Forschen und Lernen im interdisziplinären Kontext: FLiK-Modul RISIKO

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Anerkennungs-/Anrechnungsmöglichkeiten für das FLiK-Modul „Risiko“

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Risiko

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Risiken der globalisierten Welt:
Über Klimawandel, Migration und Flucht, Finanzkrisen und Lebensmittelsicherheit


Inhalte des FLiK-Moduls „Risiko“ unter Leitung von Prof. Marina Münkler sind die Risiko-Begriffe und -Bearbeitungsstrategien unterschiedlicher Disziplinen, die Abgrenzung zu verwandten Phänomenen (z.B. Gefahr) sowie die Interpretation „riskanter“ Konstellationen und der sich daraus ergebenden Problemzusammenhänge und Kommunikationsanlässe aus kultur-, politik-, medien-, umwelt-, natur- und wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive.

Vermittelt werden Methoden- und Fachkompetenzen für eine forschungsorientierte, interdisziplinäre Auseinandersetzung mit der Risikoforschung. Gefördert werden die kritisch-reflexive Anwendung spezifischer Kenntnisse des eigenen Studiengebiets und das Kennenlernen „fachfremder“ methodisch-theoretischer Ansätze. Unterschiedliche Konzeptualisierungen für Risikobewertungen sowie die Voraussetzungen gelingender Risikokommunikation stehen ebenso im Mittelpunkt wie die gemeinsame Analyse historisch gewachsener und aktueller Risikonarrative.



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► Projektseminare im Sommersemester 2017


Am 24. April 2017 starten die beiden interdisziplinären und forschungsorientierten Projektseminare des FLiK-Moduls „Risiko“.

Anmeldezeitraum:
13. März - 21. April 2017
weiter zur verbindlichen Anmeldung

Die Projektseminare werden als Blockveranstaltungen angeboten. Die folgenden drei Termine sind für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beider Projektseminare verbindlich. Weitere Termine für die einzelnen Projektseminare werden in der gemeinsamen Einführungsveranstaltung bekannt gegeben:

Was? Wann? Wo?
Gemeinsame Einführungsveranstaltung 24. April 2017
2.-3. DS
Festsaal Fakultät Wirtschaftswissenschaften
Hülsse-Bau, Nordflügel, 3. Etage
  29. Mai 2017
2.-6. DS
Festsaal Fakultät Wirtschaftswissenschaften
Hülsse-Bau, Nordflügel, 3. Etage
Abschlusspräsentationen 3. Juli 2017
2.-6. DS
Festsaal Rektorat, Mommsenstraße 11

Am FLiK-Modul „Risiko“ sind im Sommersemester 2017 die folgenden Lehrenden beteiligt:
Prof. Marina Münkler (Modulverantwortliche), Prof. Heike Greschke, Prof. Thomas Günther, Prof. Thomas Henle, Prof. Lars Koch, Prof. Jochen Schanze, Prof. Joachim Scharloth

>> Projektseminar I: „Umwelt- und Ernährungsrisiken“
Umwelt- und Ernährungsrisiken gehören historisch wie aktuell zu den besonders intensiv diskutierten Risiken. Für eine gelingende Risiko-Kommunikation spielen in beiden Fällen Risiko-Governance im öffentlichen Raum, die adäquate Einbeziehung verschiedener Stakeholder(gruppen) sowie ein Wissen über zugrundeliegende kulturelle Codierungen und Narrative (z.B. Heil/Askese, Gesundheit/Kontrolle, Allmacht der Natur/“profane Apokalypse“) eine entscheidende Rolle.

Wie Risiken kommuniziert, wahrgenommen und bearbeitet werden, wird anhand von aktuellen Beispielen aus den Kontexten Klimawandel und Ernährung bzw. Lebensmittel gemeinsam analysiert.
Dazu werden Erfahrungen in der Kommunikation naturwissenschaftlicher Erkenntnisse in Verbindung gebracht mit soziologischen, medienwissenschaftlichen und literatur- bzw. kulturwissenschaftlichen Methoden zur Erforschung von Risikowahrnehmung und -kommunikation.

>> Projektseminar II: „Wirtschafts- und Migrationsrisiken“
Riskante Entscheidungssituationen gibt es in Unternehmen ebenso wie in der Politik. Das Seminar befasst sich einerseits mit unternehmerischer Risikokommunikation (z.B. bezogen auf Risikomanagementsysteme und Risikoberichte) und interpretierte diese mit einschlägigen Sprachmodellen und Analyseverfahren.
Des Weiteren stehen Fragen der Medialisierung und Narrativierung wirtschaftlicher Risiken im Mittelpunkt. Dabei wird sich zeigen, dass „Fakten" und „Fiktionen" im Risiko-Diskurs immer schon miteinander verwoben sind. Ziel des Seminars ist damit eine Verbindung von wirtschafts-, sprach-, medien- und kulturwissenschaftlichen Ansätzen.

Flucht und andere Formen der grenzüberschreitenden Migration können einerseits als persönliches bzw. gesellschaftliches Risiko, andererseits als Möglichkeit der Bewältigung von riskanten Lebensumständen bzw. gesellschaftlichen Krisen gedeutet werden. Einer Migration können riskante Entscheidungssituationen vorausgehen, und auch migrationspolitische Entscheidungen begründen sich auf Risikomodellierungen und -narrativen, wie sie aktuell etwa im Begriff des „Gefährders" anklingen. Das Seminar beleuchtet den Zusammenhang von Migration und Risiko aus unterschiedlichen Perspektiven und bezieht dabei (widerstreitende) individuelle, herkunfts- sowie zielgesellschaftliche Narrative mit ein.
 

Organisatorische Hinweise:

Die beiden Seminare werden als Blockseminare angeboten, die gemeinsame Einführungsveranstaltung findet am 24. April 2017 von 9:20-12:40 Uhr statt.

Die Seminare schließen an die Staffelvorlesung „Risikokommunikation und Risikonarrative“ aus dem Wintersemester 2016/17 an und können mit dieser zusammen als Gesamtmodul belegt werden. Der Besuch der Vorlesung bildet jedoch keine Voraussetzung für die Seminarteilnahme.

Die Seminare sind als Projektseminare konzipiert und werden von mehreren Dozentinnen und Dozenten aus den o.g. Bereichen gemeinsam veranstaltet. Die Studierenden können einerseits von der interdisziplinären Zusammenarbeit und den gebündelten Kompetenzen profitieren, andererseits Themen aus den angegebenen Bereichen in interdisziplinären Projektgruppen selbstständig erarbeiten.



Anerkennungs-/Anrechnungsmöglichkeiten für das FLiK-Modul „Risiko“

Die Anrechnungs- bzw. Anerkennungsmöglichkeiten entnehmen Sie bitte der Anrechnungsmatrix (Stand: 15.03.2017).

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Projektkommunikation Zukunftskonzept
Letzte Änderung: 12.03.2018