25.06.2026
Interview im Bayerischen Rundfunk zu CEO-Aktivismus und demokratischer Verantwortung von Unternehmen
Wie legitim ist politisches Engagement von Unternehmensführungen und welchen Beitrag können Unternehmen zur Stärkung demokratischer Institutionen leisten? Mit diesen Fragen beschäftigte sich ein Beitrag des Bayerischen Rundfunks, in dem Prof. Dr. Markus Scholz, Inhaber der Professur für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Responsible Management am Internationalen Hochschulinstitut (IHI) Zittau der TU Dresden, interviewt wurde.
Ausgangspunkt der Diskussion waren öffentliche Stellungnahmen prominenter Unternehmensvertreter gegen demokratiefeindliche und rechtspopulistische Entwicklungen. Im Gespräch mit Ingo Lierheimer erläuterte Prof. Scholz die Chancen, Risiken und Grenzen eines solchen CEO-Aktivismus sowie die Frage, unter welchen Bedingungen politisches Engagement von Unternehmen legitim und wirksam sein kann.
Dabei wurde deutlich, dass öffentliche Stellungnahmen von Unternehmensleitungen nur eine von vielen Formen politischen Unternehmensengagements darstellen. Langfristige Beiträge zur Stärkung demokratischer Resilienz können beispielsweise durch politische Bildung, die Förderung demokratischer Unternehmenskulturen, die Unterstützung zivilgesellschaftlicher Organisationen oder gemeinsame Initiativen von Unternehmen erfolgen.
Das Interview greift zentrale Forschungsfragen des IHI Zittau und der TU Dresden zu Corporate Political Responsibility, Corporate Democratic Action und der Rolle von Unternehmen in demokratischen Gesellschaften auf. Es verdeutlicht die gesellschaftliche Relevanz dieser Forschung und ihren Beitrag zu aktuellen Debatten über Demokratie, Wirtschaft und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
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