Forschungsfelder

Flussorientierte Unternehmensgestaltung

„Alles fließt“- dieser Aphorismus, welcher auf den Philosophen Heraklit zurückgeführt werden kann, ist kennzeichnend für das Bestreben zahlreicher Wissenschaftler und Praktiker, in Unternehmen sowie über die gesamte Wertschöpfungskette bis hin zum Kunden einen ununterbrochenen Fluss von Materialien und Waren zu ermöglichen. Ausgangspunkt der Forschung im Bereich der flussorientierten Unternehmensgestaltung ist die logistikgerechte Produktgestaltung über alle Phasen des Lebenszyklus. Weiterhin werden Lösungen speziell für die Umgestaltung bestehender Beschaffungs-, Produktions- und Distributionssysteme hin zu fluss- und kundenorientierten Systemen erarbeitet.

Ansprechpartner: Frau Dr. Keil

Innovationsmanagement in der Supply Chain

Lieferanteninnovationen können vom Abnehmer oder vom Lieferanten initiiert werden. Hierbei soll untersucht werden wie Unternehmen Lieferanteninnovationen unterstützen, anregen, kanalisieren und bewerten können. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt in der Erarbeitung einer Bewertungsmethodik zur Entscheidungsfindung über die Umsetzung einer Lieferanteninnovationsidee.

Ansprechpartner: Herr Prof. Dr. Lasch

Lieferantenrisikomanagement

Die zunehmende Vernetzung von Lieferketten und die Auslagerung wertschöpfender Tätigkeiten an Lieferanten steigert die Anfälligkeit von Supply Chains gegenüber Risiken. Ein wesentlicher Risikotreiber wird dabei auf der Beschaffungsseite gesehen, deren kleinste Gestaltungseinheit Lieferanten-Abnehmer-Beziehungen darstellen. Um einen Beitrag zum effektiven Management von Lieferantenrisiken zu schaffen, ist die Identifikation von Risiken, welche von direkten Lieferanten für einen Abnehmer ausgehen, ein Schwerpunkt der Forschung. Darauf aufbauend wird untersucht, wie die wesentlichen Risiken im Rahmen des Lieferantenmanagements mit Hilfe von Maßnahmen der Lieferantensteuerung gemindert werden können.

Ansprechpartner: Herr Prof. Dr. Lasch

Integrierte Fabrikplanung

Der hohe wirtschaftliche Stellenwert des produzierenden Gewerbes sowie die erhebliche Kostenverantwortung der Fabrikprojektierung erfordert eine effiziente und ganzheitliche Planung von Betriebs- und Transportmitteln. Im Forschungsschwerpunkt Integrierte Fabrikplanung wird untersucht, wie übliche sukzessive Planungsstufen zusammengeführt werden können, um die komplexitätsbedingte Notwendigkeit interdependenter Teilplanungsergebnisse zu verringern. Mit Hilfe moderner Verfahren des Operation Research soll die Planungsgüte bei Neuplanungs-als auch Restrukturierungsprojekten optimiert werden.

Ansprechpartner: Armin Klausnitzer

Komplexität von Fertigungssystemen

Komplexe Fertigungssysteme setzen sich aus einer Vielzahl von Subsystemen zusammen, die durch scheinbar zahllose Relationen miteinander verknüpft sind. Ziel dieses Forschungsbereichs ist zum einen die Erforschung von Methoden zur praxisorientierten Messung dieser Fertigungssystemkomplexität, zum anderen die simulationsgestützte Analyse des Zusammenhangs zwischen Systemkomplexität und Systemperformance. Dabei kommen innovative Algorithmen zum Einsatz, die in Zusammenarbeit mit Praxispartnern am Lehrstuhl entwickelt wurden.

Ansprechpartner: Herr Prof. Dr. Lasch

Innovationen in der Ersatzteillogistik unter besonderer Herausstellung der Informationsversorgung

In der Ersatzteillogistik können Informationslücken gravierende Folgen haben, insbesondere dann, wenn Stillstandzeiten vermieden werden sollen, die Zufriedenheit des Kunden auf dem Spiel steht oder Aufarbeitungsprozesse zu planen sind. Die große Bedeutung einer funktionierenden Ersatzteillogistik fördert das stetige Aufkommen vielfältiger Trends und Innovationen. Dies betrifft sowohl Technologien als auch Prozessinnovationen. Investitionen in dafür notwendige Rahmenbedingungen, bspw. entsprechende IT und Weiterbildungen, sowie die Zunahme der Komplexität verursachen dabei Kosten in ungewisser Höhe. Somit entsteht ein Trade-off zwischen Innovationsdruck und Risiken von Fehlinvestitionen. Ziel der Forschung ist die Behandlung dieses Trade-offs, indem die Rahmenbedingungen entsprechender ersatzteillogistischer Entscheidungen in verschiedenen Unternehmenskontexten untersucht werden.

Ansprechpartner: Stefan Drechsler

Risikomodellierung in der Supply Chain

Aktuelle betriebswirtschaftliche Entwicklungen wie die zunehmende Globalisierung, das Outsourcing und der steigende Fokus auf die Produktionseffizienz durch bspw. Just-In-Time Konzepte sorgen für eine erhöhte Exposition der Supply Chain gegenüber einer Vielzahl interner und externer Risiken. Besonderes Augenmerk liegt hier auf den sog. Supply Chain Disruption Risiken, die zu Materialflussausfällen führen können, die gravierende wirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen (Top 5 Supply Chain Disruptions 2014). In diesem Forschungsgebiet sollen die Entstehung, Ausbreitung und Interdependenzen solcher Risiken untersucht werden, um die Supply Chain systematisch mit Minderungsstrategien risikobezogen zu optimieren.

Ansprechpartner: Niels Bugert

Logistik im Kontext humanitärer Hilfseinsätze

Naturkatastrophen und andere Desaster stellen unsere Gesellschaft zunehmen vor große Herausforderungen. Dabei spielt in humanitären Hilfseinsätzen Logistik eine immer größere Rolle. Während in unserer globalisierten Welt die Entwicklungen der kommerziellen Logistiknetzwerke weit vorangeschritten sind, wurden diese im humanitären Sektor lange Zeit versäumt. Seit einigen Jahren ändert sich dieses Bild und zunehmend rückt die Bedeutung der humanitären Logistik ins Blickfeld. Ausgangspunkt der Forschung sollte eine ganzheitliche Betrachtung der logistischen Aktivitäten in humanitären Einsätzen sein. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem die für die logistischen Entscheidungen relevanten Information über alle Phasen des Katastrophenmamagents hinweg.

Ansprechpartner: Christian Hein

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Stefan Drechsler
Letzte Änderung: 13.06.2017