21.02.2026
DZNE-Projekt erhält Förderung zur Erforschung von Parkinson‑Biomarkern in Tränen
Dresdner Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Björn Falkenburger (1v.r.).
Ein Forschungsteam des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) am Standort Dresden unter der Leitung von Prof. Björn Falkenburger hat eine Förderung der Michael J. Fox Foundation for Parkinson’s Research (MJFF) erhalten. Ziel des Projekts ist es, die Früherkennung der Parkinson-Krankheit durch die Analyse von Proteinveränderungen in der Tränenflüssigkeit zu verbessern. Dabei kooperiert die Dresdner Arbeitsgruppe eng mit den DZNE-Standorten München und Göttingen.
Das Projekt basiert auf einem etablierten diagnostischen Ansatz: Ein sogenannter Seed-Amplification-Test kann fehlgefaltete Alpha-Synuklein-Proteine, ein zentrales pathologisches Merkmal der Parkinson-Krankheit, im Nervenwasser (Liquor) zuverlässig nachweisen. Die Entnahme des Liquors erfolgt jedoch über eine Lumbalpunktion und ist für viele Patientinnen und Patienten belastend.
Die Forschenden möchten daher prüfen, ob sich derselbe Biomarker auch in der Tränenflüssigkeit nachweisen lässt. Gelingt dies, könnte der Test künftig nicht-invasiv, patientenfreundlich und möglicherweise sogar als Screening-Verfahren eingesetzt werden. Die MJFF beschreibt das Projekt als wichtigen Schritt, um die Diagnostik der Parkinson-Krankheit früher, sicherer und breiter verfügbar zu machen.
Die Arbeitsgruppe von Prof. Falkenburger gehört zu den weltweit führenden Teams bei der Weiterentwicklung dieser Testverfahren. Neben der aktuellen Unterstützung erhielt das Team zwei weitere bedeutende Förderungen.
Eine zusätzliche Förderung durch das MJFF unterstützt die systematische Untersuchung großer Patientenkohorten mit neurodegenerativen Erkrankungen in unterschiedlichen Krankheitsstadien. Dieses Projekt wird gemeinsam mit den DZNE-Standorten Tübingen und München durchgeführt.
Eine weitere Förderung der Parkinson-Stiftung ermöglicht die Weiterentwicklung des Seed-Amplification-Tests, um unterschiedliche polymorphe Formen der Synuklein-Pathologie zu unterscheiden und die Menge der Proteinaggregate präziser zu quantifizieren. Auch dieses Projekt entsteht in Kooperation mit dem DZNE-Standort Tübingen.