M. Sc. Danielle Warstat
Akzeptanz von Künstlicher Intelligenz in der Immobilienbewertung
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Motivation
Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig wie z. B. Large Language Models oder neuronale Netzwerke. Aktuell werden diese vorrangig für Unterstützungsleistungen verwendet, wie z. B. Textgenerierung oder automatisches Auslesen von Dokumenten. Der Einsatz von KI-Methoden für die tatsächliche Berechnung ist in der Praxis begrenzt. Im Gegensatz zu den parametrischen Verfahren liegen die Herausforderungen zum einen bei den meisten Modellen im black-box Charakter der neuen Methoden und zum anderen in den rechtlichen Rahmenbedingungen. Diese Unsicherheiten beeinflussen maßgeblich die Akzeptanz der Verfahren. Diese ist jedoch notwendig um die Potenziale gewinnbringend in das Arbeitsumfeld zu integrieren. Dadurch können Effizienzsteigerungen realisiert werden, welche den Auswirkungen des Fachkräftemangels entgegenwirkt.
Die Möglichkeiten und Herausforderungen von KI wurden bereits in verschiedenen Veröffentlichungen untersucht. Es wurde bisher wenig zur Akzeptanz der KI-Methoden in der Praxis der Immobilienwertermittlung geforscht. Für die Akzeptanz von KI wurden in anderen Fachbereichen unterschiedliche Einflussfaktoren ermittelt. Zudem fehlen Analysen wie die Akzeptanz und damit die Verwendung der Methoden im Bereich der Immobilienwertermittlung gesteigert werden können.
Zielstellung
In dieser Arbeit soll die Akzeptanz der KI-Methoden in der Praxis näher beleuchtet werden, um die Vorteile der Technologie bestmöglich nutzen zu können. Dazu wird die Akzeptanz ermittelt, um spezifische Einflussfaktoren aufzudecken. Diese werden mit den organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen von Deutschland und Österreich in Bezug gesetzt. Dadurch sollen positive Einflüsse abgeleitet werden und diese in konkrete Maßnahmenempfehlungen umgesetzt werden.
Anhand dessen sollen folgende Forschungsfragen in der Dissertation beantwortet werden:
Inwiefern können Deutschland und Österreich im Hinblick auf die Nutzung von Künstlicher Intelligenz bei Immobilienbewertungen voneinander lernen?
- Wie hoch ist die Akzeptanz von Künstlicher Intelligenz im Rahmen der Immobilienwertermittlung in Deutschland und Österreich?
- Welche positiven bzw. negativen Faktoren beeinflussen die Akzeptanz von Künstlicher Intelligenz in Deutschland bzw. Österreich?
- Wie kann die Akzeptanz gesteigert werden?
Methodik
Für die Beantwortung der Forschungsfragen, wird ein Mixed-Methods Ansatz verfolgt (Abb. 1).
Zunächst werden die inhaltlichen Grundlagen im Rahmen einer Literaturanalyse ausgewertet. Aus dieser ergeben sich die einzelnen Einflussfaktoren der Akzeptanz für die quantitative Umfrage. Die Zielgruppe der Befragung sind Personen, welche Immobilienwertermittlungen durchführen. Neben der Relevanz der Einflussfaktoren werden außerdem die Einflüsse der organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen in Österreich und Deutschland anhand von Interviews und Literaturauswertungen analysiert. Die Ergebnisse der quantitativen Befragung werden unter Berücksichtigung der Unterschiede und Gemeinsamkeiten in Deutschland und Österreich in Workshops mit Experten diskutiert. Daraus werden anschließend Maßnahmenempfehlungen abgeleitet. Diese werden in qualitativen Interviews plausibilisiert.
Abb. 1 Forschungsdesign