SYNKOPE

SYNKOPE - Synergetische Kopplung von Energieträgern für effiziente Prozesse

Mitarbeiter: Dipl.-Ing. Martin Lustfeld
Dipl.-Ing. Max Schreier
Laufzeit: 09/2012 - 08/2015
Finanzierung: EU - EFRE
Kooperationen:
  • Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf
  • TU Bergakademie Freiberg
  • Hochschule Zittau-Görlitz


Kurzbeschreibung

Neben Erdöl und Erdgas, die importiert werden müssen, hat die Förderung und Nutzung des heimischen Energierohstoffes Braunkohle in Sachsen eine herausragende Bedeutung. Braunkohleverstromung sichert die elektrische Grundlast und macht derzeit ca. 80 Prozent der gesamten Stromerzeugung in Sachsen aus. Unter den Prämissen Versorgungssicherheit, Preiswürdigkeit und Umweltverträglichkeit müssen Energieeffizienz und regenerative Energieträger ausgebaut werden. Darüber hinaus müssen alle Optionen erhalten werden, um die Ablösung von Brennstoffimporten zusätzlich auch mit klimafreundlichen Braunkohle-Technologien abzusichern.

Die künftige Nutzung von Braunkohle bringt eine Vielzahl neuer Herausforderungen mit sich, da eine Fortführung der konventionellen Verstromung bei Einhaltung der geplanten CO2-Reduktion nicht ohne weiteres möglich ist. Innovative technologische Neuentwicklungen zur Effizienzsteigerung und alternativen Nutzung sind daher notwendig, um auch künftig eine sichere und wettbewerbsfähige Kraftstoff-, Chemierohstoff-, Strom- und Wärmeversorgung im Freistaat Sachsen, in Polen und in Tschechien zu ermöglichen.

Mit dem Ziel, eine nennenswerte Reduktion von CO2-Emissionen bei der Verwertung von fossilen Energieträgern zu erreichen, sind in den vergangenen Jahren Verfahren entwickelt worden, welche unter Verwendung CO2-frei bereitgestellter Prozesswärme eine hocheffiziente Veredlung bzw. Verwertung von Energierohstoffen wie Braunkohle ermöglichen. Ziel des Verbundvorhabens "Synergetische Kopplung von Energieträgern für effiziente Prozesse (SYNKOPE)" ist die Entwicklung eines ganzheitlichen Konzeptes zur Verwertung der in Sachsen verfügbaren Braunkohle unter Ausnutzung der in der Dreiländer-Region vorhandenen Synergien in Forschung und Entwicklung.

Das Projekt liefert eine Basis für grundlegende Überlegungen zu einer künftigen regionalen und überregionalen Energiestrategie. Mit den Ergebnissen des Vorhabens verfügt der Freistaat Sachsen in Kooperation mit den Nachbarländern Polen und Tschechien über ein zusätzliches Element zur stofflichen und energetischen Nutzung heimischer Rohstoffe. Durch die Vergabe von Studien-, Diplom- und Doktorarbeiten wird ein substanzieller Beitrag zum Kompetenzausbau sowie zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Freistaat Sachsen geleistet.


 

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Redaktion WKET
Letzte Änderung: 26.07.2016