24.03.2025
Neue Publikation zu langfristigen Folgen von Minijobs für Mütter
Minijobs erscheinen vielen Müttern als attraktive Möglichkeit, nach der Geburt eines Kindes wieder ins Berufsleben einzusteigen, da sie zeitlich flexibel sind und steuerliche Vorteile bieten. Eine kürzlich veröffentlichte Studie unter Mitwirkung von Prof. Dr. Kamila Cygan Rehm zeigt, dass solche Beschäftigungsverhältnisse langfristig negative Folgen haben können, da Minijobs häufig weniger anspruchsvolle Tätigkeiten und kaum Entwicklungsmöglichkeiten bieten, so dass die im Minijob gesammelten Erfahrungen später weniger geschätzt werden.
Konkret zeigt sich, dass Mütter, die nach der Geburt eines Kindes einen Minijob aufnehmen, zehn Jahre später fast 10 Prozentpunkte seltener in regulärer (d.h. sozialversicherungspflichtiger) Beschäftigung sind als Mütter, die direkt in eine reguläre Beschäftigung - und sei es auch nur in Teilzeit - zurückkehren. Zudem verdienen sie langfristig deutlich weniger, da die so genannte „Child Penalty“ für Minijob-Mütter um mindestens 10 Prozentpunkte höher ausfällt.
Quelle: Collischon, M., Cygan-Rehm, K., and Riphahn, R. T. (2025). Subsidized small jobs and maternal labor market outcomes in the long run. Socio-Economic Review. DOI: 10.1093/ser/mwaf012.
Eine längere, nicht-technische Zusammenfassung der Studie finden Sie im IZA Newsroom.