24.12.2025
virTUos erreicht Meilenstein – Projekt endet am 31.12.2025
Abschlussfeier virTUos
Projektabschluss virTUos – ein Meilenstein für digitale Lehre an der TU Dresden
Nach mehreren intensiven Jahren endet das virTUos-Projekt – und wir blicken auf eine Wegstrecke zurück, die sich anfühlt wie eine Expedition durch neue digitale Landschaften. Jeder Schritt, jede Abzweigung und jeder neu erschlossene Raum wurde durch unsere acht Teilprojekte geprägt. Gemeinsam haben sie ein Ökosystem geschaffen, das hybride Lehre an der TU Dresden nachhaltig stärkt und die Hochschullehre als flexiblen, inklusiven und wissenschaftlich fundierten Lernraum weiterdenkt.
Wir haben digitale Räume geöffnet, in denen Lernen nicht an Türen, Zeitzonen oder physische Anwesenheit gebunden ist. Aus ersten Ideen wurden belastbare Brücken: zwischen Präsenz und Online, zwischen Disziplinen, zwischen Studierenden und Lehrenden – und zwischen Institutionen weltweit. Gleichzeitig zeigte sich, wie wertvoll Experimentierräume und eine progressive Fehlerkultur sind, um innovative Lehre verlässlich zu etablieren.
Unsere Wegmarken im Projekt:
Digital Herrnhut
Virtuelle Exkursionen, hybride Kleincurricula und das Digitalisierungs-Setup ImagoFolio ermöglichten internationale Kooperationen trotz Distanz. Über 70.000 Seiten historischer Handschriften wurden erschlossen – ein neues Fenster in die Welt der Digital Humanities.
Telepräsenz
Telepräsenzroboter und ein PTZ-System halfen uns, abwesende Studierende sichtbar, hörbar und wirksam einzubinden. Hybride Teilnahme wurde nicht nur technisch möglich, sondern sozial spürbar – selbst in klinisch herausfordernden Kontexten.
HybParc
Sensorik, Videoanalyse, KI und VR verwandelten Lernparcours in Trainingsräume, die unmittelbares Feedback und individuelle Lernpfade unterstützen. Ein digitaler Übungsplatz, der bleibt.
Tutoring hybrid
Hybride Qualifizierungsbausteine, Flipped-Classroom-Formate, Masterclass und OER-Materialien professionalisierten studentische Lehr- und Betreuungskontexte und schufen standardisierte, skalierbare Unterstützungsstrukturen.
Students
Mit Formaten wie dem FüDiKo, der Kreativen Digitalwerkstatt und umfangreichen OER entstand ein Nährboden für studentische Digitalkompetenzen. Der Ansatz „students as partners“ zeigte, dass echte Beteiligung ein zentraler Erfolgsfaktor für akzeptierte und relevante digitale Lehre ist.
Exdimed
Niedrigschwellige OER-Selbstlernmaterialien vermittelten Programmier- und Datenkompetenzen – ein Sprungbrett für geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung im digitalen Raum.
Praktikum hybrid
Aus einem Massenpraktikum wurde ein flexibles Blended-Learning-Format mit Arduino-Koffern, Thementagen und Flipped-Classroom-Elementen. Praxisnah, motivierend und dauerhaft verankert.
DikoLint
Ein „internationales Klassenzimmer ohne Grenzen“: COIL-basiertes kollaboratives Online-Lernen, Tele-Tutorials und virtuelle Mobilität schufen standortübergreifende, interdisziplinäre Lernräume und stärkten digitale Kollaboration – eng verzahnt mit Digital Herrnhut.
Was bleibt?
Zahlreiche Ergebnisse sind heute fest in der Lehre verankert: hybride Curricula, VR-Module, OER-Sammlungen, Telepräsenz-Konzepte, Trainingsstationen, Digitalisierungs-Workflows und Qualifizierungsformate. Sie wirken weiter – in Studiengängen, im MITZ, auf twillo und Zenodo, im MKNetwork und in der internationalen Zusammenarbeit.
virTUos hat zugleich gezeigt, dass interdisziplinäre Kooperation – über Fakultäten, das ZiLL, die SLUB, die DIU und zahlreiche externe Partner hinweg – wesentlicher Motor erfolgreicher digitaler Transformation ist. Die entstandenen Prospektiven weisen über das Projekt hinaus und formulieren eine Orientierung für eine Universität, die flexibler, inklusiver und stärker vernetzt lernen, lehren und leben möchte. virTUos hat verdeutlicht: Wenn Digitalisierung kein Selbstzweck ist, sondern ein Werkzeug, entsteht nicht nur neue Lehre – es entsteht neue gemeinsame Praxis.
Ein großes Dankeschön gilt allen Mitarbeitenden, Studierenden, Partnern – und der Stiftung Innovation in der Hochschullehre, die dieses Projekt ermöglicht hat.