelegene Haus bietet Ihnen modern eingerichtete Zimmer in verschiedenen Kategorien. Auf dem Dach verfügt das A&O Dresden über eine Terrasse mit Bar, von wo aus Sie ihren Blick über das Panorama der Altstadt schweifen lassen können.
Kontakt: Strehlener Str. 10, 01069 Dresden
Zimmerpreis: ab 23,- Euro inklusive Frühstück
Kontakt: +49 351 46 92 71 - 59 00

Sehenswertes in Dresden

"Frauenkirche und Alte Meister, Blaues Wunder und Grünes Gewölbe, malerische Elbhänge und belebte Gründerzeitviertel, Sächsische Staatskapelle und Internationales Dixieland-Festival, barocke Altstadt und moderne City, Gartenstadt und Kulturmetropole, Elbflorenz und sächsische Landeshauptstadt:
Das alles ist Dresden. "

Informationen zu Sehenswertem, Stadtrundfahrten und anderen Erlebnissen in Dresden finden Sie hier.

Kontakt

Das Symposium wird veranstaltet von Lutz Hagen, Anne-Marie In der Au, Mareike Wieland, Tim Tschapek und Katrin Etzrodt

Technische Universität Dresden, IfK - Institut für Kommunikationswissenschaft, Zellescher Weg 17, D-01062 Dresden

Sie erreichen das Organisationsteam unter: digitale_demokratie@mailbox.tu-dresden.de

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Das Organisationsteam Dresden

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Claudia Seifert
Letzte Änderung: 01.10.2017