Nov 04, 2026
GOR-Workshop zu nachhaltigen Wertschöpfungsnetzwerken im Kontext der Energiewende in Halle
Wie lassen sich Wertschöpfungsnetzwerke angesichts der Energiewende nachhaltig gestalten? Welche Rolle spielen dabei quantitative Methoden und modellgestützte Entscheidungsansätze? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich der Workshop der GOR-Arbeitsgruppe Umwelt und Energie zum Thema „Nachhaltige Wertschöpfungsnetzwerke im Kontext der Energiewende“, der am 29. und 30. Oktober 2026 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg stattfand. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Universitäten und Forschungseinrichtungen kamen zusammen, um aktuelle Forschungsarbeiten vorzustellen und gemeinsam zu diskutieren.
Wie vielfältig die Herausforderungen bei der nachhaltigen Gestaltung von Energie-, Produktions- und Logistiksystemen sind, zeigte das zweitägige wissenschaftliche Programm mit insgesamt zehn Fachvorträgen. Dabei ging es unter anderem um die Optimierung nachhaltiger Lieferketten, die Risikobewertung künstlicher Intelligenz in der Energieversorgung sowie das Stromnetz- und Engpassmanagement. Weitere Beiträge beschäftigten sich mit der Planung von Wasserstoffinfrastrukturen und synthetischen Kraftstofflieferketten, der energieorientierten Produktionsplanung, innovativen Ladeinfrastrukturen für den Verkehr und dem Einsatz von Batteriespeichern im Strommarkt.
Die vorgestellten Forschungsarbeiten zeigten, welchen Beitrag Methoden des Operations Research zur Bewältigung dieser Herausforderungen leisten können. Insbesondere ermöglichen quantitative Modelle, komplexe Zusammenhänge und Zielkonflikte zwischen Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und ökologischer Nachhaltigkeit systematisch zu untersuchen und unterschiedliche Handlungsoptionen für die Energiewende zu bewerten.
Ein besonderer Dank gilt Prof. Dr. Christian Bierwirth und seinem Team an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg für die hervorragende Organisation vor Ort. Seitens der TU Dresden wurde der Workshop von Dr. Hannes Hobbie koordiniert und von Prof. Dr. Dominik Möst als Leiter der GOR-Arbeitsgruppe Umwelt und Energie begleitet. Ein herzlicher Dank gilt zudem allen Referierenden und Teilnehmenden, die mit ihren vielfältigen wissenschaftlichen Beiträgen und anregenden Diskussionen zum Gelingen des Workshops beigetragen haben.