Informationen zur Lehre
Der Staat spielt eine beherrschende Rolle in unserer Gesellschaft. Staatliche Eingriffe in wirtschaftliche Aktivitäten durch Besteuerung, staatliche Ausgaben, Verschuldung und Regulierung bestimmen unser Leben als Konsument:innen, Arbeiter:innen, Sparer:innen, Kreditnachfrager:innen, Arbeitgeber:innen oder Unternehmer:innen. Deshalb ist es wichtig, dass der Einfluss des Staates in Wirtschaft und Gesellschaft stets von einer fundierten Diskussion über den angemessenen Umfang sowie die Art und Weise der Staatstätigkeit begleitet wird. Die Finanzwissenschaft untersucht alle Formen der Staatsaktivitäten mit dem ökonomischen Instrumentarium. Im Bachelorstudium bieten wir Einführungsveranstaltungen zu Volkswirtschaftslehre sowie Lehrveranstaltungen zu Rechtfertigung der Staatstätigkeit und Ökonomische Theorie der Politik an. Im Masterbereich können Studierende Kenntnisse zu Steuertheorie, Theorie des Sozialstaats, Ressourcenökonomik, International Public Economics erwerben.
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Die Relevanz des Fachs Internationale Monetäre Ökonomik wird nicht zuletzt dadurch unterstrichen, dass die Interdependenzen makroökonomischer und finanzwirtschaftlicher Aspekte im Zuge der Globalisierung von Güter- und Finanzmärkten sowie allgegenwärtig vorhandener Finanzkrisenrisiken stetig gestiegen sind. Daraus leiten sich neue wirtschaftspolitische Herausforderungen ab, bspw. für die Bereiche Geld- und Fiskalpolitik sowie die Regulierung von Banken und Finanzmärkten. Das Curriculum des Fachs basiert sowohl auf theoretischen wie empirischen Modellen. Im Bachelorstudium bieten wir Vorlesungen zu Makroökonomie, Geld und Währung und Geldpolitik an. Im Masterbereich bieten wir Vorlesungen zu Exchange Rates und International Financial Markets sowie Seminare zu Financial Crisis und International Monetary Economics an.
Forschungsschwerpunkte
Währungsrisiko und die Bepreisung von American Depositary Receipts
Politisches Risiko und die Bepreisung und Portfoliowahl von Staatsanleihen
Marktbasierte Modelle für Bankausfallrisiko
Zentralbanktransparenz und internationale Investitionen
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Internationale Wirtschaftsbeziehungen sind ein zentrales Feld der Volkswirtschaftslehre. Moderne Ökonomien sind international vernetzt, sie spezialisieren sich auf bestimmte Produkte und Dienstleistungen und handeln diese untereinander. Die Beziehungen zwischen Staaten sind aber noch vielfältiger, da Produktionsfaktoren zunehmend mobil über Ländergrenzen hinweg sind. Ausländische Direktinvestitionen, Unternehmenszusammenschlüsse oder -käufe und Migration kennzeichnen unsere Welt. Entwicklungshilfe soll arme Länder unterstützen und Migrant:innen zahlen beträchtliche Summen an die Daheimgebliebenen. Innerhalb von Staaten profitieren manche Regionen mehr von der Globalisierung als andere, sodass wirtschaftliche Ungleichheiten entstehen. Die internationalen Wirtschaftsbeziehungen untersuchen all diese Aspekte und dabei natürlich auch die Rolle des Staates oder von internationalen Organisationen.
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Unsere Lehrveranstaltungen befassen sich mit empirischer und theoretischer Entwicklungsökonomie und georeferenzierten beziehungsweise räumlichen Daten in der angewandten Wirtschaftsforschung. Die Vorlesung „Microeconomic Theories in Development Economics“ betrachtet die Rolle der verschiedenen Arten von Kapital (Human-, Sach-, Finanz- und Sozialkapital) und diskutiert Koordinationsversagen, Modelle der asymmetrischen Information und einfache Verhaltensmodelle. Die Vorlesung „Introduction to Geographic Information Systems” vermittelt die Anwendung von Geographic Information Systems Software in der Volkswirtschaftslehre und soll insbesondere Studierende darauf vorbereiten, sie in einer Masterarbeit eigenständig einzusetzen. Das Seminar „Current Topics in Empirical Economic Research“ bietet Studierenden schließlich einen Blick auf aktuelle Forschungsarbeiten im Bereich der empirischen Wirtschaftsforschung, mit einem Fokus auf Regionalökonomie, Entwicklungsökonomie und neue Daten und Methoden.
