12.05.2026
Projektauftakt MUst
Am 12.05.2025 fiel der offizielle Startschuss für das Forschungsprojekt MUst, das sich mit der Modellierung von Unsicherheiten für eine systemintegrierte Marktgebietskopplung befasst. Die Professur für Energiewirtschaft der TU Dresden koordiniert das Verbundvorhaben gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU). Praxispartner sind 50Hertz Transmission und Return on Data. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördert und läuft über 36 Monate.
Im Mittelpunkt steht die Weiterentwicklung der Methoden zur Bestimmung von Handelsdomänen im europäischen Strommarkt. Handelsdomänen definieren, welche Strommengen zwischen Marktgebieten gehandelt werden können, und sind damit entscheidend für die Effizienz der europäischen Marktkopplung. Mit dem steigenden Anteil erneuerbarer Energien und der zunehmenden Komplexität der Netzinfrastruktur wächst der Bedarf, diese Unsicherheiten methodisch fundiert in die Bestimmung der Handelsdomänen einzubeziehen. Genau hier setzt MUst an: Ziel ist die Entwicklung probabilistischer Handelsdomänen, die Unsicherheiten explizit berücksichtigen und so die Resilienz und Effizienz des Stromsystems stärken. Ein weiterer methodischer Fokus ist der Transfer einer etablierten Methode aus der industriellen Prozessanalyse in die Energiesystemmodellierung durch die enge Zusammenarbeit zwischen der Professur und dem Fraunhofer IWU.
50Hertz Transmission unterstützt mit operativem Know-How sowie dem Einbringen von Realbedingungen bei der Methodenentwicklung im Projekt. Return on Data trägt zur Entwicklung von Datenschnittstellen und zur Aufbereitung der Analyseumgebungen bei.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit im Konsortium und auf die Erkenntnisse, die MUst für die Weiterentwicklung der Marktgebietskopplung liefern wird.