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Der Hülsse-Bau von außen © TU Dresden Der Hülsse-Bau von außen © TU Dresden
Der Hülsse-Bau von außen

© TU Dresden

Zur Entstehungsgeschichte

1955 wurde erstmals ein Lehrstuhl für Gartenkunst, Landschaftsgestaltung und Ingenieurbiologie an der damaligen TH Dresden eingerichtet. Innerhalb der Fakultät für Bauwesen diente die Professur von Werner Bauch der umfassenden Ausbildung von Bauingenieuren und Architekten.
Seit 1970 gibt es an der TU Dresden auch den Studiengang Landschaftsarchitektur. Er ging aus der Fachrichtung Garten- und Landeskultur an der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät der Humboldt-Universität in Berlin hervor. Bekannte Hochschullehrer in dem jungen  - erst 1929 eingerichteten - universitären Studiengang waren bis dahin der Gartendirektor von Berlin, Erwin Barth, der Garten- und Landschaftsarchitekt Georg Bela Pniower und der Schöpfer der IGA Erfurt, Reinhold Lingner.
Der Studiengang ist seit dem Umzug nach Dresden der Fakultät Architektur angegliedert, was bei der Ausbildung von Landschaftsarchitekten und Architekten die Organisation gemeinsamer Lehrveranstaltungen erleichtert.
Von 1970 bis zur politischen Wende war Dresden die einzige universitäre Landschaftsarchitektur-Ausbildungsstätte der DDR, und die TU Dresden ist bis heute - wenn man von der TU Berlin einmal absieht - die einzige Universität mit einem Studiengang Landschaftsarchitektur im Osten Deutschlands. 1995 wurde der Diplomstudiengang reformiert und 2010/11 durch den Bachelor- und Masterstudiengang Landschaftsarchitektur ersetzt. 

Das Institut für Landschaftsarchitektur

Die Landschaftsarchitektur-Ausbildung obliegt in erster Linie dem Institut für Landschaftsarchitektur mit seinen fünf Lehrgebieten Landschaftsarchitektur, Landschaftsplanung, Landschaftsbau, Pflanzenverwendung in der Landschaftsarchitektur und Geschichte der Landschaftsarchitektur. Darüber hinaus werden an der Fakultät  Forst-, Geo- und Hydrowissenschaften die naturwissenschaftlichen Grundlagenfächer sowie einige künstlerisch-gestalterische Fächer und die Baugeschichte an verschiedenen Architektur-Lehrstühlen vermittelt.

Profil der Ausbildung

Strukturelles Charakteristikum ist die Kooperation einer überschaubaren Kerngruppe von Professuren in der Landschaftsarchitektur mit einem weit gespannten Netz von Fächern innerhalb der Fakultät Architektur und mit anderen Fakultäten der TU Dresden. Mit den fünf Professuren Landschaftspla­nung, Landschaftsbau, Geschichte der Landschaftsarchitektur/Gartendenkmalpflege, Landschaftsarchitektur und Pflanzenver­wendung sind die zentralen Kompetenzen und Aufgabengebie­te des Berufsbildes im Studiengang vertreten. Die Einbindung weiterer, fakultätseigener und externer Professuren, insbeson­dere in der Architektur und den Umwelt- und Ingenieurwissenschaften, bietet zudem bereits im Studium die Möglichkeit, Kompetenzen in fachübergreifendem Arbeiten zu erwerben.

Hervorzuheben ist die traditionell enge Vernetzung der Studiengänge Architektur und Landschaftsarchitektur sowohl in der Forschung als auch in der Lehre. Städtebau, Gebäudelehre, Baugeschichte,  gestalterischen Grundlagen, Darstellungslehre und Bauökonomie sind  Pflichtmodule in der Landschaftsarchitekturausbildung.

Der konsekutive Studiengang Landschaftsarchitektur bestehend aus einem sechssemestrige Bachelor-Studium (180 Leistungspunkte) und einem viersemestrigen Master-Studium (120 Leistungspunkte) ist an der TU Dresden in  der Fakultät Architektur im Bereich Bau und Umwelt verankert.

Durch die Beschränkung der Immatriku­lationszahlen auf maximal 55 Studienanfänger pro Jahr sowohl im Bachelor- als auch im Masterstudiengang werden eine individuelle Betreuung und der persönliche Austausch zwi­schen Studierenden und Lehrenden ermöglicht.

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Frithjof Hamacher
Letzte Änderung: 18.09.2018