21.01.2026
CEO-Aktivismus und Populismus: Markus Scholz im Handelsblatt
Im Handelsblatt äußert sich Prof. Dr. Markus Scholz, Inhaber der Professur für Responsible Management (TU Dresden), im Interview mit Christian Wermke kritisch zum sogenannten CEO-Aktivismus im Umgang mit populistischen Parteien wie der AfD.
Der Wirtschaftsethiker argumentiert, dass öffentlichkeitswirksame politische Stellungnahmen von Unternehmenslenkern zwar gut gemeint, strategisch jedoch häufig problematisch seien.
Er warnt davor, politische Verantwortung auf einzelne CEOs zu verengen. Wenn sich Unternehmenslenker als moralische Instanzen inszenieren, bestehe die Gefahr der Polarisierung und der unbeabsichtigten Stärkung populistischer Narrative. Politisches Engagement von Unternehmen müsse daher institutionell, konsistent und glaubwürdig erfolgen – nicht als persönlicher Aktivismus einzelner Führungskräfte.
Statt symbolischer Statements plädiert Prof. Scholz für ein langfristig angelegtes Engagement von Unternehmen für demokratische Institutionen und Verfahren. Dazu zählen unter anderem die Unterstützung demokratischer Bildung, der Schutz rechtsstaatlicher Prinzipien sowie klare interne Leitlinien im Umgang mit extremistischen Positionen. Politische Verantwortung sei damit kein PR-Instrument, sondern Teil verantwortungsvoller Unternehmensführung.
Das vollständige Interview im aus dem Handelsblatt finden Sie hier.
Das Buch „Wirtschaft mit Werten“ von Prof. Dr. Markus Scholz finden Sie unter diesem Link.