Vortrag

19.11.2016
10.00 Uhr
Prof. Michael Soffel Prof. Michael Soffel
Moderne Kosmologie
Beginn der modernen Kosmologie ist die Entdeckung, dass auf großen Distanzen das Weltall expandiert. Entfernte Galaxien bewegen sich weg von der Erde mit einer Geschwindigkeit, welche proportional zur Distanz anwächst. Der Vortrag erläutert dieses Gesetz von Hubble, er geht ein auf die Spektren von Galaxien, die kosmische Rotverschiebung von Spektrallinien, die Vermessung kosmischer Entfernungen. Das Gesetz von Hubble liefert einen wichtigen Aspekt zum Verständnis der kosmischen Dynamik: das Weltall wurde vor ca. 14 Milliarden Jahren im Rahmen einer gewaltigen Explosion (Urknall) in einem sehr heißen Zustand geboren. Die Anfangswärme des Alls kann heute in Form der kosmischen Mikrowellen-Hintergrundstrahlung vermessen werden. Der Vortrag geht auf die verschiedenen Phasen des Kosmos nach dem Urknall ein und erläutert wie aus einem gleichförmig angefüllten Weltall kosmische Strukturen (Sterne, Galaxien) haben entstehen können. Das weitere Schicksal der Welt hängt von der globalen Verteilung von Materie und Energie in ihr ab. Heute glaubt man, dass eine dunkle Form der Energie dazu führt, dass unser All für alle weiteren Zeiten beschleunigt expandiert und es sich dadurch immer weiter verdünnt. (Bild rechts unten: M86 im Virgo Haufen)
Der Vortrag wird durch eine Dia-Show "Flug durchs All" ergänzt, mit der eine Reise von der Erde bis zum Ende des Weltalls simuliert wird.
Material zum Vortrag (8,0 MB pdf-Datei)
   
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Jens Brose
Letzte Änderung: 04.04.2017