Kollektive politische Identitäten (DFG-Projekt)

Entstehung und Wandel kollektiver politischer Identitäten am Beispiel der Whigs und Tories in England, 1678-1714: Zirkulationsprozesse zwischen Literatur und Politik

Projektleitung

Name

PD Dr. Anna-Christina Giovanopoulos

  • September 2009-August 2011 DFG-Projekt (Einwerbung einer eigenen Stelle)
  • 2011/12 Stipendienprogramm zur Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen der TU Dresden (ohne Medizinische Fakultät)

Im Rahmen der literaturwissenschaftlichen Identitätsforschung wird anhand von Prozessmitschriften und Dramen des späten 17. und frühen 18. Jahrhunderts die Herausbildung kollektiver politischer Identitäten von Whigs und Tories im Zeitraum von 1678 bis 1714/15 analysiert. Identität wird hierbei grundsätzlich als Resultat narrativ erzeugter, diskursiver Aushandlungen verstanden.

Das Vorhaben stützt sich auf einen interdisziplinären Ansatz, wobei produktive Allianzen mit der Identitätsforschung, der soziologisch-historiographischen Forschung zu Öffentlichkeit und Rechtskultur sowie der Theaterwissenschaft und literaturwissenschaftlichen Dramenforschung gebildet werden. Dies geschieht mit dem Ziel, den heterogenen Gegenstand, bestehend aus fiktionalen und nicht-fiktionalen, aus teils kanonisierten und teils neu zu erschließenden Texten, unter innovativen Perspektiven integrativ ins Blickfeld zu rücken. Herausgestellt werden sollen die jeweils gattungsspezifischen Verarbeitungs- und Konstituierungsstrategien sowie die besondere Wirkungskraft von Literatur und die Zirkulationsprozesse, die in die gesamtgesellschaftliche Öffentlichkeit ausstrahlen.

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Letzte Änderung: 21.09.2016