25.09.2026
Neue ISR-Publikation zu algorithmischem Management und Algoaktivismus
Was passiert, wenn Algorithmen zu Managern werden – und Arbeitskräfte Widerstand leisten? Diese Frage steht im Mittelpunkt eines neuen, in Information Systems Research (ISR) erschienenen Beitrags von Jennifer Jiang und Martin Wiener (TU Dresden), gemeinsam mit Alexander Benlian (TU Darmstadt), Martin Adam (Universität Göttingen) und Magnus Mähring (Stockholm School of Economics).
Auf Basis einer empirischen Untersuchung von Uber-Fahrern entwickelt die Studie ein prozesstheoretisches Modell, das zeigt, wie Plattformarbeitskräfte ihre Arbeitsbedingungen fortlaufend neu bewerten, relevante Ressourcen mobilisieren und unterschiedliche Formen des Algoaktivismus einsetzen, um Kontrolle zurückzugewinnen. Die Ergebnisse zeigen Algoaktivismus als einen dynamischen, ressourcenabhängigen und vielschichtigen Prozess und liefern neue Erkenntnisse zur Handlungsmacht von Arbeitskräften sowie zur Gestaltung und Governance algorithmisch gesteuerter Arbeit.
Information Systems Research (ISR) zählt zu den führenden internationalen Fachzeitschriften im Bereich Wirtschaftsinformatik bzw. Information Systems. ISR ist im VHB Rating 2024 für Publikationsmedien mit A+ bewertet und gehört zu den Financial Times Top 50 (FT50) Journals, einer ausgewählten Gruppe führender internationaler Fachzeitschriften der Betriebswirtschaftslehre und des Managements.
Die Forschungsarbeit wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen des Projekts Algorithmische Steuerung: Implikationen für Arbeitskräfte aus einer Legitimitätsperspektive (AlgoWork) (Projektnr. 461985572) sowie von der Marianne and Marcus Wallenberg Foundation und der Erling-Persson Foundation gefördert.
Der Artikel ist Open Access veröffentlicht und hier frei zugänglich: https://doi.org/10.1287/isre.2024.0927