20.04.2017

Tagung "Alltag als Exemplum"

Ein breites Publikum verbindet mit dem Begriff „Genrekunst“ die Malerei des holländischen Gouden eeuw. Allerdings erschienen schon um 1500 in der deutschen und flämischen Kunst profane Bildtypen, die mit burlesker Drastik Sujets wie feiernde Bauern, Quacksalber, Bordellszenen oder ungleiche Liebhaber darstellen. Dank entscheidender Kunstwerke von europäischen Renaissancekünstlern wie Albrecht Dürer, Lucas van Leyden, Pieter Bruegel oder den Campi-Brüdern entwickelte sich die Genrekunst zu einem lebhaften Bilddiskurs und gesamteuropäischen Phänomen.

Die Tagung widmet sich der Frühphase dieser Kunstform. Dabei steht die Frage im Zentrum, warum die im Laufe des 15. Jahrhunderts entstandene Gattung der Genremalerei gerade im Zeitalter der Reformation entscheidende Impulse erhielt. Auch soll das Problem der Gotteserfahrung im Alltäglichen in den Blick genommen werden, bedienen sich doch, so die zu diskutierende These, Genrethemen religiöser Bildmuster.

Achtung! - Raumänderung!: 
Montag, 24.04.2017 - Der Abendvortrag findet in HS 08 statt.

Flyer - Alltag als Exemplum.pdf

Programm - Alltag als Exemplum.pdf

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Ulrike Johne
Letzte Änderung: 20.04.2017