11.09.2018

„Prävention in Lebenswelten“ – was hält gesund in Schule, Studium, Arbeitswelt und Freizeit?

Prof. Dr. Andreas Seidler © Stephan Wiegand, MF TUD Prof. Dr. Andreas Seidler © Stephan Wiegand, MF TUD

Prof. Dr. Andreas Seidler, Direktor des Instituts und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin

Prof. Dr. Andreas Seidler

Prof. Dr. Andreas Seidler, Direktor des Instituts und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin © Stephan Wiegand, MF TUD

Von „Prävention in Lebenswelten“ sprechen wir, wenn Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und zur Krankheitsvorbeugung im alltäglichen Leben ansetzen: unter anderem in der Wohnumgebung, in der Schule, im Studium, in der Arbeitswelt und in der Freizeitgestaltung. Das Präventionsgesetz aus dem Jahr 2015 eröffnet hier neue Möglichkeiten. Wie sich die Gesundheit wirksam fördern und Krankheiten wirksam vermeiden lassen – damit beschäftigen sich auf der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP) weit über 400 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Dabei geht es auch um den Wandel der Arbeitswelt. „Digitalisierte Arbeitswelten“ gehören für uns schon zum Berufsalltag, die Überflutung mit Emails ist für viele ein Problem, die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter wird immer wichtiger. Digitalisierte Arbeitswelten bieten Chancen: körperliche Schwerarbeit könnte weniger werden und zunehmend von Robotern übernommen werden. Es gibt aber auch Risiken: dazu gehören ein forcierter Zeitdruck, die Arbeitsverdichtung und die zunehmende Verwischung der Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben.

Die letzten Jahre und Tage haben uns erschreckend vor Augen geführt, wie das Beharren auf einer engen, abgeschotteten und abgegrenzten Lebenswelt mit Intoleranz und Hass einhergeht. Wir freuen uns, dass unsere Tagung im Dresdner Hygienemuseum stattfindet – einem Ort, der sich mit vielen Veranstaltungen aktiv für eine offene Gesellschaft einsetzt. Unsere Tagung möchte einen Beitrag zum Erhalt und zur Schaffung offener und multikultureller Lebenswelten leisten. Mit dem Thema „Migration und Gesundheit“ möchten wir zur Vermin-derung der ungleichen Gesundheitschancen von Migrantinnen und Migranten beitragen. Und wir zeigen eine kleine Ausstellung der Künstlerin Heike Theilmann, die das Schicksal von Flüchtenden und Geflüchteten in den Mittelpunkt von Meeres- und Strandszenerien stellt, die allenfalls auf den ersten Blick idyllisch wirken können.

Zur Jahrestagung der DGSMP laden Sie der Tagungspräsident Professor Andreas Seidler von der Medizinischen Fakultät der TU Dresden und die DGSMP-Präsidentin Professor Susanne Moebus ganz herzlich ein. Die Tagung findet vom 12. bis 14. September 2018 im Deutschen Hygienemuseum Dresden statt.

Kontakt:
Prof. Dr. Andreas Seidler
Direktor des Instituts und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin
Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden
Löscherstr. 18
01309 Dresden
Deutschland
Tel. +49 351 3177-441

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Marie Brombach
Letzte Änderung: 16.09.2018