Elektroimpulsver­fahren

Das Elektroimpulsverfahren (EIV)  wird seit mehreren Jahren an der TU Dresden erforscht. Das Ziel ist es, ein energieeffizientes und verschleißfreies Zerstörungsverfahren für Hartgestein zur Verfügung zu stellen.
Das EIV basiert auf der Wirkung von elektrischen Impulsen im Inneren des Gesteins. Die Impulse haben ein Spannungsniveau von mehreren 100 kV und werden über Elektroden direkt in das Gestein eingetragen.

In einer durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) geförderten Studie „Vortriebssystem zur Herstellung von tiefen Geothermiebohrungen im Festgestein mittels Elektro-Impuls-Verfahren (EIV)“  konnte die prinzipielle Machbarkeit des Verfahrens und die Wirtschaftlichkeit nachgewiesen werden. Die Ergebnisse der Studie zeigen ein Einsparpotential bei den Bohrkosten in der Größenordnung von 30 %. Aufbauend auf die erfolgreiche Machbarkeitsstudie wird
gegenwärtig im Forschungsprojekt „Entwicklung und Erprobung eines EIV-Bohrkopfes für Tiefengeothermie“ (BMU; FKZ. 0325253) ein bohrlochtauglicher Bohrkopf, bestehend aus Stoßspannungsquelle und Abbauelektroden, entwickelt.
Inhalt dieses Projektes ist die Umsetzung der benötigten Bohrelektroden und der Stoßspannungsquelle für eine 12 ¼“ – Bohrung. Die besondere Herausforderung hierbei ist die Anpassung an die Bedingungen im Bohrloch. Dort herrschen Drücke bis zu 1000 bar bei Temperaturen bis zu 200 °C. Für die Untersuchungen wird an der TU Dresden ein Versuchsstand aufgebaut, in dem bohrlochähnliche Bedingungen eingestellt werden können.

Die Forschungspartner des Projektes sind:                                                                                             

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Thomas Breitenbach
Letzte Änderung: 25.07.2016