PROFESSUR FÜR GRUNDLAGEN DES ENTWERFENS
Die Professur beschäftigt sich in Lehre und Forschung mit architektonischem Entwerfen als gestaltendem Handeln: Vom kleinstmöglichsten Eingriff bis zur Umformung ganzer Gefüge. Die Grundlagen des Entwerfens werden dabei nicht als stabil vorausgesetzt, sondern als widersprüchlich und in ständiger Veränderung: Was sollen wir (um-)bauen, warum und mit welchem architektonischen Ausdruck? Für wen, mit welchen Ressourcen – und: sollen wir überhaupt noch (um-)bauen? Antworten auf diese Fragen erarbeiten wir uns an der Professur im unmittelbaren „Tun“: Wir involvieren uns physisch in reale Baustellen, lenken Stoffströme gestaltend um, transformieren kollektiv Orte und werden selbst zu fürsorgenden Mitnutzer*innen unseres Gebauten. Mitunter entscheiden wir, gar nichts zu tun. Erst im konkreten, maximal involvierten Durchdringen des Einzelfalls – im Erarbeiten „am eigenen Leib“ – erschließen sich uns größere Zusammenhänge. Die Nähe zu den Dingen hilft uns dabei, „Zeit“ in unser Handeln einzuarbeiten: Korrigierend und reparierend tasten wir uns voller Optimismus und gestalterischer Energie in einer brüchigen Welt schrittweise voran. Forschend „hebt“ die Professur dieses Wissen und macht es zugänglich für Praxis und Wissenschaft.