Profil

Der Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur und Kulturgeschichte wurde seit dem Sommersemester 1992 von Prof. Dr. Walter Schmitz aufgebaut. Die Arbeitsschwerpunkte des Lehrstuhles für Neuere deutsche Literatur (seit 2000 Neuere deutsche Literatur und Kulturgeschichte) verbinden Literaturgeschichte mit kulturgeschichtlichen Kontexten. Kennzeichnend ist zudem die enge Verbindung von Forschung und Lehre (etwa im Projektstudium im Masterstudiengang). Die Arbeitsschwerpunkte wurden seit der Gründung zunächst vom Kreis der Mitarbeiter und seit dem Jahr 2000 immer wieder auch in enger Zusammenarbeit mit dem damals neu gegründeten MitteleuropaZentrum aufgebaut. Aktuell sind vor allem zu nennen:

1. Die philologische Grundlagenarbeit, die in Dresden um die Erforschung und Edition des Werkes von Ludwig Tieck konzentriert ist; im Entstehen sind zudem die historisch-kritische Ausgabe der Werke von Theodor Däubler, die kritische Ausgabe der Gesammelten Werke von Paul Adler sowie eine Studienausgabe des Werkes von Frank Wedekind.

2. Die Kommunikationsgeschichte der Literatur in der Achsenzeit um 1800, der klassischen Moderne um 1900 sowie in der Literatur der beiden Deutschland seit 1945. Verbunden ist dieser insbesondere mit einem Schwerpunkt auf der Literatur- und Kulturgeschichte Sachsens, zur Erich-Kästner-Forschung sowie zur Dissidenz in der DDR und dem deutsch-deutschen Exil nach 1945. Regelmäßig erweitert werden die Dokumentationen zur Gerhart-Hauptmann-Forschung.

3. Kulturthemen in intermedialer und interdisziplinärer Perspektive (zunächst mit der Dokumentation zum Thema "Wald").

4. Die Öffentlichkeit der Geisteswissenschaften, die in vielfältigen Formen gefördert wird. Zu nennen ist hier vor allem das Theaterseminar gemeinsam mit dem Staatsschauspiel Dresden, das zu Anfang der 1990er Jahre am damaligen Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur entwickelt wurde. Es wird bis in die Gegenwart von Prof. Klaus Schuhmacher weitergeführt. Im Rahmen des Projektstudiums werden die Literaturmuseen des Freistaates thematisiert. Arbeiten von Studierenden werden vor allem, aber nicht nur im Masterstudium bis zur Veröffentlichungsreife gefördert. Für die Veröffentlichung steht die Internetplattform Studieren Plus zur Verfügung. Außerdem erscheint die Reihe der Oskar-Walzel-Schriften, in der publikationswürdige Magisterarbeiten gedruckt werden. Die Oskar-Walzel-Vorlesungen, die in unregelmäßiger Folge etwa 1-2 Mal im Jahr mit prominenten Vertretern aus Fachwissenschaft und Kultur stattfinden, richten sich an ein breiteres Publikum. Die Oskar-Walzel-Vorlesungen wurden bisher gehalten von

  • Prof. Dr. Jürgen Mittelstraß
  • Johano Strasser
  • Prof. em. Dr. phil. Drs. h.c. Klaus Garber
  • Prof. em. Dr. phil. Roger Paulin
  • Prof. em. Dr. phil. Heinz Rölleke
  • Prof. Lothar Jordan

5. Internationalisierung in Forschung und Lehre, institutionell gestützt durch Erasmus-Partnerschaften, durch 2 germanistische Institutspartnerschaften mit der Jan-Palacký-Universität in Olomouc und dem Institut supérieur des Langues an der Université de Gabès sowie durch auslandsbezogene Studiengänge, insbesondere das Bachelor-Plus-Programm, der Master-Plus-Studiengang German Studies/Culture and Communication mit interkultureller Orientierung und ausgeprägtem Praxisbezug, aber auch Doppelabschlüsse.

Aktuelle Forschungsprojekte

Zu dieser Seite

Annie Schoppe
Letzte Änderung: 05.10.2017