05.05.2017

EU-Forschungsverbund zu Pilzenzymen tagte am IHI Zittau

Die Projektgruppe vor dem IHI Zittau © IHI Zittau / Tettenborn Die Projektgruppe vor dem IHI Zittau © IHI Zittau / Tettenborn
Die Projektgruppe vor dem IHI Zittau

© IHI Zittau / Tettenborn

Das zweite Projekttreffen des EU-Forschungsverbundes „Enzymatic oxidation/oxyfunctionalization“ (EnzOx2) fand am 26. April 2017 am IHI Zittau statt.

Professor Martin Hofrichter eröffnet die Tagung © IHI Zittau / Tettenborn Professor Martin Hofrichter eröffnet die Tagung © IHI Zittau / Tettenborn
Professor Martin Hofrichter eröffnet die Tagung

© IHI Zittau / Tettenborn

Herr Prof. Martin Hofrichter, stellvertretender Direktor des IHI Zittau, eröffnete das Treffen. Das Projekt EnzOx2 mit einer Gesamtfördersumme von 5 Mio € verbindet zwölf europäische Partner aus fünf Ländern darunter sechs mittelständige Unternehmen, den weltweit führenden Enzymhersteller Novozymes (Kopenhagen) sowie drei europäische Top-Forschungseinrichtungen und Universitäten. In dieser Konstellation forschen einige der beteiligten Wissenschaftler, darunter der Projektkoordinator Prof. Ángel T. Martínez (Centro de Investigaciones Biológicas, Madrid) und die Arbeitsgruppe um Prof. M. Hofrichter am IHI Zittau, seit nunmehr zehn Jahren in vier aufeinanderfolgenden integrierten EU-Projekten (Biorenew, Peroxicats, Indox, EnzOx2) über neuartige Biokatalysatoren aus Pilzen.

Projekttreffen im Hörsaal des IHI Zittau © IHI Zittau / Tettenborn Projekttreffen im Hörsaal des IHI Zittau © IHI Zittau / Tettenborn
Projekttreffen im Hörsaal des IHI Zittau

© IHI Zittau / Tettenborn

Die Wissenschaftler untersuchen den Einsatz oxidativer Pilzenzyme (Peroxygenasen und Oxidasen) mit dem Ziel der Entwicklung innovativer enzymatischer Reaktionssysteme zur Oxyfunktionalisierung industriell relevanter Verbindungen für den Kunststoff,- Pharma- und Kosmetiksektor. So können solche enzymbasierten Reaktionen beispielsweise für die nachhaltige Gewinnung von Plattformchemikalien (z. B. Hydroxymethylfurfural) aus nachwachsenden Rohstoffen zur Herstellung biobasierter Kunststoffe eingesetzt werden. Ein enzymatischer „Werkzeugkasten“ (enzymatic toolbox) aus verschiedenen oxidativen Biokatalysatoren soll zukünftig auch die schonende und selektive Synthese von Pharmazeutika (z.B. Steroidderivate) sowie Duft- und Aromastoffen (z.B. Zitrus- und Grapefruitaroma) aus pflanzlichen Inhaltsstoffen ermöglichen.

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Oliver Tettenborn
Letzte Änderung: 05.05.2017