31.07.2026
Internationale Impulse für die Weiterentwicklung des MEDiC-Mentoringprogramms
Die Veranstaltung brachte Expert:innen aus verschiedenen europäischen Hochschulen zusammen.
Am 11. und 12. Juni 2026 nahm Dr. Julia Steinhardt, Koordinatorin für Lehrpraxen und Mentoring im Modellstudiengang Humanmedizin am EUMENT-NET Expert Exchange an der Universität Luxemburg teil. Die vom Europäischen Netzwerk der Mentoring-Programme (EUMENT-NET) ausgerichtete Veranstaltung brachte Expert:innen aus verschiedenen europäischen Hochschulen zusammen, um aktuelle Entwicklungen und Strategien in den Bereichen Mentoring, Chancengleichheit und institutionelle Veränderungsprozesse zu diskutieren.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Mentoring über die individuelle Karriereförderung hinaus als strategisches Instrument zur Stärkung von Diversität, Chancengleichheit und wissenschaftlicher Exzellenz eingesetzt werden kann. Neben Fachvorträgen boten Workshops und Open-Space-Formate Gelegenheit zum Austausch über bewährte Praxisbeispiele. Diskutiert wurden unter anderem Kriterien für inklusive Mentoring-Programme, Ansätze zur Evaluation ihrer Wirksamkeit sowie die Bedeutung europäischer Netzwerke wie EUMENT-NET für den Wissenstransfer zwischen Hochschulen. Auch die Rolle von Communities of Practice und die Einbindung verschiedener Akteure in Gleichstellungsprozesse wurden als wichtige Erfolgsfaktoren hervorgehoben.
Dr. Julia Steinhardt berichtet: „Für mich war die Teilnahme am EUMENT-NET Expert Exchange eine inspirierende und bereichernde Erfahrung. Der Austausch mit internationalen Kolleg:innen hat mir nicht nur neue Perspektiven eröffnet, sondern auch die Bedeutung eines starken Mentoring-Netzwerks verdeutlicht. Besonders eindrücklich war die Erkenntnis, dass Mentoring weit über die individuelle Förderung hinausgeht: Es ist ein Schlüssel, um Gleichstellung und Vielfalt in der Medizin und Wissenschaft nachhaltig voranzutreiben. Die gewonnenen Erkenntnisse werde ich nutzen, um die Mentoring-Strukturen des MEDiC-Mentoringprogramms weiterzuentwickeln und stärker mit europäischen Standards und Netzwerken zu verknüpfen. Darüber hinaus konnte ich wertvolle Kontakte aufbauen, die für zukünftige Kooperationen im Bereich Mentoring und Gleichstellung von großer Bedeutung sind“.
Das Mentoringprogramm ist ein zentraler Baustein des Modellstudiengangs. Dieses neuartige Konzept verfolgt das Ziel, durch einen informellen Erfahrungs- und Wissenstransfer die Entwicklung individueller Kompetenzen der Studierenden sowie die beruflichen Ein- und Aufstiegschancen im klinischen und wissenschaftlichen Bereich zu fördern. Das Programm wurde initiiert, um Studierende frühzeitig bei ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung zu unterstützen. Es bietet eine Plattform, die den Austausch zwischen erfahrenen Mentor:innen und Mentees fördert und somit eine Brücke zwischen Theorie und Praxis schlägt. „Als aktives Mitglied im Bundesverband für Mentoring in der Wissenschaft und EUMENT-NET profitiert das MEDiC-Mentoringprogramm vom fachlichen Austausch und der Zusammenarbeit mit anderen Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Der internationale Austausch spielt dabei eine zentrale Rolle: EUMENT-NET bietet die Möglichkeit, wertvolle Perspektiven aus anderen Ländern und Institutionen zu gewinnen, die wiederum die Weiterentwicklung der Mentoringstrukturen bereichern“, ergänzt Dr. Steinhardt.