16.05.2017

Ab ins All

SOMP2 Flugmodell © Tino Schmiel/ILR SOMP2 Flugmodell © Tino Schmiel/ILR

Illustration nach Auswurf: SOMP2 Flugmodell entfernt sich von der Raumstation

SOMP2 Flugmodell

Illustration nach Auswurf: SOMP2 Flugmodell entfernt sich von der Raumstation © Tino Schmiel/ILR

UPDATE: SOMP2 ist erfolgreich und pünktlich von der Raumstation ausgeworfen. Er wurde entgegengesetzt zur Flugrichtung der ISS in einem Winkel von 45° zur Erde geplant ausgesetzt und befindet sich nun gemeinsam mit weiteren Satelliten des QB50 Konsortiums auf einem langen Weg zurück in die Erdatmosphäre.

Der am 18. April erfolgreich zur Raumstation ISS gestartete Satellit der TU Dresden wird nun voraussichtlich heute (am 16. Mai) Vormittag von der Raumstation in den freien Weltraum entlassen. Geplant ist 10:25 Uhr deutscher Zeit. Die Daten können von Funkamateuren weltweit empfangen werden. Auch das DLR_School_Lab der TU Dresden wird zusammen mit den Technische Sammlungen Dresden die ersten Daten aufnehmen, sobald SOMP2 über Dresden fliegt. Dies wird bis Ende Juni nachts passieren. Bis Mitte Juni werden dann per Kommando Feineinstellungen am Satelliten vorgenommen, bevor die Wissenschaftsphase beginnt. Auch die Amateurfunkstation am Berufsschulzentrum für Elektrotechnik wird SOMP2 gespannt verfolgen. So lange bleibt es spannend für die Mitarbeiter, Studenten und Schüler.

Gemeinsam mit dem DLR_School_Lab und den Technischen Sammlungen ist eine Pressekonferenz im Juni geplant. Das genaue Datum wird Ende Mai bekannt gegeben. Im Vorfeld können keine Zwischenergebnisse präsentiert werden.

Der Nanosatellit soll die Restgase bis zu seinem Wiedereintritt messen. Der so genannte FIPEXnano Sensor - eine Entwicklung des Instituts für Luft- und Raumfahrttechnik der TU Dresden - ist ebenfalls auf 14 weiteren internationalen Satelliten montiert. Diese bilden zusammen einen Schwarm und sollen Daten für die Berechnung des Klimas und des Weltraumwetters liefern. Neben FIPEXnano untersucht SOMP2 neuartige Nanokohlenstoffe auf ihre Einsatzfähigkeit unter den harschen Bedingungen im Weltraum. Mit dabei ist auch ein Experiment, um elektrische Energie direkt aus der Wärme der Sonne zu erzeugen.

Für Funkamateure: SOMP2 alias ON02DE, sendet auf 437,405 MHz, GMSK moduliertes Signal, 9.6 kBaud, AX.25 Protokoll

Informationen für Journalisten:

Kim-Astrid Magister
Pressesprecherin

TU Dresden
Tel.: +49 351 463 32398
E-Mail: pressestelle@tu-dresden.de

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Jacqueline Duwe
Letzte Änderung: 17.05.2017