06.03.2026
Dr. Matthias Ritter bei Tagung zur Ungleichheitsforschung in Potsdam
Vom 4. bis 6. März 2026 fand an der Universität Potsdam die Frühjahrstagung der Sektion „Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse“ der Deutschen Gesellschaft für Soziologie statt. Die Tagung brachte Forschende der Sozialstrukturanalyse und Ungleichheitsforschung zusammen und bot Raum für Diskussionen aktueller Studien zu Migration, Bildung, Arbeitsmarkt, Reichtumsverteilung sowie Digitalisierung im Kontext sozialer Ungleichheit.
Im Rahmen der Konferenz präsentierte Dr. Matthias Ritter (sh. Foto oben), wissenschaftlicher Koordinator des Boysen-TU Dresden-Graduiertenkollegs, den Vortrag „Wahrnehmung, Begründung und Bewertung sozialer Ungleichheit aus der Sicht von Kindern im Alter von 10–12 Jahren“.
Die Studie untersucht, wie Kinder soziale Ungleichheit wahrnehmen, wie sie diese erklären und moralisch bewerten. Die Untersuchung wurde gemeinsam mit Christoph Haßler (UZH Zürich) und Savo Beoles (Stadt Worms) erstellt. Grundlage der Analyse sind Interviews mit Kindern der Universitätsschule Dresden. Die Ergebnisse zeigen, dass Kinder soziale Ungleichheit vor allem über sichtbare Indikatoren wahrnehmen, sie häufig leistungsbezogen erklären und zugleich ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden zeigen.
Neben dem eigenen Vortrag bot die Tagung zahlreiche Beiträge und Diskussionen zu theoretischen und methodischen Fragen der Entstehung, Verfestigung und Veränderung sozialer Ungleichheitsstrukturen. Darüber hinaus bot sie eine gute Gelegenheit zum wissenschaftlichen Austausch und zur Vernetzung innerhalb der deutschsprachigen Ungleichheitsforschung.