11.12.2025
Stellungnahme zur Rabattierung der Datenentgelte für Qualifikationsarbeiten
Der wissenschaftliche Beratungskreis (WBK) der Forschungsdatenzentren der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder (FDZ) des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS), dem Frau Prof. Dr. Cygan-Rehm angehört, hat eine Stellungnahme zur Rabattierung der Datenentgelte für Qualifikationsarbeiten veröffentlicht. Im Fokus stehen dabei insbesondere Doktorandinnen und Doktoranden, die ihre Forschungsprojekte an außeruniversitären Forschungseinrichtungen durchführen.
Im Rahmen der neuen Entgeltordnung der FDZ ist zwar weiterhin vorgesehen, Rabatte für Qualifikationsarbeiten von Studierenden und Promovierenden zu gewähren, allerdings nur, wenn eine Hochschule Vertragspartnerin ist. Für viele Promotions- und Studierendenprojekte, die an außeruniversitären Einrichtungen wie Instituten der Leibniz-, Max-Planck- oder Helmholtz-Gemeinschaft durchgeführt werden, fallen damit die regulären – teilweise vier- bis fünfstelligen – Entgelte an, sofern die Einrichtung die Kosten nicht übernehmen kann. Dies führt nach Einschätzung des WBK zu einer ungerechtfertigten Ungleichbehandlung und erschwert oder verhindert empirische Projekte des wissenschaftlichen Nachwuchses.
In dem Positionspapier fordern die Mitglieder des WBKs, die Rabattierung der Entgelte konsequent am Zweck der Datennutzung – der wissenschaftlichen Qualifikationsarbeit – auszurichten und nicht an der institutionellen Trägerschaft der Einrichtung. Konkret bittet der WBK die FDZ, eine Rabattregelung zu beschließen, die auch Studierende und Promovierende an außeruniversitären Forschungseinrichtungen erfasst, sofern es sich um Qualifikationsarbeiten handelt.
Die Positionspapier ist auf der DESTATIS-Webseite abrufbar.