09.06.2026
Berichtspraxis der Kapitalflussrechnung: Empirische Befunde verdeutlichen Anpassungsbedarf
IAS 7 zu Kapitalflussrechnungen ist auf den Prüfstand der Regulierer geraten. So hat der IASB im Januar 2026 das Projekt „Statement of Cash Flows and Related Matters“ seinem Arbeitsprogramm zur Standardsetzung hinzugefügt. Daneben greifen schon ab dem Geschäftsjahr 2027 Änderungen an IAS 7 aufgrund von IFRS 18, wonach
- bei indirekter Darstellung des Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit der operating profit den Ausgangspunkt bilden muss und
- die bisherigen Wahlrechte der Zuordnung von Dividenden- und Zinszahlungen zu den Cashflowebenen beschnitten werden.
In Ausgabe 6/2026 der Zeitschrift für Internationale Rechnungslegung (IRZ) legen Prof. Dr. Michael Dobler und Josephine Reichel prägnant Befunde zur Berichtspraxis der Konzern-Kapitalflussrechnungen der MDAX-Unternehmen vor. Diese legen weiträumigen Anpassungsbedarf nahe.
Dobler, Michael & Reichel, Josephine (2026). Empirische Analyse der Kapitalflussrechnungen der MDAX-Unternehmen: Berichtspraxis und Anpassungsbedarf aufgrund von IFRS 18. Zeitschrift für Internationale Rechnungslegung, 21(6), 251–254.
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Abstract:
IAS 7 zu Kapitalflussrechnungen ist insgesamt auf den Prüfstand des IASB, der EFRAG und nationaler Standardsetzer geraten. Speziell unterliegt er aufgrund von IFRS 18 Änderungen, die ab dem Geschäftsjahr 2027 anzuwenden sind. Vor diesem Hintergrund liefert der vorliegende Beitrag empirische Befunde zur Ausgestaltung der Kapitalflussrechnungen der MDAX-Unternehmen für das Geschäftsjahr 2024 (bzw. 2023/24). Die Ergebnisse verdeutlichen nicht nur weiträumigen Anpassungsbedarf, um dem durch IFRS 18 geänderten IAS 7 zu entsprechen. Sie ergänzen ferner aktuelle Befunde zu den DAX-Unternehmen und informieren die laufende Regulierungsdiskussion.