Forschungsschwerpunkte
Forschungsfelder: Politische Ökonomie, Regionalökonomik, Entwicklungsökonomie
Forschungsthemen: Digitale Infrastrukturen, Wirkung neuer Technologien in Entwicklungsländern, (Lokales) Wirtschaftswachstum
Quantitative Verfahren und Datenanalyse spielen heutzutage eine Schlüsselrolle in der Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Datenkompetenz und Programmierkenntnisse gelten auch als Kernkompetenzen am Arbeitsmarkt. Ein solides Verständnis empirischer Zusammenhänge und selbständige Konzeption von geeigneten Analysen sind deswegen zentrale Fähigkeiten, die ein modernes Studium vermitteln sollte.
Die Lehre der Professur konzentriert sich auf die moderne Methodenausbildung vorwiegend im Bereich der der empirischen Wirtschaftsforschung sowie auf Spezialveranstaltungen in der angewandten Ökonometrie.
Die Professur forscht vorwiegend in den Bereichen der Arbeitsmarkt, Bildungs-, Gesundheits- und Bevölkerungsökonomik sowie an den Schnittstellen zu benachbarten sozialwissenschaftlichen Disziplinen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der ökonometrischen Evaluierung diverser politischen Maßnahmen.
Informationen zur Lehre
Die Ökonometrie hat zum Ziel, Aussagen der Wirtschaftstheorie empirisch zu überprüfen. Dabei sind Parameter in Modellen zu schätzen, die auf Grund ökonometrisch-theoretischer Erwägungen formuliert wurden. Die Ergebnisse dienen der Erklärung bereits realisierter Werte ökonomischer Größen sowie der Prognose zukünftiger Entwicklungen. Wir möchten unsere Studierenden in die Lage versetzen, ökonometrische Modelle auf der Basis ökonomischer Theorien geeignet spezifizieren, analysieren und interpretieren zu können. Neben einer möglichst guten Kenntnis der einzelnen Verfahren besteht ein weiteres wichtiges Lernziel in der Anleitung zu eigenständiger Arbeitsweise mit ökonometrischen Modellen einschließlich der Präsentation der Ergebnisse. Im Bachelorstudium behandeln die Veranstaltungen „Ökonometrie Grundlagen“ und „Ökonometrie Vertiefung“ die lineare Regression. Im Masterstudium erweitern die Veranstaltungen „Mikroökonometrie“, „Zeitreihenökonometrie“ sowie Seminare die im Bachelorstudium erworbenen Kenntnisse.
Forschungsschwerpunkte
Kreditrisikomessung / Einschätzung von Kreditrisiken
Informationen zur Lehre
Unser Lehrangebot untersucht verschiedenste wirtschaftspolitische Fragestellungen aus einer mikroökonomisch fundierten Perspektive. Prinzipiell nutzen wir hierfür die Preis-, Wettbewerbs- und Spieltheorie, die wir einführend im Modul "Strategie und Wettbewerb" zu Studienbeginn vermitteln. Unsere Bachelor-Kurse "Einführung in das Wirtschaftswachstum" und "Wirtschaftliche Ungleichheit" greifen auf diese Theorien zurück, um die Determinanten der Höhe und Verteilung von Einkommen zu analysieren. Auf der Master-Ebene vertiefen wir die auf der Bachelor-Ebene aufgeworfenen Fragen in verschiedenen Anwendungskontexten, derzeit in "Economics of Education" und "Economics of Migration". Darüber widmen wir uns in unseren Bachelor- und Masterseminaren gerade aktuellen wirtschaftspolitische Debatten.
Forschungsschwerpunkte
Ökonomie des Wohlfahrtsstaates (Bildungspolitik, Arbeitsmarkt, Rentenversicherung, Familienpolitik)
Wachstumstheorie
Demographie und Migration
Industrieökonomik
Politische Ökonomie
Außerplanmäßige und Honorarprofessoren
Außerplanmäßiger Professor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Finanzpolitik Prof. Dr. Georg Milbradt
Honorarprofessor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Finanzmarktstabilität Prof. Dr. Thilo Liebig
Honorarprofessor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Ökonomie des Strukturwandels Prof. Dr. Joachim Ragnitz