Das Programm im Sommersemester 2026
Warum Spiderman die Wand hochlaufen kann und wie man einen Elefanten an die Decke klebt - Ein Ausflug in die Welt der Fügetechnik
Dr. Johannes Koal
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Fügetechnik und Montage, TU Dresden
28. April 2026 | 17:30 Uhr | TU Dresden, HSZ Hörsaal 03
Wie hält Spiderman eigentlich an der Wand? Und funktioniert das auch bei uns? In dieser Vorlesung klären wir, ob man mit modernem Klebstoff tatsächlich einen schweren Elefanten an die Decke kleben kann. Willkommen in der spannenden Welt der Fügetechnik. Wir erforschen gemeinsam, wie man riesige Flugzeuge und schnelle Autos so fest zusammenbaut, dass sie niemals auseinanderfallen. Dafür brauchen wir manchmal viel Hitze, manchmal Bewegung und oft Chemie. Wir schweißen leckere Schokolade, testen elefantenstarken Klebstoff und lernen, wie Dinge fast "für immer" zusammenhalten. Es wird heiß, spannend und garantiert klebrig und süß!
Dr. Koal wollte als Kind Astronaut werden.
Gemeinsam statt allein: Wie Freunde und Familie gegen Stress helfen
Prof.in Dr.in Anna-Lena Zietlow
Inhaberin der Professur für Klinische Kinder- und Jugendpsychologie, TU Dresden
12. Mai 2026 | 17:30 Uhr | Deutsches Hygiene-Museum Dresden, Großer Saal
Manchmal ist der Kopf zu voll, der Bauch tut weh oder das Herz klopft ganz schnell. Das nennt man Stress und den kennen Kinder genauso wie Erwachsene. In dieser Vorlesung schauen wir gemeinsam, was Stress eigentlich ist, warum er entsteht und was in unserem Körper passiert, wenn wir uns überfordert fühlen. Wir entdecken, wie Freunde, Familie und andere wichtige Menschen, aber auch wir selbst, dabei helfen können, wieder ruhiger zu werden und warum es leichter ist, schwierige Situationen gemeinsam zu meistern als allein. Anhand von Beispielen, kleinen Übungen und Erkenntnissen aus der Wissenschaft erfahrt ihr, warum gute Beziehungen uns stark machen und warum Hilfe holen mutig ist.
Prof.in Zietlow wollte als Kind unter anderem Opernsängerin oder Tierärztin werden.
Schmuggler im 18. Jahrhundert: Verräter, Rebellen oder Nachbarn?
Prof. Dr. Hannes Ziegler
Inhaber der Professur für Geschichte der Frühen Neuzeit, TU Dresden
26. Mai 2026 | 17:30 Uhr | Deutsches Hygiene-Museum Dresden, Großer Saal
Mit Schmugglern und Schmugglerinnen verbindet sich oft ein romantisches Bild: Verwegene, piratenhafte Gestalten, die nachts und in aller Heimlichkeit mit Booten übers Meers ruderten und abgelegene Inseln oder geheime Höhlen als Verstecke nutzten. Der Vortrag beleuchtet die wahre Geschichte des Schmuggels und zeigt, dass Schmuggler meist gute Gründe für ihr Tun hatten, dass sie nicht notwendigerweise Verbrecher waren und warum sie häufig von der Bevölkerung sogar unterstützt wurden.
Prof. Ziegler wollte als Kind Schriftsteller werden.
Wann stürzen Brücken ein?
Prof. Dr. Steffen Marx
Direktor am Institut für Massivbau und Professor für Massivbau der TU Dresden, Fakultät Bauingenieurwesen
2. Juni 2026 | 17:30 Uhr | TU Dresden, HSZ Hörsaal 03
Brücken werden von Menschen gebaut. Aus Material, das mit der Zeit altert, fast genauso wie der Mensch. Es gibt sehr alte Brücken, zum Teil schon älter als 2000 Jahre. Normalerweise werden Brücken aber nicht so alt, besonders wenn sie sehr stark benutzt werden. Durch schwere Fahrzeuge und durch Wasser wird das Material einer Brücke zermürbt. Am Anfang nur ein kleines bisschen, aber irgendwann ist es so stark geschädigt, dass die Brücke einstürzen würde, wenn man sie nicht rechtzeitig repariert. Deswegen müssen Brücken gut gepflegt und überwacht werden. Wie das geht und was Brückeningenieure machen, das kann man in dieser Vorlesung erfahren.
Prof. Marx wollte als Kind Förster werden.